Garage Days - Aller Anfang ist schwer

Test

Nach "The Crow" und "Dark City" wagt sich der Regisseur Alex Proyas ins Komödienfach

Garage Days - Aller Anfang ist schwer Vor dem Festmahl kommt erst mal die Hungersnot" -- diesen weisen Rat bekommt Bandboss und Leadsänger Freddy (Kick Gurry) ausgerechnet vom erfolgreichsten Musikproduzenten in seiner Heimatstadt Sidney. Mit seiner Band wartet Freddy auf den Durchbruch in einer Welt, in der zunehmend Platten-DJs und weniger Live-Bands den Ton angeben. Als dann auch noch der erste Gig der Band schief geht, tritt Freddy die Flucht nach vorn an.

Kurzerhand sucht er den Produzenten Shad Kern (Marton Csokas) persönlich auf und startet die Verhandlungen. Tatsächlich kann Freddy Kern überreden, sich einen Auftritt anzusehen.

Doch ausgerechnet jetzt ist die Band durch Beziehungsprobleme abgelenkt: Freddy verliebt sich in Kate (Maya Stange), die Freundin des Leadgitarristen Joe (Brett Stiller). Bassistin Tanya (Pia Miranda) ist deshalb stinksauer auf ihn und beginnt ihrerseits eine Affäre mit dem Schlagzeuger Lucy (Chris Sadrinna). Der wiederum ist ständig auf der Suche nach dem besten Trip.

In all dem Chaos muss Freddy nun dafür sorgen, dass die Band trotz der Zerwürfnisse zusammenbleibt, genügend Geld für den Auftritt zusammenkratzt und den Produzenten von ihrem Können überzeugt. Die große Chance kommt mit dem Musikfestival in Sidney ...

Regisseur Alex Proyas landete seinen ersten Erfolg 1994 mit dem Gothik-Märchen "The Crow" und lieferte vier Jahre später den ebenso düsteren Sci-Fi-Thriller "Dark City" ab. Zuvor drehte der 1965 in Ägypten geborene und in Australien lebende Proyas Werbespots und über 100 Musikvideos, u.a. für INXS, Crowded House oder Fleetwood Mac.

Mit "Groping" verdiente er sich bei den Filmfestspielen in London und Sydney Preise für den besten Kurzfilm. "Garage Days" ist Proyas´ erste Komödie. Für die Thematik konnte er auf eigene Erfahrungen zurückgreifen: Auch er war einst Mitglied einer Garagenband.MS

Fazit

Film-Check: Nach "The Crow" und "Dark City" ist diese nur streckenweise amüsante, oberflächliche Komödie ein Rückschritt in Alex Proyas´ Schaffen. Das Talent der Darsteller lässt zu wünschen übrig, die Inszenierung wirkt oft planlos und die Story hangelt sich von einem Klischee zum nächsten. Dabei wird es glücklicherweise niemals peinlich und auch die Optik weiß zu gefallen.
DVD-Fazit: Wer auf die Ästhetik von Musik-Videos, Independent-Klänge und etwas schräge, kleine Geschichten steht, der darf bei "Garage Days" einen Blick riskieren. Sowohl das Bild als auch der Ton der Disc liegen im ordentlichen Mittelmaß. Dass sich allerdings nicht das geringste Bonusmaterial findet, enttäuscht. Bei Interesse sollten Sie sich die Disc besser erst einmal ausleihen.

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