PvZ: Garden Warfare 2 im Test - Aufgemotztes Gartenabenteuer

Test Andreas Szedlak
Rose der Hiebe: Garden Warfare 2 nimmt nicht nur die Call of Duty-Reihe auf die Schippe, sondern auch den Goat Simulator. Als Rose dürfen wir Zombies in Huftiere verwandeln. (Xbox One)
Quelle: Games Aktuell

Werft euren Zimmerpflanzen die Schutzweste über, die Zombies greifen wieder an. Ob Rose und Orange eine frische Note in die Pflanzen vs. Zombies: Garden Warfare-Serie bringen?

Die Idee, aus Plants vs. Zombies eine Shooter-Serie zu machen, war ziemlich genial. Entwickler Popcap schafft es auch diesmal, den Charme der Tower-Defense-Reihe in den Baller-Ableger zu übertragen. Wenn Major Mais seine gelben Kügelchen aus den Minigun-Armen feuert oder Käpt'n Totbart auf seinem Holzbein umherhinkt, entlockt dies wohl jedem ein Schmunzeln. Doch, wer bereits den Vorgänger gespielt hat, dem fehlt bei Garden Warfare 2 einfach dieser angenehme Duft einer frisch gepflückten Blume.

NEUES GARTENALLERLEI

Popcap hat sich zwar alle Mühe gegeben und einiges Neues in seinen digitalen Garten gepflanzt. So ist der Einzelspieler-Modus nun umfangreicher. Ihr absolviert eine Art Kampagne und müsst neben den altbekannten Verteidigungs-Aufgaben auch Eskort- oder Jagdmissionen auf weitläufigeren Karten erfüllen. Zudem dürft ihr diesmal im Einzelspieler-Modus - oder zu zweit im Konsolen-Splitscreen - nicht nur euren Garten verteidigen, unter anderem als Rose oder Orange, sondern ihr schlüpft wahlweise auch in die vermoderte Zombie-Haut.

Leicht verwelkt: Grafisch reißt GW2 keine Bäume aus. Die Detail-Pop-ups etwa hätten nicht sein müssen. (Xbox One) Quelle: Games Aktuell Leicht verwelkt: Grafisch reißt GW2 keine Bäume aus. Die Detail-Pop-ups etwa hätten nicht sein müssen. (Xbox One) Trotz der Neuerungen konnte uns GW2 letztlich weniger beglücken als der damals so erfrischene Erstling. Da können auch die kurzweiligen Multiplayer-Gefechte mit Bossen wie dem Grass Effect Z7-Mech nicht darüber hinweg - täuschen. Garden Warfare 2 bietet einfach zu wenig Tiefgang, um Hardcore-Spieler länger als drei, vier Stunden zu fesseln. Wer aber auf der Suche nach einem leicht zugänglichen und überaus charmanten Shooter ist, der dürfte mehr Gefallen am neuen Plants vs. Zombies finden als wir.

Viele Einzelspieleraufgaben lassen sich mit bis zu drei KI oder menschlichen Kameraden absolvieren. Ohnehin zeigt sich die geistige Verwandschaft zu Call of Duty. Die Modi "Abschuss bestätigt!" und "Suburbination" (nach Vorbild von Domination, deutsch: Herrschaft) kennt man aus CoD. Das Gute auf dem PC: Es stören keine Pop-Ups.

Spieler online: 2-24 | Spieler offline: 2
Der Splitscreen-Modus ist nur auf Konsolen verfügbar. Beim Test war die Online-Performance auch mit über 20 Spielern einwandfrei.

Entwickler: Popcap | Hersteller: Electronic Arts | Sprache: Deutsch | Altersfreigabe: Ab 12

Wertung zu Plants vs. Zombies: Garden Warfare 2 (XBO)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Plants vs. Zombies: Garden Warfare 2 (PC)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Plants vs. Zombies: Garden Warfare 2 (PS4)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Einzigartiger PvZ-CharmeVerbesserter Einzelspielermodus – ihr dürft auch als Zombie zockenWeitläufigere Karten als in GW1Neue, spaßige SpielvariantenFrische Charaktere
Langzeitmotivation leidet unter mangelndem TiefgangVieles wirkt altbekanntAlways-online-Zwang
Fazit

Aufgemotztes Gartenabenteuer, das Kennern des Vorgängers jedoch viele Déjà-vus beschert.

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