Gear Club Unlimited 2: Vorschau zum Switch-Rennspiel

Special Johannes Gehrling
Gear Club Unlimited 2: Vorschau zum Switch-Rennspiel
Quelle: Microids

Mittlerweile gibt es einige realistische Rennspiele für die Switch, Gear Club Unlimited leistete in diesem Bereich vor einem Jahr aber Pionierarbeit. Bald erscheint nun der zweite Teil, erneut exklusiv für die aktuelle Nintendo-Konsole. Wir haben uns das Rennspiel schon mal ganz genau angeschaut und mit den Entwicklern von Eden Games geredet, um mehr zu erfahren.

Für Switch-spielende Rennspiel-Fans findet Weihnachten dieses Jahr 20 Tage früher statt als sonst: Bereits am 04. Dezember erscheint mit Gear Club Unlimited 2 (jetzt kaufen 27,00 € ) nämlich ein Nachfolger zum ersten Teil von 2017, der mit zahlreichen Neuerungen und Verbesserungen aufwartet. Im Rahmen eines Presseevents konnten wir das Spiel ausgiebig ausprobieren und mit dem Lead Designer sowie dem Game Designer von Eden Games, dem Entwickler von Gear Club Unlimited 2 sprechen.

Neuer und besser

Wieso überhaupt ein zweiter Teil? Nun, das erste Gear Club Unlimited war schon gut (unseren Test lest ihr hier), hatte aber noch ein paar Baustellen, die Raum für Verbesserungen offen ließen. Einiger davon hat man sich bei Eden Games angenommen. So ist die Grafik im zweiten Teil sichtbar besser und detaillierter geworden, was zwei Gründe hat. Erstens führte der Erfolg von Gear Club Unlimited zu Neuanstellungen beim Entwickler Eden Games, wie uns der Lead Designer Yannick Berthier im Interview verrät, sodass mehr Personal für die grafische Feinarbeit zur Verfügung stand. Zweitens wurde das Spiel von Grund auf für die Switch entwickelt und nicht wie bei Teil eins zunächst für Mobilgeräte. Bestes Beispiel für die verbesserte Grafik: Die Autos reflektieren jetzt ihre Umwelt, wie bei echten Fahrzeugen mit Hochglanz-Lack eben auch.

Ebenso hat das Gameplay eine spürbare Überarbeitung erfahren. Auch Gear Club Unlimited 2 ist mehr ein Arcade-Rennspiel mit echten Autos denn eine Rennsimulation, dennoch ist das Fahrverhalten nicht mehr ganz so Arcade-lastig wie noch im ersten Teil, besonders, wenn ihr die Rennhilfen ausschaltet. Zudem zeigt sich diese Entwicklung auch an den Rennen selbst: Waren diese im ersten Teil fast alle sehr kurz, bewegen sie sich im zweiten Teil meist im Bereich von vier bis fünf Minuten pro Rennen. An die teils irrsinnig langen Rennen so manches Konkurrenzspiels auf anderen Plattformen kommt aber auch Gear Club Unlimited 2 nicht heran.

Tuning mit Stickern

Neben weiteren Verbesserungen, wie zum Beispiel dem Performance-Shop, bei dem man nun die Arbeitsstationen auf Knopfdruck wechseln kann, erwartet euch in Gear Club Unlimited 2 auch gänzlich Neues. Das Spiel hangelt sich zu einem guten Teil am neuen Story-Modus entlang, bei dem ihr eine Karriere als Testfahrer beginnt und euch langsam nach oben arbeitet. Brandneu ist auch die Möglichkeit, die Fahrzeuge mit optischem Tuning in Form von sehr stark individualisierbaren Stickern nach eurem Geschmack anzupassen. Das hört sich erst einmal nicht so aufregend an, erwies sich beim Anspiel-Event in Paris allerdings als ausgeklügeltes System mit viel Freiraum für die tatsächlich sehr individuelle Gestaltung nach eigenen Vorlieben. Zahlreiche Grundformen und Farben stehen zur Auswahl, aus denen ihr regelrechte Kunstwerke auf der Karosserie eurer Autos erschaffen könnt. Zu den Racing Clubs des Online-Modus erfuhren wir nicht mehr als schon auf der Gamescom, weshalb ihr für Infos diesbezüglich am besten einfach unsere gamescom-Vorschau zum Spiel lest. Gear Club Unlimited 2 in der Vorschau: Spieleindrücke und interessante Hintergrundinfos. Quelle: Microids Die Grafik von Gear Club Unlimited 2 ist eine ganze Ecke detaillierter und ansehnlicher als beim ersten Teil und bietet zum Beispiel nette Spiegeleffekte.

Spaßige Rennen

Das Kernstück eines Rennspiels, bietet es auch noch so zahlreiche Möglichkeiten beim Tuning, der Story und mehr, sind natürlich die Rennen selbst. Im Singleplayer-Modus konnten wir noch mal die gleichen Strecken wie schon auf der gamescom fahren, die sich dabei erneut als eine konsequente und gute Weiterentwicklung der Strecken des ersten Teils erwiesen. Das neue Gebiets-Thema mit Bergen, Schnee und Eis stellt eine anspruchsvolle Herausforderung dar, die Rennen sind im allgemeinen länger und die Fahrzeuge verhalten sich tatsächlich etwas realistischer als im ersten Gear Club Unlimited, grundsätzlich aber immer noch eher arcadig als simulationsgetreu.
Interessant ist der lokale Mehrspieler-Modus, den wir ebenfalls ausgiebig testen konnten, denn ein solcher hat im Bereich der realistischen Rennspiele heutzutage Seltenheitswert. Dieser lässt euch weiterhin an einer Konsole maximal zu viert gegeneinander antreten und bereitet wie im ersten Teil auch immer noch jede Menge Spaß, technisch gibt es nichts zu bemängeln. Neu ist die Möglichkeit, bis zu acht Switch-Konsolen kabellos miteinander zu verbinden, wobei dann jeder seinen eigenen Bildschirm nutzt, sodass ihr euch diesen nicht mehr mit euren Mitfahrern teilen müsst.

Freude und Neugier

Was nach dem zweiten Ausprobieren von Gear Club Unlimited 2 wie nach unserem ersten Termin bei der gamescom bleibt sind vor allem ein positiver Eindruck und Neugierde. Wir hatten schon mit dem ersten Ableger der Serie Spaß, Teil zwei setzt einen obendrauf und verbessert das Spiel in vielen Bereichen. Gleichzeitig sind wir gespannt auf die Racing Clubs und den Story-Modus, denn beides konnten wir bisher nicht ausprobieren und bekommen wir auch erst in der Release-Version zu Gesicht. Übrigens gibt es in Gear Club Unlimited 2 zwar neue Fahrzeuge von Porsche, Elektro-Autos sind aber weiterhin nicht vertreten. Auf Nachfrage erfuhren wir vom Lead Designer, dass Eden Games weiterhin um die Integration elektrisch betriebener Fahrzeuge bemüht sei, bisher aber noch nichts zu zeigen hat. Allein: die Hoffnung bleibt.

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