Wahrheit oder Lüge? Mit seiner Autobiografie sorgte Game-Show-Erfinder Chuck Barris für eine neue Art der Legendenbildung. Regie-Debütant George Clooney und Hollywood-Drehbuch-Star Charlie Kaufman brachten die absurde Geschichte auf die Leinwand
Chuck Barris gehört zu den beliebtesten und umstrittensten TV-Stars der USA. Von seinen Fans wird er als Erfinder zahlreicher prominenter Game Shows vergöttert. Die Kritiker prophezeiten dem Abendland durch seine Unterhaltungssendungen den vorzeitigen Untergang. In den 60ern schrieb er mit den von ihm produzierten und z.T. auch moderierten TV-Shows Fernsehgeschichte.
1982 sorgte barris mit seiner Autobiografie für Furore. Weniger deshalb, weil er darin freimütig aus seinem Leben plauderte und sich selbst als hormongetriebenen Jungen beschrieb, dem nichts anderes übrig blieb, als zum Fernsehen zu gehen -- seiner Meinung die beste und schnellste Methode, um eine Frau flach legen zu können. Der eigentliche Skandal war die Behauptung, er habe als Agent der CIA 33 Menschen umgebracht. Ob das stimmt oder nicht, kam nie heraus.
Für den Film ist die Wahrheit allerdings auch gar nicht relevant. Schließlich ist dies genau jene Art von Geschichten, die Hollywood liebt und die sich folglich wunderbar in einem Film verarbeiten lassen. George Clooney war ursprünglich nur für eine Nebenrolle in "Geständnisse -- Confessions of a Dangerous Mind" vorgesehen. Sowohl Bryan Singer ("X-Men") als auch David Fincher ("Fight Club") waren für die Regie im Gespräch.
Als zunächst Mike Myers, der die Hauptrolle übernehmen sollte, absprang, dann der Finanzier und schließlich die Regisseure absagten, änderte sich das. Clooney übernahm die Produktion und beauftragte Charlie Kaufmann ("Being John Malkovich") mit dem Drehbuch.
Heraus kam ein Film mit Star-Besetzung: Sam Rockwell ist als durchgeknallter Entertainer Chuck Barris absolut überzeugend. Julia Roberts mimt die sexy Doppelagentin Patricia. Drew Barrymore schlüpfte in die Rolle von Barris´ Freundin Penny. Und George Clooney ließ es sich nicht nehmen, neben dem Regieposten auch die Rolle des geheimnisvollen Agenten Byrd zu übernehmen. Brad Pitt und Matt Damon standen ohne Gage für kurze Cameos zur Verfügung.
