Google Stadia: Spiele, YouTube und Co
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Google hat nun auch offiziell die ersten Details wie Preise und Abomodelle zu seinem Cloudgamingdienst Stadia bekanntgegeben, der für Frühbucher im November 2019 startet. Wir fassen für euch zusammen, was Google Stadia bietet, was man dafür benötigt und welche Abos und Spiele es gibt. Außerdem erklären wir auch allgemein, was es mit Cloudgaming auf sich hat, und welche Vor- und Nachteile es dabei gibt.
Google Stadia- die Spiele
Google wird, zumindest vorerst, keine Exklusivtitel für Stadia bieten. Vermutlich scheut Google das finanzielle Risiko eines dafür nötigen Blockbusters und sieht zu wenig Zusatzeinnahmen durch die Nutzer, die sich einzig und allein wegen eines solchen Titels Stadia zuwenden würden. Google könnte aber ohne weiteres eine riesige Menge an neuesten Blockbuster PC-Games anbieten - was allerdings nur teilweise der Fall sein wird.
Zum Start sind insgesamt 30 Titel im Angebot von Stadia, von denen ein Teil auch für die Dauer des Abos im Pro-Abo inklusive ist. Immerhin werden die mutmaßlichen Blockbuster Baldur's Gate und Borderlands 3 mit dabei sein, hinzu kommen bereits veröffentlichte und relativ neue Titel wie Metro Exodus, Mortal Kombat 11, Rage 2, Shadow of the Tomb Raider und Tom Clancy's The Division 2. Alle Stadia-Titel findet ihr auch in unserer News vom Donnerstag sowie auch weiter unten in unserer Aufzählung. Rockstar Games, die Macher von GTA und Red Dead Redemption, wird wohl noch zur Stadia-Familie hinzustoßen.
In diesem Artikel
Quelle: Bethesda
Einer der Stadia-Titel ist Rage 2
Einige der 30 Spiele sind im Pro-Abo mit dabei, wobei noch nicht klar ist, um welche es sich dabei handelt. Nicht im Abo enthaltene Titel gibt es nur als Kauf. Über Preise der einzelnen Games ist noch nichts bekannt - es kann freilich sein, dass Google relativ günstige Preise anbieten will, was für eine größere Menge von aktuelleren AAA-Titeln hinderlich ist, da die Publisher ihre Spiele nicht - übertrieben gesagt - verscherbeln wollen, aber auch, da sie natürlich beispielsweise mit Steam bereits bestehende Verträge haben. Selbstverständlich sollen im Laufe der Zeit weitere Spiele zu Stadia hinzukommen. Bestätigt sind bisher folgende Spiele:
Assassin's Creed Odyssey - Baldur's Gate 3 - Borderlands 3 - Darksiders Genesis - Destiny 2 - Doom - Doom Eternal - Dragon Ball Xenoverse 2 - Farming Simulator 19 - Final Fantasy XV - Football Manager - Get Packed - GRID - Gylt - Just Dance - Metro Exodus - Mortal Kombat 11 - NBA 2K - Power Rangers Battle for the Grid - Rage 2 - Rise of the Tomb Raider - Samurai Showdown - Shadow of the Tomb Raider - The Crew 2 - The Elder Scrolls Online - Tom Clancy's Ghost Recon Breakpoint - Tom Clancy's The Division 2 - Tomb Raider Definitive Edition - Thumper - Trials Rising - Wolfenstein: Youndblood
Auch wenn keine Flut an aktuellen Blockbustern dabei ist: Nüchtern betrachtet könnte sich das Spieleangebot durchaus lohnen, wenn drei oder vier der für Euch interessante Games auch per Abo spielbar sind. Wenn Ihr diese dann innerhalb von wenigen Monaten durchspielt und nur für diese Zeit ein Abo abschließt, zahlt Ihr weniger, als wenn Ihr die Spiele kaufen würdet. Wichtig ist dabei, dass auf technischer Seite alles glattläuft - zu diesem Thema kommen wir später noch, wenn wir uns um Cloudgaming im Allgemeinen kümmern.
YouTube und Servererfahrung als Multiplikator
Mit YouTube hat Google eine Video- und Livestreaming-Plattform mit einer riesige Reichweite. Dies will Google auch für Stadia nutzen - so sollen in YouTube-Videos Links platzierbar sein, die man als Stadia-Nutzer aufrufen kann, um automatisch in die dort vom YouTuber gezeigte Situation des Spiels "gebeamt" zu werden. Ebenso wird es für YouTuber, die ein per Stadia laufendes Multiplayerspiel live übertragen, möglich sein, Zuschauer direkt mit in die Multiplayer-Partie einzuladen. Wovon Stadia ebenfalls profitieren könnte ist die langjährige Erfahrung mit Serversoftware, Algorithmen und Datenverarbeitung durch die Google-Suchmaschine, bei der Nutzer ja in Bruchteilen einer Sekunde bereits Ergebnisse präsentiert bekommen.
Quelle: Google Playstore Stadia
Google Stadia Controller
Denn für die Spiele und eine Minimierung der Latenz (dazu später mehr) wird Google vermutlich auch künstliche Intelligenz und Algorithmen nutzen, die beim Berechnen der Bilder die Server unterstützt. Somit hat man auf Seiten der Server möglichst schnell und möglichst viele neue Bilder pro Sekunde zur Verfügung, um diese zum Nutzer zu senden. Mit Hilfe von Deep Learning könnten beispielsweise auch Bilder oder Teile von Bildern quasi im vorhergesagt werden - vor einem knappen Jahr berichteten wir ja bereits über ein Projekt von Google, bei dem durch Deep Learning aus einer 2D-Szene ein 3D-Szenario erstellt werden kann. Auch Nvidia arbeitet an Deep Learning-Techniken, damit die Grafikkarte Bestandteile des Bildes nicht komplett berechnen muss, sondern per Datenbanken auf Ergebnisse durch Deep Learning zurückgreifen kann. Mit Deep Learning bezeichnet man den Vorgang, durch den Algorithmen sich quasi selbst optimieren, indem sie mit immer wieder neuen Datensätzen arbeiten. Je mehr Basisdaten die künstliche Intelligenz kennengelernt hat, desto exakter werden die Vorhersagen beziehungsweise Ergebnisse.
