Gran Turismo: Sport: Die Preview zum rasanten Ableger
Special
Kazunori Yamauchi lässt keine Gelegenheit aus, um sein neues Baby vorzuzeigen. In Genf konnten wir Gran Turismo: Sport testen.
In diesem Artikel
Gran Turismo ist der Ferrari der Videospiele. Ein Mythos. Ein Name, der Herzen höher schlagen lässt. Aber genauso, wie der Stern von Ferrari in der Formel 1 die letzten Jahre etwas verblasst ist, hatte auch Gran Turismo schon bessere Zeiten erlebt. Während GT 5 und 6 unter ungewohnten Schwächen litten, zogen Marken wie Forza Motorsport oder Project Cars links und rechts an dem selbsternannten "Real Driving Simulator" vorbei. Durch die lange Entwicklungszeit - der letzte Teil ist vor vier Jahren erschienen - sind die Erwartungen an Gran Turismo: Sport enorm hoch. Zudem hat das Team um Kazunori Yamauchi ohnehin stets den persönlichen Anspruch, Maßstäbe zu setzen. Erwartet uns also das Über-Rennspiel?
Im Rahmen des Genfer AutoSalons durften wir Yamauchi zu seinem neuen Spiel befragen und zugleich Hand an eine aktuelle Demo von Gran Turismo: Sport legen. Überdies konnten wir in den letzten Wochen viele Eindrücke aus der Closed-Beta-Version sammeln, die bislang ausschließlich in den USA veröffentlicht wurde.
Quelle: Sony
Einzigartige Landschaften.
Fair Drive
Spät bremsen und Kontrahenten als Prellböcke nutzen. Rivalen von der Strecke schubsen. Seine Platzierung ohne Rücksicht auf Verluste verteidigen. Wahrscheinlich kann sich kein Couch-Raser gänzlich von einer solchen Fahrweise freisprechen - wir zumindest nicht. In Gran Turismo: Sport wirken sich rüde Aktionen auf euren Fairnesswert aus. Dieser wiederum fließt in die QualifikationsKriterien für eure Rennlizenz ein, die Entwickler Polyphony Digital gemeinsam mit dem Automobilweltverband FIA an GT: Sport-Spieler verteilt. Natürlich muss man zusätzlich noch weitere Kriterien erfüllen und nicht zuletzt exzellente Rundenzeiten erzielen.
Quelle: Sony
High-Dynamic-Range-Lichtkegel: Besitzer von PS4 Pro und UHD-Fernseher profitieren von brillanten HDR-Effekten, die sich zum Beispiel im Tokioter Tunnel zeigen. (
Den Top-Fahrern winkt dann aber die Zulassung zu echten Rennstrecken. Der Haken: Deutsche Streckenbetreiber fehlen bislang unter den 22 Nationen, die mit Polyphony und der FIA zusammenarbeiten. Inwiefern sich der Fairnesswert auch auf die Kampagne in Gran Turismo: Sport auswirkt, ist bislang nicht bekannt. Wir können uns aber vorstellen, dass eine faire Fahrweise die Boni am Ende eines Rennens erhöht - das wäre eine feine Sache.
Damit Einsteiger auch ohne rücksichtslose Aktionen erfolgreich sein können, dürfen sie wie gewohnt in der Anfängerschule erlernen, wie man Kurven optimal fährt, die idealen Bremspunkte findet und ohne Zeitverlust driftet. Im Abschnitt "Streckenerfahrung" lassen sich die 19 enthaltenen Rennstrecken abschnittsweise umrunden. Hier kann man jede Kurve und jede Schikane so lange absolvieren, bis man sie perfekt durchquert. Yamauchis Team ist auch diesmal daran gelegen, dass Spieler nicht nur nach den schnellsten Autos und besten Leistungs-Upgrades Ausschau halten, sondern vor allem durch fahrerisches Können die entscheidenden Zehntelsekunden herausholen.
für das deutsche vaterland
Die Kampagne hält mehr als 100 Aufgaben für euch bereit. Dazu gehören normale Platzierungsrennen, aber auch Drift- oder Slalom-Events. Laut
Quelle: Sony / Polyphony Digital
Aufholjagd
Kazunori Yamauchi soll die Karriere aber lediglich als Vorbereitung auf den Sport-Modus dienen, der euch online gegen menschliche Mitstreiter um die Wette rasen lässt. Im Nation's Cup vertretet ihr euer Herkunftsland, im Manufacturer's Cup euren Lieblingshersteller. Das Matchmaking bezieht neben den bisherigen Erfolgen auch den Reputationswert ein. Von einem Ligasystem oder ähnlichem haben wir bislang allerdings noch nichts gesehen. Prima: Seid ihr gerade in Berieselungsstimmung, dürft ihr euch auf Gran Turismo Sport Live offizielle Rennen anschauen. Diese werden von professionellen Kommentatoren untermalt und wie bei einer TV-Übertragung von virtuellen Kameras festgehalten.
