Schleimiger Lizenzmüll oder herzerwärmender Fan-Service? Die Antwort auf diese Frage ließ beim Test von Ghostbusters nicht lange auf sich warten.
Tja, die viel zitierte Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Macht das unterhaltsame und professionell produzierte Ghostbusters-Intro noch Lust auf mehr, merkt man dem eigentlichen Spiel die kurze Entwicklungszeit von weniger als einem Jahr deutlich an. Mit drei menschlichen oder KI-Kameraden durchstreift man in Twin-Stick-Shooter-Manier Museum, U-Bahn-Tunnel, Friedhof, Psychiatrie sowie andere von Gespenstern befallene Locations und jagt unzählige Standard-Geister sowie einige Bosse.
Quelle: Games Aktuell
Knüppelgeist:
Gelegentlich wechselt die Perspektive und lässt besondere Widersacher posieren. (PS4)
Der rechte Stick dient zum Zielen, mit dem linken lässt sich der Geisterjäger bewegen. Per Trigger feuert man die jeweilige Waffe ab. Was vor allem in einer Vierer-Kombo anfangs für eine launige Geisterstunde sorgt, zwingt die Spieler ob des sich ständig wiederholenden und auf Dauer eintönigen Spielablaufs aber viel zu schnell zu lautem Gähnen. Zwar verdient man sich durch eingesackte Geister ordentlich Ektoplasma, was für regelmäßige Levelaufstiege sorgt, doch die Waffen-Fortschritte sind derart marginal, dass dieser Motivationsfaktor quasi wertlos ist.
Jagt lieber Ratten!
Während die Entwickler mithilfe der Unreal Engine noch recht ansehnliche Schauplätze erschaffen haben, versagt der Titel letztlich in fast allen restlichen Punkten. Da sich das Spiel kaum am aktuellen Kinofilm orientiert, betreiben die Macher auch keinerlei Fan-Service. So könnten wir Ghostbusters noch nicht einmal empfehlen, wenn es ein Budget-Titel wäre. Dass Activision jedoch stolze 50 Euro für dieses Machwerk verlangt, ist ganz schön mutig. Die ersten Verkaufszahlen sind übrigens ernüchternd - Entwickler Fireforge musste schon wenige Tage nach dem Release des Spiels Insolvenz anmelden.
Entwickler: Fireforge Games | Hersteller: Activision | Sprache: Deutsch | Altersfreigabe: Ab 12
