Gotham Knights im Test: Und dafür ist Batman draufgegangen?
Test 53,99 €
Mit Gotham Knights möchte Warner Bros. an die immensen Erfolge der gefeierten Arkham-Reihe von Rocksteady anknüpfen, verzichtet dabei aber auf den legendären DC-Helden und dunklen Rächer Batman. Die Bat-Familie, verkörpert durch Nightwing, Batgirl, Robin und Red Hood, versucht verzweifelt die riesige Lücke zu füllen. Ob Gotham City ähnlich begeistern kann, wie das in der Vergangenheit bei den Arkham-Spielen der Fall war, oder die Nacht bereits verloren ist? Wir klären's im großen Test!
Batman, der unermüdliche Beschützer Gothams, ist ein für alle Mal tot. Zumindest im neuesten DC-Videospiel Gotham Knights (jetzt kaufen 300,00 € / 53,99 € ), das von WB Games Montréal für New-Gen-Konsolen, also Xbox Series X/S und Playstation 5, sowie für den PC veröffentlicht wurde. Der inoffizielle Nachfolger der gefeierten Arkham-Reihe von Rocksteady, die 2009 mit Arkham Asylum ihr eindrucksvolles Fledermaus-Cape aufschlug, setzt auf viele Neuerungen und, zumindest auf den ersten Blick, interessante Story-Ideen. Das Batman-Universum hat schließlich deutlich mehr zu bieten als die x-te Detektivgeschichte über den oftmals so isolierten und auf sich gestellten Bruce Wayne.
Neben den offensichtlichsten Änderungen, wie dem Verzicht auf Batman als Hauptfigur sowie der Etablierung von vier "neuen" Charakteren in Form von Nightwing, Batgirl, Robin & Red Hood, fallen etliche weitere Umbauten in die Detektivlinse. Manche davon besser versteckt, als man meinen würde. RPG-Elemente, ein starker Multiplayer-Fokus, ein neues Kampfgefühl abseits des Freeflow-Systems der Arkham-Reihe ... das nagelneue Gotham City aus dem Jahre 2022 erinnert nie so richtig an die Open-World der Rocksteady-Trilogie - leider. Die ist aber dennoch omnipräsent wahrzunehmen.
Wir klären im Test, warum Gotham Knights mehr Fragezeichen aufwirft als der Riddler und stark an ein Videospiel erinnert, das überhaupt nichts mit der Arkham-Reihe oder Batman zu tun hat.
In diesem Artikel
- Seite 1 Gotham Knights im Test: Und dafür ist Batman draufgegangen!?
- Seite 2 Gotham Knights im Test: Und dafür ist Batman draufgegangen!? (Seite 2)
- Seite 3 Gotham Knights im Test: Und dafür ist Batman draufgegangen!? (Seite 3)
- Seite 4 Gotham Knights im Test: Und dafür ist Batman draufgegangen!? (Seite 4)
- Seite 5 Gotham Knights im Test: Und dafür ist Batman draufgegangen!? (Seite 5)
- Seite 6 Bildergalerie
Die Fledermaus ist tot ... lang lebe die Fledermaus!
Der rote knapp 25-stündige Story-Faden von Gotham Knights ist recht schnell aufgedeckt. In einer ellenlangen Intro-Sequenz wird uns der gar nicht mal so tragische Tod von Batman vor Augen geführt. Auf einer geheimen Mission trifft Bruce auf den Superbösewicht Ra's al Ghul und sieht schlussendlich nach einem längeren Zweikampf keinen anderen Ausweg, als sich und seinen Rivalen unter der Bat-Höhle zu begraben. Wie konnte das denn passieren? Und woran hat Batman vor seinem Tod ermittelt? Warum gibt es keine Aufzeichnungen im Bat-Computer? Und wieso hat Bruce mit der unkalkulierbaren Harley Quinn zusammengearbeitet?!
Ihr könnt es euch denken: Fortan ist es unsere Hauptaufgabe, die vielen Fragezeichen in und um Gotham aufzudecken. Dabei dürfen wir die Geschichte aus Sicht eines der vier Gotham Knights erleben, haben aber stets im Glockenturm die Möglichkeit, in einen neuen Charakter einzutauchen. Zusätzlich werden wir tatkräftig von Batmans Freunden unterstützt. Egal, ob durch den beliebten Butler Alfred Pennyworth, Technologie-Experte Lucius Fox oder Polizistin Renee Montoya, eine der letzten ihrer Art, die unserem Heldenteam positiv gesinnt ist. Vollkommen auf uns allein gestellt sind wir also nie. Selbst dann nicht, wenn wir auf den groß angepriesenen Multiplayer verzichten.
Quelle: PC Games
Ohne Alfred, ohne mich: Ein Spiel ohne Batman im Batman-Universum kann natürlich nicht ohne Alfred funktionieren. Der liebevolle und smarte Unterstützer der Bat-Familie bietet nicht nur Hilfe bei den Ermittlungen, er ist auch emotionaler Support - hach, schön.
Im weiteren Verlauf darf man sich natürlich - wie sollte es anders sein - auf einige berühmte DC- und Batman-Bösewichte freuen, die ihre ganz eigenen Pläne in Gotham verfolgen und die Lücke, die Batman hinterlassen hat, für ihre Zwecke nutzen möchten. Harley Quinn wurde bereits im Vorfeld groß von den Entwicklern angedeutet, ebenso der mysteriöse Rat der Eulen, der das Zentrum der Handlung einnimmt. Überdies sind aber auch der Pinguin, Mr. Freeze und einige weitere Schurken mit von der Partie. Genauer auf den narrativen Unterboden eingehen möchten wir an dieser Stelle nicht, da es sonst zu spoilerlastig wird. Gotham Knights bietet zu wenige Highlights, die wollen wir euch natürlich nicht vermiesen.
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