Grip in der Vorschau: ​Futuristischer Racer im Geschwindigkeitsrausch

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Grip in der Vorschau: ​Futuristischer Racer im Geschwindigkeitsrausch
Quelle: Wired Production Limited

Grip in der Vorschau: Immer dieser Regulationswahn: Grip widersetzt sich dem Gesetz der Schwerkraft und liefert ein vielversprechendes Rennerlebnis im Turbo-Modus. Wir durften den Titel ausprobieren und verraten in unserer Preview, ob es sich für Fans futuristischer Rennspiele lohnt, den Racer im Auge zu behalten.

Einnert sich noch jemand an die Flip Cars, die vor allem in den 1990ern populär waren? Diese Spielzeugautos sind so aufgebaut, dass sie sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterseite fahren können; dadurch sind auch besondere Trick möglich, etwa, dass man auf eine Wand auffährt, einen kleinen Salto macht und dann direkt weiterfährt.

Schon 1999 inspirierte dieses Prinzip ein Entwicklerteam zu einer Videospiele-Umsetzung mit ähnlichem Ansatz namens Rollcage. Mit Hochgeschwindigkeit fahren wir darin über Pisten, wirbeln fröhlich durch die Luft und rasen auch gerne mal an Wänden und Decken entlang. Ein Jahr später folgte die Fortsetzung Rollcage Stage 2, seitdem herrschte auf der Flipcar-Front aber von offizieller Seite aus Funkstille. Erst 2015 wurde die Idee wieder aufgegriffen, jedoch nicht in einer offiziellen, sondern einer geistigen Fortsetzung: Grip heißt das Ergebnis (jetzt kaufen / 25,49 € ) und in den Kreisen der Macher finden sich auch einige, die bereits bei Rollcage und dem Nachfolger mitgewerkelt haben.Seit 2016 befindet sich der Titel im Early Access für den PC, irgendwann im Herbst des Jahres 2018 soll er nun endlich vollumfänglich erscheinen, dann zusätzlich für PS4, Xbox One und Nintendo Switch. Wir durften anlässlich eines Besuches der Entwickler bei uns im Büro in eine Fassung des Titels hineinspielen, die schon weiter fortgeschritten ist als die Early-Access-Version und überprüfen, wie viel Spaß es macht, mit aberwitzigem Tempo durch die Gegend zu brettern und dabei sogar die Schallmauer zu durchbrechen. Außerdem durften wir auch den neu enthüllten Spielmodus Carcours ausprobieren, in dem wir versuchen müssen, auf besonders anspruchsvollem Terrain zum Ziel zu gelangen.

Rennspiel mit Grips

Fahrtalent ist das Wichtigste im Spiel. Ist man an erster Stelle, ist aber auch die Chance höher, von items getroffen zu werden. Quelle: Wired Production Limited Fahrtalent ist das Wichtigste im Spiel. Ist man an erster Stelle, ist aber auch die Chance höher, von items getroffen zu werden. Doch zum Grundsätzlichen - worum geht es in Grip? In einer fernen Zukunft verschlägt es uns als Rennfahrer auf diverse fremdartige Planeten mit unterschiedlichem Terrain, um mittels Rennen eine Alien-Invasion abzuhalten - oder so. Ist in Wahrheit ja auch völlig egal und nur eine Prämisse, um uns mit unseren Hochgeschwindigkeits-Karossen auf die insgesamt 22 Strecken zu schicken. Wie erwähnt, errreichen die Flipcars dabei auch gerne mal gewaltige Geschwindigkeiten. DIe Schallmauer erreichten wir beim Anspielen zwar nicht, es ist durch geschicktes Fahren aber durchaus möglich.

Das Spielgefühl ist rasant. So richtig danach, mit 600 Sachen über Stock und Stein zu zischen, fühlte sich das Geschehen aber auch nicht an; schnell, aber nicht das absolut einzigartige Geschwindigkeitsgefühl, welches die Entwickler sich zum Ziel gesetzt haben. Dafür läuft das Geschehen aber wirklich sehr flüssig bei zuverlässigen 60 Bildern pro Sekunde (auf der Switch wird versucht, konstant 30fps zu erreichen). Und es ist durchaus eine Leistung, dass die Steuerung trotz des hohen Tempos sehr präzise ist. Es fühlt sich sehr befriedigend an, das eigene Auto übergangslos vom Boden an Wände und Decken zu steuern, mit Drifts um Ecken zu düsen und mehr.

Die Carcours-Level stellen eine richtige Herausforderung dar und verlangen von uns, dass wir die Steuerung perfekt beherrschen. Quelle: Wired Production Limited Die Carcours-Level stellen eine richtige Herausforderung dar und verlangen von uns, dass wir die Steuerung perfekt beherrschen. Die Fahrzeuge, die wir ausprobieren konnten - insgesamt erwarten uns 15 Stück - fühlen sich zudem alle schön unterschiedlich an. Eine Tuning-Option wird es übrigens nicht geben, wohl aber optische Anpassungen. Neben solchen, die man freischaltet, wird es auch Skins geben, die mit Echtgeld zu erstehen sind. Abgesehen davon soll das Spiel aber frei von Mikrotransaktionen bleiben. So das stimmt, sind wir zufrieden - das Erscheinungsbild unserer Gefährte wirkt auf uns in einem Spiel dieser Art nur bedingt relevant.

