Good bye, Lenin! Deluxe 3-Disc Edition

Test

Auf einen Erfolg hoffte Wolfgang Becker durchaus. Dass dieser dann seine kühnsten träume übertraf, damit hatte auch der Regisseur nicht gerechnet

Good bye, Lenin! Deluxe 3-Disc Edition Mit den Preisen, die "Good bye, Lenin!" einheimste, ließen sich Schränke füllen. Im Dezember 2003 wurde die Produktion als bester ausländischer Film für den "Golden Globe" nominiert. Bei der "Globe"-Verleihung im Januar 2004 ging er allerdings leer aus, womit auch die Hoffnungen auf einen "Oscar" bei der Vergabe am 29.02.2004 geschwunden sind.

Nach der im September 2003 erschienenen Einzel-DVD wird nun eine Deluxe 3-Disc-Edition nachgelegt, die massenhaft zusätzliches Bonus-Material enthält.

Auf der ersten Disc sind keine Unterschiede festzustellen. Zentraler Bestandteil der Special Features ist nach wie vor der während des Film zuschaltbare Inter/Kosmodus mit zusätzlichen Infos in Form von kleinen Making of-Dokus, Texttafeln, Kurzfilmen, gekürzten Szenen u.m. Ebenfalls enthalten ist das Mini-Making of und die zwei Audiokommentare von Wolfgang Becker und den Schauspielern Daniel Brühl, Katrin Saß und Florian Lukas.

Neues gibt es auf der zweiten Disc: "Genau so war?s" nennt sich das erste von vier Making ofs. Das ca. einstündige Special dreht sich um die geschichtlichen Ereignisse und wie diese Eingang in den Film fanden. Neben Becker, Daniel Brühl, Maria Simon u.a. kommt hier auch der Archivar Michael Konstabel zu Wort, der die historischen Fakten für den Film recherchierte.

"J'ador le Cinéma" beschäftigt sich in knapp 16 Min. mit dem Musik-Score von Yann Tiersen. "Lenin lernt fliegen" (ca. 20 Min.) zeigt, dass sich in diesem Drama erstaunlich viele Spezial-Effekte verbergen.

Das vierte Feature auf Disc 2 trägt den Titel "Aktuelle Kamera" und zeigt Denis´ (Florian Lukas) gelungenen Auftritt als Nachrichtensprecher uncut (ca. 8 Min.).

Die dritte Disc startet mit einem 71 Minuten langen Making of. Aufgeteilt in die einzelnen Drehtage gewähren Cast & Crew-Mitglieder tiefere Einblicke in die Produktion und die Probleme, mit denen sich die Beteiligten konfrontiert sahen.

Weiterhin gibt es zehn deleted Scenes, die optional mit einem Kommentar von Wolfgang Becker und Tom Tykwer angesehen werden können (ca. 48 Min.). Unkommentiert beträgt die Laufzeit ca. 23 Min.

Als weiteres Extra findet sich eine Spiegel TV-Reportage zum Mauerfall. In ca. 60 Min. lässt die Redaktion die bahnbrechenden Ereignisse im Jahr 1989 noch einmal Revue passieren und wirft auch einen Blick auf die historischen Hintergründe. Außerdem wird noch eine Polaroid-Galerie mit etwa 60 Fotos geboten, die während der Filmproduktion geschossen wurden. MS

Fazit

Film-Check: Regisseur Wolfgang Becker setzte das Schicksal einer Ostberliner Familie im Wendejahr 1989 mit viel Ironie und guter Recherche, aber auch einigen Längen um. International verbuchte der Film durchschlagenden Erfolg. Wer sich gerne mit einem Augenzwinkern an die jüngere deutsche Geschichte erinnern will, der ist mit "Good Bye, Lenin!" hervorragend bedient.
DVD-Fazit: Wer sich den DVD-Kauf von "Good Bye, Lenin!" bislang verkneifen konnten, dem sei diese Edition trotz ihres recht hohen Preises und der Tatsache, dass sich bei der Qualität von Bild und Ton nichts geändert hat, ans Herz gelegt. Vor allem für Filmliebhaber dürfte die neue Version Pflicht sein. Die Extras liefern höchst informative Einblicke in die Entstehung dieser Produktion.

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