Genji: Dawn of the Samurai

Test

Der Heishi-Clan überrennt das alte Japan und nur zwei Helden stellen sich ihm in den Weg: der flinke Yoshitsune und der Hüne Benkei.

N ach "Onimusha 3" saßen Samurai-Fans lange auf dem Trockenen. Doch Ex-Capcom-Koryphäe Yoshiki Okamoto schafft nun Abhilfe: Mit "Genji: Dawn of the Samurai" legt sein neues Team ein Debüt vor, das kaum spektakulärer sein könnte.

STORY: Im 13. Jahrhundert geht es in Japan hoch her: Zwei mächtige Clans bekriegen sich nach allen Regeln der Kunst. Als der Heishi-Clan jedoch mit unfairer übernatürlicher Unterstützung zu Felde zieht, steht der vorläufige Sieger fest. Mithilfe der mystischen Amahagane-Steine will Clan-Chef Kiyomori das gemeine Volk von nun an nach Strich und Faden knechten. Aber der feiste Fiesling hat die Rechnung ohne die beiden Helden gemacht: Den wieselflinken Jungspund Yoshitsune und dessen ebenso riesigen wie treuen Kampfgefährten Benkei kennt in Japan heute noch jedes Kind. Dieses altjapanische Pendant zu Terence Hill und Bud Spencer führen Sie in "Genji" in die Schlacht.

SPIEL: Mit verschiedenen Attacken schlagen sich die beiden Helden durch die Levels und erledigen dabei fiese Gegner gleich im dreckigen Dutzend. Dank der großartigen Steuerung haben Sie stets die volle Kontrolle über den Helden Ihrer Wahl. Das Besondere an "Genji" ist der Kamui-Modus: Hat sich eine entsprechende Leiste gefüllt, verlangsamen Sie das Geschehen und können mit dem richtigen Timing jede gegnerische Attacke elegant auskontern. Sieht gut aus und ist auch noch teuflisch effektiv!

Besiegte Feinde hinterlassen Ihnen Geld und Erfahrungspunkte, die zur Verbesserung Ihres Recken dienen. Für das Bargeld kaufen Sie bei diversen Händlern bessere Waffen und Rüstungen. Außerdem sammeln Sie magische Steine. Diese entdecken Sie, wenn Sie dem Rumble-Effekt des Pads folgen. Haben Sie drei der Klunker in Ihren Besitz gebracht, dürfen Sie einen Ihrer Statuswerte dauerhaft verbessern.

FAZIT: Nicht nur die Grafik ist -- abgesehen vom PS2-typischen Kantenflimmern -- hitverdächtig, auch wird Sie die enorm gute Spielbarkeit immer wieder ans Pad locken. Leider ist das Abenteuer sehr schnell vorbei: Der niedrige Schwierigkeitsgrad stellt auch Anfänger trotz manch kniffligem Boss nur selten vor Probleme. Nach nur etwa sieben Stunden werden Sie den Abspann sehen. Allerdings motivieren nette Boni zu einem zweiten Durchgang. Zudem ist ein kurzes, aber gelungenes Spiel allemal besser als ein geschmacksneutraler 30-Stunden-Dauerlutscher.TN

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