Der 23. November 2023 stand im Zeichen der Musik. Die Philharmonie der Universität Wien spielte ein Benefizkonzert mit Klängen aus Genshin Impact und brachten die Welt von Teyvat in Österreichs Hauptstadt.
Gaming-Riese HoYoverse ist bekannt für seinen beliebten Live-Service-Titel Genshin Impact. Das MMORPG zählt in Deutschland zu den umsatzstärksten Spielen des Genres und setzte seit seiner Veröffentlichung im Jahr 2020 über 3 Milliarden Dollar um.
Im Rahmen des konzerneigenen Programms Impact4Music 2. brachte die Philharmonie der Universität Wien am 23. November 2023 die Musik aus Genshin Impact auf die große Bühne. Der ausgebuchte Konzertsaal fasste 1500 Gäste, die sich auf über 30 Stücke aus dem Soundtrack des Spiels freuen können.
200 Jungmusiker wagten an diesem Abend die Herausforderung, die Welt von Teyvat zu musikalischem Leben zu erwecken. Genshin Impact (jetzt kaufen ) hat sich nämlich nicht nur mit seinen Figuren, sondern auch mit seiner Musik einen Namen gemacht, die aus verschiedenen Regionen und Kulturen der Welt ihre Inspiration zieht.
Teyvat besteht aus sieben großen Nationen, deren Musik so unterschiedlich ist wie die Figuren, die Spieler während des Abenteuers treffen. "Ich möchte, dass die Spieler sich mit der Musik identifizieren können, die ihnen im Spiel alle Arten von Bildern in den Kopf zaubert", erklärt Dirigent Vijyah Upadhyaya, der das Orchester während der Vorstellung anleitete.
Bildergalerie
2016 kam Vijyah Upadhyaya mit chinesischer Musik in Berührung. Er komponierte im Auftrag des chinesischen Nationalorchesters eine Sinfonie mit dem Namen "Chan'An Men - Tor des dauernden Friedens".
Musik aus Genshin Impact, live in concert
Er lernte die chinesische Musik lieben, weswegen es nicht verwundert, dass HoYoverses Wahl auf ihn fiel, wenn es darum ging, die Stücke aus Genshin Impact live auf die Bühne zu bringen. "Die größte Schwierigkeit während der Vorbereitungen bestand darin, dem österreichischen Chor die chinesischen Texte beizubringen", scherzt er im Gespräch.
Die 1500 Gäste lauschten neben den Klängen klassischer Instrumente wie Piano, Klarinette, Geige und Bratsche auch jenen japanischer Instrumente. Große Taiko-Trommeln fanden ihren Platz neben der Koto, den Shakuhachi und dem Shamisen. "Es war die größte Herausforderung während der Umsetzung, die verschiedenen Spezialinstrumente in Harmonie zu bringen", erklärt der Dirigent.
Die westlichen Instrumente sind in ihren Klängen dominant, hingegen die asiatischen eher sanfter Natur sind. "Es ist aber diese Kombination, die den Soundtrack von Genshin so besonders macht", führt der Dirigent weiter aus.
Cosplay aus Genshin Impact
Selbstverständlich bot der Abend nicht nur etwas für die Ohren. Cosplay war erlaubt - und absolut gewünscht. Nahida-, Eula- und Raiden-Shogun-Cosplayer boten etwas fürs Auge und ließen Fan-Herzen höher schlagen.
Fotos und kurzes gemeinsames Posen gehörten natürlich ebenso dazu. Für das gewisse Extra auf den Schnappschüssen sorgte die eigens aufgestellte Statue des Drachen Dyalin. Die blaue Kreatur mit ihren schönen Schwingen verzauberte nicht nur auf den Bildern, sondern vor allem die Fans direkt vor Ort.
Auch die Moderatorin ließ es sich nicht nehmen, im Leynette-Cosplay vor das Publikum zu treten. Durch insgesamt vier Akte, die jeweils sieben bis acht Musikstücke enthielten, begleite "Leynette" die Gäste. Eine Show-Magierin sorgte bei dem ein oder anderem Lied für flammende Lichteffekte.
Selbst der Dirigent trat während der letzten beiden Stücke im Kostüm des beliebten Zhongli auf die Bühne. "Musik soll entdeckt werden, aber vor allem zusammenführen", sagt Upadhyaya. Dieses Kunststück ist mit dem Konzert absolut gelungen.
Für viele Fans war es der erste Genshin-Impact-Event ihres Lebens und die erste Möglichkeit, Freunde, die sie über das Spiel kennengelernt haben, im realen Leben zu treffen.
"Ich habe vor einem Jahr meinen besten Freund über Genshin getroffen", erzählt etwa die 20-jährige Ann-Marie Hofenstein. "Wir haben uns hier zum ersten Mal live und in Farbe gesehen", setzt sie fort. Sie sehe das Konzert auch als eine gute Möglichkeit, neue Kontakte zu anderen Spielern zu knüpfen und sich auszutauschen.
"Ein Konzert ist etwas Besonderes", meint der 36-jährige Markus Dürhagen. "Es ist erstaunlich, wie sich die Community entwickelt hat. Ich habe vor Jahren mit World of Warcraft angefangen, damals warst du Außenseiter, heute gehst du auf klassische Konzerte in der schönsten Hauptstadt Europas. Schon verrückt, ich treffe heute sogar einige meiner Online-Freunde hier", und schon purzelt er zur Dyalin-Statue für ein Erinnerungsfoto mit drei seiner Freunde.
Für HoYoverse dürfte das ausverkaufte Spektakel ein guter Anreiz sein, das Projekt Impact4Music weiterzuverfolgen. "Viele solcher Konzerte für junge Menschen sollen weltweit folgen! Die klassische Orchester- und Chorszene ist in einer Schöpfungskrise - gerade solche Projekte können diese sehr beleben", wünscht sich der Dirigent des Abends. Transparenzhinweis: Niantic übernahm die Eintrittskosten für das Konzert.
