Park Ki-Hyung zeichnet in dieser Coming-of-Age-Geschichte eine von Gewalt und Hierarchie dominierte Gesellschaft
Faustrecht: Die Kampfszenen sind alles andere als durchgestylte Choreografie-Kunstwerke
Im harten Schulalltag haben Sang-ho (Jeong Kyeong-ho) und seine Freunde wenig zu lachen. Jeder Anflug von Vergnügen wird von prügelnden Lehrern oder älteren Semestern im Keim erstickt. Es gilt das Recht des Stärkeren. Wer sich nicht mit Fäusten und Füßen zur Wehr setzt und zu behaupten weiß, wird gnadenlos untergebuttert.
Aus purer Langeweile ruft Sang-ho eines Tages eine Fußball-Mannschaft namens "Tigers" ins Leben, um nachmittags entspannt das runde Leder kicken zu können. Zwar gibt es anfangs auch Reibereien innerhalb des Teams, mit der Zeit wird aus den jungen Männern aber eine freundschaftliche und selbstbewusste Truppe.
Auge um Auge
Strudel der Gewalt: Schon auf dem Schulhof gibt es immer wieder heftige Auseinandersetzungen
Jong-suk ist Anführer der Straßengang "TNT". Er sieht in Sang-ho und seinen "Tigers" ernsthafte Konkurrenten und startet schon beim ersten Aufeinandertreffen einen erbitterten Machtkampf, der in einer handfesten Schlägerei endet. Der Bandenkrieg ist entfacht. Als sich Sang-ho dann auch noch auf eine Affäre mit Jong-suks Ex-Freundin Su-Hee (Jang Hee-Jin) einlässt, dreht sich die Spirale der Gewalt unaufhaltsam weiter, bis beide Parteien schließlich auch zu Hieb- und Stichwaffen greifen.
Der koreanische Regisseur Park Ki-Hyung inszenierte seinen gesellschaftskritischen High School-Actioner nicht mit kunstvoll-grazilen Martial Arts, sondern rohen, ungeschönten und realistisch gehaltenen Straßenkämpfen. Wer sich für deren Entstehung ganz ohne Wire-Fu, "Matrix"-Zeitlupen oder sonstigen tricktechnischen Schnickschnack interessiert, bekommt anhand einer kurzen B-Roll wenigstens ein paar Einblicke in die Dreharbeiten. In einer ebenfalls sehr knappen Interview-Reel geben die Hauptdarsteller ein paar Statements zum Thema Gewalt und zur Story des Films ab.
