Ghost of Tsushima Director's Cut: Ein prächtiger PC-Port - auch ohne PSN-Account!
Test
Die PC-Version des PS4-Klassikers Ghost of Tsushima ist seit Release ein Riesenerfolg. Der Port des Open-World-Action-Adventures gibt der ohnehin schon hübschen Grafik noch den letzten Feinschliff.
Mit Ghost of Tsushima Director's Cut findet ein weiteres Topspiel aus dem Hause Sony endlich seinen Weg auf den PC und das Steam Deck. Nach The Last of Us Part 1 und Horizon: Forbidden West freuen sich Steam-Nutzer über den nächsten PlayStation -Titel. Die Port-Experten von Nixxes Software bringen die PS5 Version auf Steam und in den Epic Games Store.
Dort bekommt ihr die Director's-Cut-Version mit der Iki-Island-Erweiterung und dem Koop -Zusatzmodus Legends. Für letzteren braucht ihr ein PSN-Konto, für die Singleplayer-Inhalte allerdings nicht - und die machen den Löwenanteil des tollen Pakets aus. Das Original aus dem Jahr 2020 war schon ein beinahe tadelloses Spiel und sieht auf dem PC jetzt noch hübscher aus als je zuvor.
Das Samurai-Abenteuer spielt im Japan des Jahres 1274. Die mongolische Armee, angeführt von Khotan Khan, fällt über die japanische Insel Tsushima her. Etwa 80 mutige Samurai versuchen, ihr Land vor den Angreifern zu verteidigen. In dieser erbitterten Schlacht lernt ihr den Protagonisten kennen - der Samurai Jin Sakai wurde nach dem Tod seines Vaters von seinem Onkel aufgezogen.
Die beiden schlagen sich gemeinsam gegen die Mongolen durch, während um sie herum ein Samurai nach dem anderen im Kampf fällt. Jin wird im Kampf verwundet und sein Onkel, Fürst Shimura, wird vom Khan gefangengenommen. Die Diebin Yuna versorgt die Wunden des jungen Samurai und gemeinsam mit ihr macht er sich auf den Weg, um Khotan Khan herauszufordern und seinen Onkel zu befreien.
Ehrenkodex der Samurai
Jin unterliegt im Kampf gegen den Khan und kommt geradeso mit dem Leben davon. Die Mongolen kämpfen mit schmutzigen Mitteln: Sie greifen aus dem Hinterhalt an und setzen Bomben oder andere Schwarzpulverwaffen im Kampf ein. Jin Sakai gerät in ein Dilemma zwischen seinen Samurai-Prinzipien und dem Wunsch der Befreiung seines Onkels.
Seine Retterin Yuna macht ihm klar, dass er die Besatzermacht nicht besiegen kann, wenn er sich an den Ehrenkodex der Samurai hält. Sie lehrt ihn, Gegner aus dem Hinterhalt zu erledigen. Der durch seine Gewissensbisse innerlich zerrissene Held bahnt sich seinen Weg durch die spannende Geschichte voller Wendungen, begleitet von einer Vielzahl interessanter Figuren.
Schwingt euer Katana!
Neben den vielen Begleitern bleibt das Katana der treuste Freund auf Jin Sakais Reise durch die offene Welt Tsushimas. Das Kampfsystem ist dabei schnell verstanden: Ihr führt starke und schnelle Hiebe aus und weicht gegnerischen Angriffen aus. Nach einer erfolgreichen Parade oder geschicktem Ausweichen holt ihr zum Gegenschlag aus.
Wenn ihr die Gegner nicht immer im direkten Schwertkampf besiegen möchtet, schlängelt ihr euch in typischer Stealth-Manier durch feindliche Lager und erledigt die Krieger aus dem Hinterhalt. Für beide Kampfmöglichkeiten schaltet ihr im Laufe des Spiels immer mehr Optionen frei.
Jin erlernt für Schleichangriffe den Umgang mit vielen nützlichen Hilfsmitteln, wie Wurfklingen oder Pfeil und Bogen. Im Laufe des Spiels schaltet ihr außerdem verschiedene Kampfhaltungen für das Katana frei. Die lassen sich im Kampf direkt umschalten. Das ist auch nötig, denn mit einfachem Button-Mashing kommt ihr nicht durch Ghost of Tsushima (jetzt kaufen 54,90 € ). Mit der Zeit werden die Schwertkämpfe durchaus fordernd, allerdings nie wirklich schwer oder unfair.
