Batman: Arkham Knight - Saison der Bösartigkeit im Test - Abwechslungsreicher DLC

Test Georg Engelhardt
Das Böse schläft nicht: In der Erweiterung zu Batman: Arkham Knight treiben vier altbekannte Schurken in Gotham City ihr Unwesen.
Quelle: Warner

Mit der Saison der Bösartigkeit für PC, PS4 und Xbox One hat Rocksteady den bisher umfangreichsten DLC zu Batman: Arkham Knight abgeliefert. Viel wichtiger ist aber die Frage, ob euch die vier zusätzlichen Nebenmissionen auch gut unterhalten.

Die Antwort darauf ist so zweischneidig wie das Schwert von Ra's al Ghul. Einerseits wird euch eine ganze Menge Abwechslung geboten. Viele Gadgets und Fähigkeiten kommen in einem völlig neuen Kontext zum Einsatz. Durch ein abgewandeltes Hacking-Minigame bewahrt ihr zum Beispiel vom Mad Hatter mit Sprengstoff verkabelte Geiseln vor dem frühzeitigen Ableben. Auch ein Kampf Seite an Seite mit Nightwing gegen Killer Croc steht auf dem Programm. Oder ihr funktioniert das Batmobil kurzerhand in einen Bob um und fahrt in einem von Mr. Freeze erschaffenen Eiskanal ein Rennen gegen die Zeit. Langweilig wird euch also garantiert nicht. Am Ende der Mission "Krieg der Schatten" könnt ihr sogar selbst entscheiden, wie genau es der dunkle Ritter mit seinem Vorsatz nimmt, nicht zu töten.

Maßgeschneidert: Der kostenlos erhältliche Batsuit von 2008 steht nicht nur Christian Bale ausgezeichnet. (PS4) Quelle: Games Aktuell Maßgeschneidert: Der kostenlos erhältliche Batsuit von 2008 steht nicht nur Christian Bale ausgezeichnet. (PS4) Der Jahreswechsel scheint wohl auch für maskierte Verbrechensbekämpfer der ideale Zeitpunkt zu sein, alte Gepflogenheiten über Bord zu werfen. Bis auf die daraus resultierende Zwischensequenz hat eure Entscheidung aber nur minimalen Einfluss auf das Finale der kurzen Story. Denn andererseits dürft ihr euch auch generell keine großen Hoffnungen auf (spielerische) Veränderungen machen. Gangster verprügeln, Tatorte analysieren, Drohnen mit Batmans fahrbarem Untersatz ausschalten - das habt ihr alles garantiert schon mal gesehen. Dafür haben die Entwickler nicht nur die altbekannten Oberschurken einer Frischzellenkur unterzogen. Auch Gotham City profitiert von extra für den DLC entworfenen Umgebungen, die unheimlich zur beklemmenden Stimmung beitragen und teilweise sogar richtig gruselig wirken. Arkham Asylum lässt grüßen!

Wertung zu Batman: Arkham Knight (PS4)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Düstere Schauplätze und neue AufgabenAufgemöbelte Charaktermodelle für zurückgekehrte Bösewichte
Keine frischen Gameplay-Elemente„Wunderland“-Kapitel sehr kurz
Fazit

Was die Atmosphäre und den Umfang der Nebenmissionen angeht, bewegt sich die Saison der Bösartigkeit locker auf dem Niveau des Hauptspiels. Zu schade, dass die zweifelsohne guten, aber bereits bekannten Gameplay-Mechaniken „nur“ in ein neues Gewand verfrachtet wurden. Selbst wenn es sich in diesem Fall um einen stylischen Batsuit handelt.

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