Viel-zu-nah-Verkehr

Wer nicht aufpasst, rast schnell einmal mit Hochgeschwindigkeit gegen die Wand und geht in Flammen auf. Quelle: Wired Production Limited Wer nicht aufpasst, rast schnell einmal mit Hochgeschwindigkeit gegen die Wand und geht in Flammen auf. Auf den Strecken wird übrigens nicht nur gefahren, sondern auch gekämpft; Nahkontakt mit unseren Kontrahenten ist quasi Pflicht. Nur, wer drängelt, schubst und sich generell wenig fair verhält, landet schlussendlich am Siegertreppchen. Außerdem haben wir auch noch Zugriff auf allerlei fiese Helferlein, die wir aufsammeln und anschließend verwenden können. In bester Mario Kart-Manier heizen wir unseren Widersachern mit Items ein, wenngleich anstatt mit roten Panzern und Bananenschalen mit Maschinengewehren, Lenkraketen und mehr. Auch schön: Durch defensive Gegenstände wie temporäre Schilder können wir uns unsererseits gegen feindliche Attacken schützen.

Dadurch erhalten die Rennen eine leichte strategische Note, noch mehr aber wirkt sich die Tatsache aus, dass wir zwei Items auf einmal halten können. Wer will, verwendet diese einfach normal. Halten wir den Knopf eines der Helferlein gedrückt, wird dessen Power jedoch multipliziert, wobei jedoch der zweite Gegenständ geopfert wird. Durch die Aufladezeit und den Wegfall des zweiten Items kann sich also auch wieder ein Nachteil für uns ergeben. Ein nettes Risk-and-Reward-System!

Offene Fragen

Unsere Gefährte verfügen über keine fixe Ober- und Unterseite, sondern können in beiden Ausrichtungen fahren. Quelle: Wired Production Limited Unsere Gefährte verfügen über keine fixe Ober- und Unterseite, sondern können in beiden Ausrichtungen fahren. Alle bisherigen Ausführungen beziehen sich auf das Schnelle Spiel. Wie in allen Spielmodi mit anderen Teilnehmern auf der Strecke wird man zwischen vier verschiedenen Schwierigkeitsgraden wählen können - und auch gemeinsam mit echten Menschen loslegen können. Einerseits natürlich online, andererseits aber auch im Splitscreen für bis zu vier Teilnehmer. Heutzutage leider keine Selbstverständlichkeit mehr! Schlechte Nachricht für Switch-Besitzer: Auf der Nintendo-Plattform können nur zwei Freunde auf einer Konsole auf einmal ran.

Über den Großteil der Spielmodi, allen voran den Kampagnen-Singleplayer, schweigen sich die Entwickler derzeit noch aus. Wohl aber durften wir aber aber wie erwähnt in der Spielvariante Carcours ran. Hier gilt es lediglich die Zeit zu schlagen - wenn man es denn überhaupt schafft, ans Ende der Strecke zu gelangen. Gewagte Sprünge, riesige Rampen, Loopings, enge Passagen und mehr zeichen diesen Spielmodus aus. Oft genug ist es zudem zusätzlich notwendig, mit genügend Geschwindigkeit vorzugehen, wenn etwa ein Streckenabschnitt erfordert, dass wir an der Decke fahren. Ultra-herausfordernd, aber potenziell sehr spaßig!

Die verschiedenen Strecken des Spiels sind gut gestaltet, grafisch jedoch unterscheiden sie sich zu wenig. Quelle: Wired Production Limited Die verschiedenen Strecken des Spiels sind gut gestaltet, grafisch jedoch unterscheiden sie sich zu wenig. Wir rechnen angesichts der Machart dieser Herausforderungen und der grafisch simplen Gestaltung fest damit, dass es im fertigen Spiel auch einen Level-Editor geben wird, in dem wir selbst höllisch-schwere Carcours gestalten können. Apropos Grafik: Technisch umgehauen hat uns Grip bis dato noch nicht. Die Strecken sind zwar thematisch abwechslungsreich gestaltet, wirken aber doch etwas austauschbar, zudem würde ein Spiel dieser Art unserer Meinung nach ruhig etwas mehr Farbe vertragen. Auch in Sachen Texturenqualität und Effekten wirkt das alles nicht ganz auf der Höhe der Zeit.

Aber wie erwähnt läuft das Geschehen dafür stets flüssig und angesichts der Tatsache, dass dem Entwicklerteam offensichtlich nicht das größte Budget zur Verfügung steht, geht die Grafik schon in Ordnung. Wo sich Grip noch beweisen muss, ist in Sachen Langzeitmotivation. Gerade, weil wir noch nicht den vollen Modiumfang kennen, können wir noch nicht abschätzen, auf wie lange Sicht die futuristische Raserei zu motivieren weiß. Wir sind aber guter Dinge, dass die Entwickler hier ordentlich liefern; nicht zuletzt, da sie dank Early Access im ständigen Kontakt mit den Grip-Fans stehen und deren Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge konstant in die Entwicklung einfließen lassen.

Meinung

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