Gods will Fall im Test: Der Kampf gegen die Götter wird zum Kampf gegen den Zufall

Test Matthias Dammes
Gods will Fall im Test: Der Kampf gegen die Götter wird zum Kampf gegen den Zufall
Quelle: PC Games

Im Action-Abenteuer Gods will Fall der Entwickler von Clever Beans mit Anleihen aus Souls-Like- und Rogue-Like-Spielen, will eine achtköpfige Gruppe von wackeren Kelten ihren Göttern an den Kragen. Wir haben getestet, ob und wie ihnen das gelingt. Dabei sind wir einem Gegner begegnet, der uns deutlich mehr Kopfzerbrechen bereitet hat, als die Götterwesen.

Die Welt der Menschen wird von grausamen Göttern beherrscht, die ihre Untertanen bis zum letzten Ausbeuten und sie in absolute Hörigkeit zwingen. Doch irgendwann haben die Menschen genug. Sie lehnen sich gegen ihre Götter auf. Um ihrer Schreckensherrschaft ein Ende zu bereiten, stellen sie eine Streitmacht zusammen und schicken sie mit einer Armada von Schiffe zu den fernen Landen, in dem die mächtigen Überwesen hausen. Doch schon auf dem Weg bekommen die Menschen den Zorn der Götter zu spüren. Ein gewaltiger Sturm reibt die Flotte der mutigen Kämpfer auf. Nur acht Krieger schaffen es lebend an die Ufer des Lands der Götter. Es ist nun an diesen wackeren Recken, für die Freiheit der Menschheit zu kämpfen.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle findest du externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Abwechslungsreiche Kämpfe

Damit ist im Großen und Ganzen die Hintergrundgeschichte von Gods will Fall umrissen, die aber nicht mehr als ein Aufhänger für das Spiel ist. Viel mehr Story gibt es im weiteren Spielverlauf nämlich nicht. Mit den acht gestrandeten Kriegern gilt es nun in die Reiche oder Dungeons der zehn verschiedenen Götter vorzudringen, dort dessen Schergen zu besiegen und schließlich das mächtige Wesen selbst zur Strecke zu bringen. Aus unerfindlichen Gründen, darf sich aber immer nur einer unserer Kämpfer in einem Dungeon aufhalten.

Jeder Waffentyp spielt sich anders und die Gegner treten in vielen verschiedenen Arten mit unterschiedlichen Angriffsmustern auf. Quelle: PC Games Jeder Waffentyp spielt sich anders und die Gegner treten in vielen verschiedenen Arten mit unterschiedlichen Angriffsmustern auf. Also müssen wir am Eingang auswählen, welcher unserer Krieger den Gott herausfordern soll. Die Figuren verfügen dabei über unterschiedliche Werte bei Lebenskraft, Stärke und Geschwindigkeit. Außerdem können sie über verschiedene Waffenarten wie Schwerter, Beile und Speere sowie einige spezielle Fähigkeiten verfügen. Jede Waffenart spielt sich dabei anders. Mit einem Speer greift man bevorzugt mit einem schweren Hieb aus größtmöglicher Entfernung an, während leichte Angriffe nur zum Unterbrechen des Gegners dienen. Mit einem Schwert setzt man dagegen bevorzugt auf leichte Angriffe, die bei ausreichend Geschwindigkeit des Kämpfers den Gegner permanent unterbrechen und somit keine Chance lassen.

So einfach wie es klingt, ist es aber bei weitem nicht. Denn es gibt jede Menge verschiedene Gegnertypen, die jeweils anderen Angriffsmuster haben. Entsprechend gilt es sich permanent anders auf die Gegner einzustellen. Da Treffer schnell sehr viel Lebenspunkte kosten können, ist neben den Angriffen auch das Ausweichen in ständigem Gebrauch. So bekommen die Kämpfe schon fast einen Souls-like-Charakter. Sobald uns ein Gegner zur Strecke bringt, bleibt der betreffende Charakter in der Welt gefangen und befinden uns wieder am Eingang bei unseren restlichen Kriegern. Nun können wir einen neuen Angreifer wählen, der den Dungeon von vorne beginnt. Sollte es ihm gelingen, den Gott am Ende zu besiegen, werden auch alle zwischenzeitlich in seiner Welt gefangenen Kämpfer wieder freigegeben. Vor dem Dungeon wählen wir einen Kämpfer aus. Die Zusammensetzung unserer achtköpfigen Truppe ist völlig zufällig. Quelle: PC Games Vor dem Dungeon wählen wir einen Kämpfer aus. Die Zusammensetzung unserer achtköpfigen Truppe ist völlig zufällig.

