Game of Thrones im Test: Enttäuschender Abschluss des Telltale-Adventures
Test
Telltales Ausflug in die Welt von Game of Thrones geht mit dem Haus Forrester zu Ende. Zum Besseren hat sich der Adventure-Titel aber nicht entwickelt.
Über sechs Episoden hinweg begleiten wir in Game of Thrones das Haus Forrester auf seinem Weg in den Ruin. Nach der Roten Hochzeit muss sich der Adels-Klan nämlich mit den tyrannischen Boltons und Whitehills herumschlagen. Dabei erleben wir die Story, genau wie in der Romanund Serienvorlage, aus der Sicht verschiedener Charaktere an unterschiedlichen Handlungsorten. Die Schauplätze sind dabei liebevoll und originalgetreu gestaltet. Alle Nase lang begegnen wir im Spiel bekannten Figuren aus dem Game of Thrones-Universum. Die Originalsprecher aus der HBO-Serie sorgen für eine tolle Atmosphäre. Schade, dass unsere Protagonisten im Gegenzug so blass ausfallen.
Die Forresters sind viel zu stark an die Abkömmlinge aus dem Haus Stark angelehnt, was bei Serienkennern wohl kaum für Abwechslung sorgt. Mit den Helden können wir uns nur schwer identifizieren, deren potenzielles Ableben kümmert uns daher meist auch nicht wirklich. Telltale-typisch werden wir im Spielverlauf vor viele Entscheidungen gestellt. Geht es nicht gerade um Leben oder Tod, wirkt sich unsere Wahl aber meist nicht spielverändernd aus. Abseits der ausufernden Dialoge wird das träge Gameplay von Kämpfen aufgepeppt. Diese fechten wir mittels kleiner Reaktionsspielchen aus. An sich sind die Gefechte gut inszeniert und fallen mitunter recht lange aus. Wirklich gefordert werden wir aber auch beim Schwertkampf nicht.
