Bloodborne: The Old Hunters im Test: Anspruchsvolle Ergänzung zum Hauptspiel
Test
Bloodborne: The Old Hunters für PS4 ist der erste und wohl auch letzte DLC für den Rollenspielhit von From Software. Lohnt es sich, nach Yharnam zurückzukehren?
Über zehn neue Waffen (für beide Hände), fünf Bosse, zwei neue Eide, Klamotten und mehr: The Old Hunters liefert viele Inhalte, die auch das Hauptspiel, Koop und PvP aufpeppen. Doch nicht nur deswegen lohnt sich die Investition von 20 Euro. Mit drei großen Gebieten gibt es auch für erfahrene Bloodborne-Fans frische Herausforderungen und ein gewohnt brillantes Leveldesign. Betreten kann man den Zusatzinhalt, sobald man Vikarin Amelia besiegt und mit dem Schädel von Laurence interagiert hat.
Im Vergleich mit dem Schwierigkeitsgrad des Grundspiels ist The Old Hunters deutlich anspruchsvoller und vollgepackt mit Feinden, die gerne im Doppelpack angreifen, viel Health haben und deftigen Schaden verursachen - gerade Ludwig, der erste Boss, dürfte vielen den Schweiß auf die Stirn treiben. Einfacher wird das Unterfangen, wenn man im Team unterwegs ist. Im Rahmen des Patches, der zeitgleich mit dem DLC und für alle Spieler veröffentlicht wurde, steht ein neuer Koop-Eid bereit. Nun kann man vor den meisten Bossen KI-Unterstützung an Laternen herbeirufen. Oder man fordert wie gewohnt menschliche Mitspieler an, die einen an knackigen Stellen unterstützen. Als Belohnung für jeden im Koop-Modus besiegten Boss erhält man ein Insekten-Item, das man beim Eidführer gegen eine Belohnung eintauscht.
Macht die Taschen voll
Quelle: Games Aktuell
Schreck, lass nach: In der Dunkelheit lauern Gefahren ... (PS4)
Passend zu der Menge neuer Waffen finden sich in den Zusatzabschnitten jede Menge Materialien, um die Verteidigungswerkzeuge zu verbessern. Sogar einen Blutstein kann man ergattern, sodass man innerhalb eines Spieldurchgangs (die Chalice Dungeons mal außen vor gelassen) zwei Waffen auf die maximale Verbesserungsstufe von zehn bringen kann. Die Lust am Entdecken wird auch befeuert vom abermals hervorragenden Leveldesign mit praktischen Abkürzungen und gut versteckten Geheimnissen. Auch die Atmosphäre nimmt einen sofort gefangen und erinnert so stark wie nie an die schaurigen Erzählungen von Lovecraft.
Eine Kleinigkeit jedoch wurde nicht verbessert: Immer noch performt das Spiel nicht ganz flüssig, obwohl es mit 30 Frames läuft. Das liegt am sogenannten Frame Pacing, das Einzelbilder verdoppelt. Allerdings werden bei Bloodborne teilweise zwei Duplikatbilder hintereinander wiederholt, anstatt abwechselnd mit neuen Bildern versetzt zu werden. Deshalb kommt es zu minimalen Stotterern, was zwar kein Weltuntergang ist, aber mitunter leicht stört. Auch beim Koop-Spielen kommt es manchmal zu nervigen Lags, bei denen Bosse und Mitspieler durch den Raum glitchen. Zum Glück ist das aber die Ausnahme und nicht die Regel. Einfach ist The Old Hunters nicht. Auch absolute Bloodborne-Profis sind in etwa sechs bis acht Stunden beschäftigt, haben dann aber wahrscheinlich nicht alle Geheimnisse gefunden. Und das Grundspiel profitiert ebenfalls von den neuen Inhalten. Dieser DLC ist ein Pflichtkauf für alle Fans von Bloodborne!
