Gwent: The Witcher Card Game in der E3-Vorschau - Vom Minigame zum eigenen Spiel

Special Oliver Nitzsche
Gwent: The Witcher Card Game in der E3-Vorschau. (2)
Quelle: CD Projekt Red

Auf der E3 2016 konnten wir uns erstmals selbst ein Bild von Gwent: The Witcher Card Game machen, dem Stand-Alone-Ableger zur Witcher-Serie. Uns überzeugte dabei die Liebe der Entwickler von CD Projekt Red zum Detail und das bereits jetzt sehr runde Spielgefühl.

Dass nach der letzten Witcher 3-Erweiterung Blood and Wine nicht endgültig Schluss ist, damit tun sich nicht nur Hexer-Fans sondern scheinbar auch die Entwickler CD Projekt Red ziemlich schwer. Mit Gwent: The Witcher Trading Card Game lifern die Polen nicht nur mehr Hexer-Content, sondern auch ein durchdachtes, launiges und vor allem hübsches Videospiel-Spin-Off ab.

Wer The Witcher 3 gespielt hat, ist wohl kaum um das integrierte Minigame Gwint (oder Gwent, wie es im Original heißt) herumgekommen. Für alle anderen nochmal kurz die Grundlagen: Gwint ist ein Kartenspiel, bei dem jedem Teilnehmer pro Spiel zehn Karten aus seinem Deck zur Verfügung stehen. Das Spiel geht über maximal drei Runden. Wer zweimal siegreich ist, hat die Partie gewonnen. In The Witcher 3 ließen sich so die meisten Haupt- und Nebencharaktere zu einem Gwint-Match herausfordern. Mit Gwent: The Witcher Trading Card Game arbeitet CD Projekt Red nun an einer Standalone-Variante des Hexer-Kartenspiels. Diese macht mindestens genau so viel Spaß wie das Minigame und soll obendrein noch kostenlos erscheinen. Auf der E3 2016 konnten wir uns davon selbst überzeugen.

Gwent: The Witcher Card Game in der E3-Vorschau. (4) Quelle: CD Projekt Red Gwent: The Witcher Card Game in der E3-Vorschau. (4) Grundsätzlich funktioniert Gwent dabei genauso wie im Hauptspiel. Lediglich der Mulligan, also das Tauschen von Handkarten vor Rundenbeginn, wurde von zwei auf drei erhöht. Der Übersicht halber wurde auch das Spielbrett im Vergleich umgestaltet. Das hat den Vorteil, dass die Spezialfähigkeiten und Sonderregeln der Spielkarten nun viel besser eingesehen werden können. Darüber hinaus stehen uns nun viel mehr Karten zur Verfügung, darunter auch besonders seltene Exemplare. Ob CD Projekt Red damit an der Pay-to-Win-Schraube drehen wird, bleibt noch abzuwarten.

Bisher ist Gwent als Online-Multiplayer-Titel konzipiert. Für die Zukunft versprach CD Projekt aber sowohl neue Spielmodi als auch verschiedene Einzelspielerkampagnen. Letztere sollen jeweils über zehn Stunden Spielzeit bieten und Geschichten rund um bekannte sowie weniger bekannte Charaktere aus der Withcer-Welt erzählen. Einen kleinen Vorgeschmack wie man sich das vorstellen kann, gab es in Form einer Präsentation. Die Handlung wird, ähnlich wie in Magic Duels, in Form von comichaften Standbildern hinterlegt von gesprochenen Dialogen, vorangetrieben. Die englischen Originalsprecher sorgen dabei für die richtige Stimmung.

Gwent: The Witcher Card Game in der E3-Vorschau. (8) Quelle: CD Projekt Red Gwent: The Witcher Card Game in der E3-Vorschau. (8) Im Anschluss geht es für unseren Hauptcharakter auf eine Art Oberwelt. Diese lässt sich in isometrischer 3D-Ansicht völlig frei erkunden. An besonderen Punkten im Spielgebiet werden Ereignisse ausgelöst. Hier gilt es dann Entscheidungen zu treffen oder eben eine Schlacht in Form einer Gwint-Partie auszutragen. Als Belohnung gibt es neue Karten für unser Deck.

Zumindest im Mehrspieler-Modus macht Gwent: The Witcher Trading Card Game ordentlich Spaß. Das liegt vor allem an der einfachen Zugänglichkeit und dem simplen Spielprinzip. Bisher durften wir aber nur mit insgesamt vier vorgefertigten Decks gegeneinander antreten. Trotzdem sollte man den Tiefgang des so simpel gehaltenen Spiels auch dabei nicht unterschätzen. Erfahrene Gwint-Spieler putzen mit Neulingen nämlich den Boden auf.

Auf dem Anspielevent merkte man außerdem mal wieder, dass die Polen wirklich mit Herzblut bei der Sache sind. Sowohl das Design als auch der Spielfluss von Gwent wirkten wie aus einem Guss und waren einfach stimmig. Wer möchte kann sich davon schon bald selbst ein Bild machen. Eine Closed-Beta soll bereits im September auf PC und Xbox One starten. Die Playstation 4 soll wenige Wochen später folgen.

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