Große Studios sollten mehr AA- und Indie-Games anstatt AAA entwickeln, empfiehlt Produzentin von God of War
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Jüngst hat sich die Produzentin von God of War: Ragnarök zur Lage der Videospielindustrie geäußert.
Neulich hat sich Morgan Juinio in einem Interview zur Strategie großer Gaming-Publisher geäußert. Juinio war nicht jahrelang als Co-Chefin beim Santa Monica Studio aktiv, sondern unter anderem als Produzentin für das äußerst erfolgreiche God of War: Ragnarök verantwortlich. Glaubt man ihrer Einschätzung, so sollte man den Fokus vermehrt auf kleine Titel statt auf überladene Blockbuster legen.
Mehr AA- und Indie-Games?
"Ich denke, es gibt aktuell eine Chance für uns alle, auf allen Ebenen, uns strategisch langfristig auszurichten - und es braucht vielleicht fünf oder zehn Jahre - [für eine Kurskorrektur] aufgrund der 'Jetzt oder nie'-Entscheidungen im Zuge der Pandemie", so Morgan Juinio im Interview mit Game Developer.
Damit möchte sie große AAA-Produktionen wie Call of Duty oder God of War keineswegs komplett über Bord werfen. So würden Blockbuster weiterhin eine Menge kreatives und finanzielles Potenzial in sich tragen. Gleichzeitig müsse die Branche das eigene Portfolio in diesen Zeiten immens diversifizieren, mit einem größeren Fokus auf Double-A, Single-A oder gar Indie-Projekte.
Als Paradebeispiele wirft Juinio Astro Bot oder Split Fiction in den Raum. Zwei Spiele, die absurde Blockbuster-Ambitionen gekonnt ignoriert und sich trotzdem erfolgreich in Szene gesetzt haben.
"Ich denke, die Spielerschaft hat sich ein wenig an wunderschöne Grafik und riesige Spielwelten gewöhnt. Es ist ja fast der Standard, richtig? Wenn ein Spiel keinen Spaß macht, dann ist es egal, wie schön es ist. Wenn ein Spiel nicht fesselt, dann wird es mit den Spielern nicht klicken."
Gerade bei den jüngsten Entlassungswellen trifft Juinio mit ihren Worten auf viel Zustimmung. Große Projekte mit horrend hohen Budgets beinhalten nicht nur das Potenzial für technische Patzer und elend lange Entwicklungszeiten, sondern gefährden nicht selten viele Arbeitsplätze. Es bleibt abzuwarten, wie die Industrie in den kommenden Jahren reagiert.
Quellen: Games Radar, Game Developer
