Halo: Spartan Assault im Test: Ein Krieg der Sternensysteme kann nicht von einem Mann allein geführt werden - und auch nicht auf einer einzigen Hardware-Welt. Wir haben die deutsche Version der Surface-Fassung getestet und verraten Euch die Pros und Contras des ersten Halo völlig ohne Konsolenbindung.
Halo: Spartan Assault im Test: Ein Halo völlig ohne Konsolenanbindung – das gab es in der zwölf Jahre langen Geschichte der Shooterserie überhaupt noch nicht! Natürlich handelt es sich bei Spartan Assault um ein Spin-off, das, zeitlich zwischen Halo 3 und Halo 4 angesiedelt, die Kriegsschauplätze abseits des Protagonisten Master Chief in den Storyline-Fokus rückt. Trotzdem hat Microsoft in Zusammenarbeit mit 343 Industries und Vanguard Games nichts unversucht gelassen, um die edle Grafik, die anspruchsvolle Ästhetik und die umfangreiche Hintergrundgeschichte des interstellaren Krieges zwischen den Menschen und der Allianz der Aliens aufs Tablet(t) zu bringen. Und wirklich – lässt man die isometrische Vogelperspektive außen vor, stellt sich tatsächlich echtes Halo-Feeling ein!
Zwei Daumen am Abzug
Spartan Assault bringt 25 Missionen mit – natürlich in Tablet-tauglicher Häppchengröße, die meisten der Aufträge dauern fünf Minuten, sind linear wie ein Sturmgewehr und mit leicht verdaulichen Zielsetzungen ausstaffiert. Die Einsätze 1 bis 15 spielen sich praktisch von selbst, die Missionen 16 bis 20 fallen etwas anspruchsvoller aus, so etwas wie einen spürbaren Schwierigkeitsgrad entdeckt Spartan Assault aber erst im letzten seiner fünf Missionspakete. Bevor ihr euch jedoch der handlichsten aller bisherigen Halo-Varianten stellt, solltet ihr das Tutorial besuchen – das Steuern über die zwei virtuellen Touchscreen-Sticks bedarf doch einiger Übung. Immerhin laufen und feuern unsere Soldaten nach einigen Trainingseinheiten dann aber auch zügig und präzise.
Quelle: Vanguard
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Shooterlust trifft Steuerfrust
Die nur mit einem Touchscreen-Daumentanz unter Kontrolle zu behaltenen Fahrzeugetappen werden euch dagegen wünschen lassen, ihr hättet auch für diesen Halo-Part einen Xbox-Controller in der Hand – das Surface-Tablet eignet sich lange nicht so gut für einen genervten Wurf in die nächste Ecke beziehungsweise stellt euch für den Versuch eine wesentlich saftigere Rechnung aus als Microsofts kabelgebundene Plastik-Dreschflegel. Ein ebensolches Werkzeug wünscht man sich dann auch, um wieder einmal auf das leidige Thema Mikrotransaktionen draufzuhauen! Ja, auch die neuen Kollegen des Master Chief kommen nicht an bezahlten Booster-Packs vorbei, was bei einem Preis von knapp sechs Euro zwar nicht sonderlich verwundert, aber trotzdem lästig ist.
Immerhin schaffen es Microsofts Spartiaten dabei, die Notwendigkeit ihres kostenpflichtigen Zusatz-Kriegsgeräts so dezent und unaufdringlich zu halten, dass man als Spieler die Software nicht für unwürdig erachtet und über die Klippen schmeißt – anders als die Hälfte aller Granaten, die man in Spartan Assault auf einen Feind zu werfen versucht. Kein anderes Detail der Touchscreen-Kontrolle hat uns dermaßen genervt wie die wiederholten Versuche, Sprengstoff aus unserem Rucksack auf die anstürmenden Aliens zu katapultieren. Knapp 50 Prozent unserer Spreng-, Brand- und Klebegranaten landeten, unzuverlässiger automatischer Zielhilfe sei Dank, in der Botanik statt im Gesicht der extraterrestrischen Exterminatoren. Dass Spartan Assault mit jedem seiner fünf Kapitel deutlich gefährlichere Feinde abstellt, die den Einsatz von Sprengstoffen immer notwendiger machen, reduziert diesen explosiven Frustfaktor auch nicht gerade. So bleibt eine kurzweilige Science-Fiction-Action im ausgesprochen edlen, vertrauten Gewand, die sich leider etwas zu oft selbst im Weg steht. Mehr zu Halo: Spartan Assault findet ihr auf unserer Übersichtsseite.
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