Genji: Days of the Blade

Test Andreas Szedlak

Metzelfest oder Trauerspiel? Unser Test klärt auf, ob Yoshitsune und Konsorten auch auf der PlayStation3 voll einschlagen.

Dass "Genji: Days of the Blade" nicht der erwartete Action-Knaller wird, war uns spätestens nach dem Anzocken der finalen U.S.-Version klar. Wir hatten aber gehofft, dass Entwickler Games Republic den verspäteten Europastart der PlayStation3 nutzen würde, um die grottenschlechte Kameraführung der amerikanischen Fassung zu verbessern. Doch Pustekuchen, die Damen und Herren um "Onimusha"-Erfinder Okamoto hatten scheinbar Besseres zu tun. Schämt euch!

Aus zwei mach vier

Hat grosse Pranken, aber nix in der Birne: Auch Giganten wie diesen Stahlkoloss zerlegt ihr mit nur wenigen Schwerthieben. (PS3) Hat grosse Pranken, aber nix in der Birne: Auch Giganten wie diesen Stahlkoloss zerlegt ihr mit nur wenigen Schwerthieben. (PS3) Im Vergleich zum PS2-Vorgänger hat sich nicht viel geändert. Sie rennen von einem Abschnitt zum nächsten, schnippeln Gegner mit eleganten Moves in Stücke und kassieren dafür Erfahrungspunkte, die Sie und Ihre Waffen stärker machen. Knopfnüsse gibt es nicht. Einzig der Weg ins nächste Areal gibt Ihnen immer mal wieder Rätsel auf, da Sie selten brauchbare Hinweise finden.

Neu ist, dass Sie jederzeit per Digi-Kreuz zwischen den vier Helden hin und her wechseln können. Vier Helden? Richtig gelesen! Um die Klopperei ein wenig abwechslungsreicher zu gestalten, haben die Japaner zwei frische Hauptdarsteller eingebaut, die natürlich über unterschiedliche Waffen verfügen: Die Ninja-Dame Shizuka schlitzt die Kehlen ihrer Feinde mit einem tödlichen Rundmesser auf. Buson dagegen holzt die Heishi-Monster mit einer Lanze um, die er wie einen Propeller schwingt.

Im Kamui-Modus zerlegen Sie die Heishi-Monster, indem ihr die vorgegebenen Buttons nachdrückt. (PS3) Im Kamui-Modus zerlegen Sie die Heishi-Monster, indem ihr die vorgegebenen Buttons nachdrückt. (PS3) Doch leider will das "Vier spielbare Charaktere ist gleich mehr Spaß"-Prinzip nicht aufgehen. Denn der Heldenkader hätte ein Update nicht unbedingt nötig gehabt, sondern vielmehr das Leveldesign und die eingangs erwähnte Kamera. Wenn die Entwickler die Perspektive vorgeben, dann sollte diese wenigstens das komplette Geschehen zeigen und nicht nur einen kleinen Ausschnitt. Ihnen fallen nämlich ständig Gegner in den Rücken, die Sie entweder viel zu spät oder gar nicht sehen. Zwar befindet sich oben rechts in der Bildschirmecke ein Radar, auf dem alle Schurken in Reichweite eingezeichnet sind, doch bringt das herzlich wenig, wenn diese immer in Bewegung sind und Sie sich aufs Kloppen konzentrieren müssen. Auch Schauplatz- und Gegner-Recycling machen kein bisschen Spaß. Die meisten Arenen sowie den ein oder anderen Oberschurken haben "Genji"-Kenner bereits im ersten Teil hinter sich gelassen. Gähn!

Wertung zu Genji: Days of the Blade (PS3)

Wertung:

6.5 /10
Pro & Contra
Unkomplizierte SteuerungVier HeldenKamuiModus
Ganz miese KameraLangweilige StoryGrafik wechselhaft
Fazit

Schade, die vermurkste Kamera kostet den Metzel-Marathon sehr viele Punkte.

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