Der Zufall regiert

Ob uns das gelingt hängt aber nicht nur von unserem Können um Umgang mit den Kämpfern ab. Denn in Gods will Fall (jetzt kaufen 24,99 € ) spielt der Zufall eine verdammt große Rolle, die für unseren Geschmack viel zu groß ausfällt. Das beginnt bereits mit der Zusammenstellung unsere acht Krieger zu Beginn des Spiels. Welche Werte, Waffen und Fähigkeiten diese besitzen ist völlig zufällig ausgewürfelt. So kann es passieren, dass wir zum Beispiel einige Waffenarten gar nicht vertreten haben oder die Werteverteilung eher suboptimal ausfällt.

Einer der zehn Götter im Spiel. Welcher von ihnen der einfachste oder schwerste ist, wird zufällig bestimmt. Quelle: PC Games Einer der zehn Götter im Spiel. Welcher von ihnen der einfachste oder schwerste ist, wird zufällig bestimmt. Der nächste große Zufallsfaktor ist dann die Schwierigkeit der einzelnen Götterdungeons. Es ist im Spiel keine Reihenfolge vorgegeben, in welcher man die einzelnen Abschnitte angehen soll. Stattdessen wird bei jedem Spielstart aufs Neue zufällig bestimmt, welche Schwierigkeit in jeder einzelnen Welt zu erwarten ist. Ein Gott der in der letzten Partie noch recht einfach war, kann beim nächsten Spiel schon wieder knallhart sein. Das Problem dabei ist, dass man nicht erkennt, welches Niveau ein Dungeon hat, bevor man einen Krieger hineingeschickt hat. So probiert man zunächst einige der Gottwelten aus und verliert so schon auf der Suche nach einem im Schwierigkeitsgrad geeigneten Dungeon einen Großteil seiner Kämpfer. Das macht das weitere Vorgehen nicht gerade einfacher, oder manchmal auch kaum noch möglich.

Spieler ohne Einfluss

Zu guter Letzt schlägt der Zufall auch zu, wenn wir es doch einmal geschafft haben einen der Götter zu bezwingen. Zur Belohnung verbessern sich unsere Kämpfer nämlich. Aber nicht gleichmäßig, oder vom Spieler bestimmt, sondern ebenfalls völlig zufällig. Ob für den begünstigten Krieger nun gerade Geschwindigkeit sinnvoll ist oder nicht, wir können es nicht beeinflussen. Das gleiche gilt für Waffenupgrades. Für einen erfolgreich abgeschlossenen Dungeon bekommen wir eine Hand voll Waffen, einige davon in besserer Qualität als die bisherigen. Welche Waffenarten uns dabei angeboten werden ist auch wieder völlig zufällig. Wenn wir, wie in einem Beispiel zuvor schon erwähnt, zum Beispiel von Anfang an keinen Kämpfer einer bestimmten Gattung dabeihaben, oder diese noch in anderen Dungeons gefangen sind, haben wir Pech gehabt und es muss ohne Upgrade weitergehen. Dabei wären Verbesserungen ja essentiell wichtig, um in den schwierigeren Welten voran zu kommen.

So besteht viel des Spiels aus Probieren und dem Hoffen auf einen gnädigen Zufallsgenerator. Eine gewisse Frusttoleranz ist ebenfalls zu empfehlen. Zwar liegt es in der Hand des Spielers seine Kampfkünste stets zu verbessern, um gegen die Gegner der einzelnen Spielabschnitte bestehen zu können. Wenn aber dann die Belohnung für eventuelle Erfolge wieder nicht so ausfällt, dass man gestärkt den nächsten Abschnitt angehen kann, kommt schnell Enttäuschung auf. Dabei müsste das Spiel vor allem spielerisch überzeugen, denn optisch macht es kaum etwas her. Die Figuren und Umgebungen sehen Detailarm aus, Texturen wirken häufig matschig. Immerhin kostet das Spiel nur einen schmalen Taler von 25 Euro. Wer sich also von der wenig aufwendigen Optik und dem übermächtigen Zufallsfaktor nicht abschrecken lässt, kann sich ja mal an den abwechslungsreichen Kämpfen versuchen.

Meinung

Wertung zu Gods will Fall (PC)

Wertung:

6.0 /10

Wertung zu Gods will Fall (PS4)

Wertung:

6.0 /10

Wertung zu Gods will Fall (NSW)

Wertung:

6.0 /10

Wertung zu Gods will Fall (XBO)

Wertung:

6.0 /10
Pro & Contra
Verschiedene Waffengattungen, die sich unterschiedlich spielenVielfältige Gegner mit verschiedensten AngriffsmusternBeeindruckende Bossmonster
Zufall bestimmt große Teile des SpielsMit Pech kann ein Spieldurchgang von Anfang an zum Scheitern verurteilt seinWenig StoryOptisch nicht zeitgemäß

Bildergalerie

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk