Gaming-PCs: SSDs sowie Einsteiger-PCs für 600 und 900 Euro
Special
Nicht zuletzt wegen des Releases von Total War: Warhammer 3 haben wir für euch sechs PC-Zusammenstellungen ab 600 Euro erstellt, mit denen ihr auch andere aktuelle Games wie Dying Light 2: Stay Human genießen könnt. Neben unseren Vorschlägen für die sechs gamingtauglichen Hardware-Konfigurationen geben wir auch allgemeine Tipps zu CPUs, Grafikkarten und mehr.
Hinweis zu SSD und Festplatten
Was die SSD und Festplatte betrifft, sollte man bei einem neuen PC auf keinen Fall mehr auf eine SSD verzichten. Man bekommt zwar für den Preis einer 1000GB-GB-SSD bei Festplatten die vierfache Speicherkapazität. Aber der Alltag sowie auch die Ladezeiten von auf einer SSD installierten Spielen gestalten sich per SSD deutlich angenehmer. Dabei ist es für die Ladezeiten von Games kaum relevant, ob es sich um eine SATA-SSD mit maximal 600 MB/s oder eine superschnelle M.2-SSD für PCIe mit mehr als 4000 MB/s Datentransferrate handelt.
Denn der Hauptfaktor bei den schnellen Ladezeiten ist das Wegfallen einer Zugriffszeit, die es bei Festplatten gibt, wenn der PC einzelne Datenpakete erst suchen muss. Bei Festplatten gibt es wegen der mechanischen Bauweise - Lesearme müssen ähnlich wie bei einem Plattenspieler über die eigentlichen Festplatten fahren und die Datenpakete an teils sehr verstreuten Stellen zusammensuchen - immer wieder kleine Verzögerungen, die sich summieren. Und wenn dann Daten schließlich fließen, tun sie dies dann auch noch langsamer als eine SSD.
In diesem Artikel
- Seite 1 Gaming-PCs: Tipps zu CPUs und Grafikkarten
- Seite 2 Gaming-PCs: Tipps zu Mainboards und Gehäusen
- Seite 3 Gaming-PCs: Zwei Top-Games und Grafikkarten-Preise für den Einstieg
- Seite 4 Gaming-PCs: SSDs sowie Einsteiger-PCs für 600 und 900 Euro
- Seite 5 Gaming-PCs: Vier weitere PC-Vorschläge bis 2540 Euro
- Seite 6 Bildergalerie
Da aber nicht alles der Ladezeit pures Daten-Bewegen ist, ist der zusätzliche Vorteil einer besonders schnellen SSD im Vergleich zu einer normalen SSD erstaunlich gering. Bei einer Ladezeit von zum Beispiel 30 Sekunden per SATA-SSD gewinnt man durch eine sehr schnelle M.2-SSD meist lediglich 1 bis 3 weitere Sekunden. Da inzwischen immer wieder M.2-SSDs mit intener PCIe-Anbindung und somit einer Transferrate von mehr als 1000 GB/s zu einem Preis zu haben sind, der pro Gigabyte kaum teurer als bei einer SATA-SSD ist, empfehlen wir trotzdem den Griff zu einer solchen M.2-SSD, da man sich damit das Verlegen von Kabeln spart. Eine M.2- SSD baut man nämlich ähnlich wie einen RAM-Riegel auf dem Mainboard ein. Fast jedes Mainboard für die Sockel 1200, 1700 und AM4 hat mindestens einen solchen M.2-Slot.
Zwei Einsteiger-PCs für 600 bis 900 Euro
Wir beginnen nun mit unseren PC-Vorschlägen. Die Überschrift deutet zwar an, dass es nun zuerst um zwei Hardware-Konfigurationen geht, die wir in den Einsteigerbereich einordnen. Ihr findet hier aber auch ein paar Tipps, die allgemein gelten. So auch der Hinweis, dass sich die Preise für die Komponenten auf besonders günstige aktuelle Angebote in etablierten Online-Shops beziehen. Ebenso ist es wichtig zu wissen, dass ihr auch bei den vorgeschlagenen Modellen, was Grafikkarten, Mainboards, RAM und mehr angeht, Alternativen wählen könnt. Denn vielleicht ist ausgerechnet unser vorgeschlagenes Mainboard ausverkauft oder der RAM-Riegel im Preis gestiegen, obwohl ein von den technischen Daten her identischer Riegel weiterhin günstig zu haben ist.
Für die Einsteiger-PCs gilt: Mit einer stärkeren Grafikkarte wären die PCs auch für maximale Details bei 4K geeignet, denn die Grafikkarte ist vor allem für den Detailgrad und die Auflösung wichtig - die CPU ist freilich nicht irrelevant, und eine Top-CPU bringt in den weitaus meisten Games auch einen klaren Vorteil bei den FPS-Werten. Aber wenn die CPU für niedrigere Details ausreicht, wird sie so gut wie immer auch bei höheren Details nicht für einen nennenswerten Leistungsabfall sorgen, sodass man einen Einsteiger-PC auch als Basis für "mehr" in Sachen Grafikkarte nehmen kann. Wichtig ist nur, dass man eventuell beim Netzteil entsprechend eher ein Modell mit 50 bis 150 Watt mehr Nennleistung wählt. So sehen unsere beiden ersten PC-Vorschläge aus:
| Komponente | Unser Vorschlag A: 605€-PC | Preis ab | Unser Vorschlag B: 890€-PC | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|---|
| CPU | Core i5-10400F (Boxed mit Kühler) | 130 Euro | Core i5-11400F | 155 Euro | |
| Mainboard | ASRock H510M-HVS | 65 Euro | Gigabyte H510M S2H V2 | 70 Euro | |
| RAM | 2x8GB Crucial Ballistix DDR4-3000 | 55 Euro | 2x8GB G.Skil Aegis DDR4-3200 | 55 Euro | |
| Grafikkarte | MSI Radeon RX 6500 XT Mech 2X 4G OC | 235 Euro | Palit GeForce RTX 3050 StormX | 380 Euro | |
| SSD | SanDisk SSD Plus 1000GB (SATA) | 80 Euro | Crucial P2 SSD 1000GB (M.2) | 85 Euro | |
| Festplatte | keine | 0 Euro | Toshiba P300 Desktop PC 1000GB | 35 Euro | |
| Gehäuse | LC-Power Gaming 984D Dragonslayer | 40 Euro | AeroCool Rift | 40 Euro | |
| Netzteil | Saesonic S12III 500 Watt | 45 Euro | be quiet! System Power 9 500 Watt | 50 Euro | |
| CPU-Kühler | Box-Kühler | 0 Euro | LC-Power Cosmo Cool LC-CC-120 | 20 Euro | |
| Gesamtpreis | 605 Euro | Gesamtpreis | 890 Euro |
Zum Thema Grafikkarten haben wir ja auf der vorigen Seite einiges gesagt - die AMD RX 6500 XT sollte nur dann eine Option sein, wenn das Budget partout nichts anderes zulässt. Wer kann, sollte lieber die GeForce RTX 3050 nehmen oder noch besser: versuchen, den Kauf einer AMD Radeon RX 6600 zu verwirklichen. Etwas einsparen könnte man, um dies zu ermöglichen, beim RAM, indem man nur einen 8GB-Riegel kauft. 8GB RAM ist für die meisten Games noch kein klarer Nachteil, und man kann sich weitere 8GB sehr einfach nachträglich beschaffen und einbauen. In Sachen CPU haben wir zwei Sockel 1200-Modelle als Vorschlag gewählt. Wer will, kann auch auf den Sockel 1700 setzen - allerdings kostet dann allein das Mainboard schon mindestens 30 Euro mehr. Das bedeutet: Ein Core i3-12100F mit Mainboard kostet mindestens 210 Euro, mit einem Core i5-12400F zusammen sind ab 280 Euro. Zum Vergleich: die CPU-Mainboard-Kombinationen unserer Beispiel-PCs kosten 195 und 225 Euro.
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