The Man in the High Castle: Was die Mystery-Serie so sehenswert macht - Special

Special Thomas Szedlak
The Man in the High Castle: Die Serie in der Vorschau (1)
Quelle: Games Aktuell

Was wäre, wenn die Nazis den Zweiten Weltkrieg gewonnen hätten und nicht die Alliierten? Dieses Gedankenspiel ist Grundlage für diese sehenswerte Mystery-Serie. Wir haben für euch alles Wichtige zusammengefasst.

Okay, eine alternative Historie mit einer von den Nazis beherrschten Welt ist nicht neu, wurde unter anderem in dem Ego-Shooter Wolfenstein: The Geschockt: Juliana und ihr Freund Frank können nicht glauben, was sie da auf der Leinwand sehen. Quelle: Games Aktuell Geschockt: Juliana und ihr Freund Frank können nicht glauben, was sie da auf der Leinwand sehen. New Order erzählt. Aber es ist die vielschichtige Umsetzung, die The Man in the High Castle zu etwas Besonderem macht. Schließlich stammt die Buchvorlage "Das Orakel vom Berge" von Philip K. Dick, einem der bedeutendsten Science-Fiction-Autoren des 20. Jahrhunderts.

Einige meiner Lieblingsfilme basieren auf Dicks Werken: Blade Runner, Minority Report, Total Recall (natürlich das Original von 1990 mit Arnold Schwarzenegger). Seid also nicht überrascht, wenn bei The Man in the High Castle mehr dahintersteckt als es auf den ersten Blick scheint...

Wir schreiben das Jahr 1962. Die Vereinigten Staaten wurden von den siegreichen Achsenmächten unterteilt in ein riesiges Nazireich an der Ostküste sowie in die kleineren Japanischen Pazifikstaaten an der Westküste, dazwischen liegt eine neutrale Pufferzone. Die Welt rechnet mit dem baldigen Tod des schwer kranken Adolf Hitler und bei den Nazis beginnen die Machtkämpfe um dessen Nachfolge. Die Furcht der Japaner, dass die neue Führung die Alleinherrschaft über die Welt anstrebt, scheint nicht unbegründet.
Angefressen: Obergruppenführer Smith. Quelle: Games Aktuell Angefressen: Obergruppenführer Smith.
Widerstandsbewegungen werden von der japanischen Militärpolizei Kempeitai und von der Nazi-Schutzstaffel SS mit großer Brutalität bekämpft. Die junge Juliana Crain hat sich mit ihrem Schicksal arrangiert, doch als ihre Schwester Trudy von der Kempeitai erschossen wird, verändert sich Julianas Leben auf dramatische Weise. Kurz vor ihrem Tod hat Trudy ihr eine mysteriöse Filmrolle zugesteckt mit

Premiere: Deutsche Serien von Amazon und Netflix
Die weltweit führenden Video-Streaming-Anbieter arbeiten auch in Deutschland an neuen Serien, die höchsten internationalen Ansprüchen genügen sollen.

Matthias Schweighöfer (Bild, What a Man) ist als Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller DER Mann hinter der ersten deutschen Serie eines Streaming-Dienstes. In Wanted spielt Schweighöfer den Berliner Projektmanager Lukas Franke, der scheinbar zufällig Opfer eines Hacker-Angriffs wird. Plötzlich findet sich Franke im Zentrum von Ereignissen wieder, die ihn nicht nur seine Familie, sondern auch sein Leben kosten könnten…

Ich sehe Matthias Schweighöfer gerne auf der Mattscheibe, aber ob er auch in einer ernsten Rolle überzeugen kann, muss man abwarten. Die sechs Folgen der Thrillerserie werden Anfang 2017 exklusiv bei Amazon Prime verfügbar sein.

Im Mystery-Genre angesiedelt ist die erste deutsche Eigenproduktion von Netflix, die ebenfalls 2017 online gehen soll. Dark handelt von vier Familien in einer typischen deutschen Kleinstadt. Als zwei Kinder auf mysteriöse Weise verschwinden, gerät die vermeintlich heile Welt der Familien aus den Fugen.

Die Ermittlungen führen weit in die Vergangenheit zurück – bis ins Jahr 1986, wo sich die Schicksale der vier Familien auf tragische Weise in Raum und Zeit miteinander verknüpfen… Für die zehn Folgen von Dark werden Regisseur Baran bo Odar und Drehbuchautorin Jantje Friese verantwortlich zeichnen. Das Duo landete 2014 den Kinoerfolg Who am I – Kein System ist sicher.

dem Auftrag, den Film Kontaktleuten in der neutralen Zone zu übergeben.

Als Juliana sich den Streifen anschaut, der von einem Mann mit dem Decknamen "Der Mann im hohen Schloss" stammt, traut sie ihren Augen nicht: Zu sehen sind Wochenschauberichte, die eine völlig andere Realität zeigen. Eine, in der Japan und Deutschland besiegt wurden. Ein aufwendig inszenierter Fake?

Als ich den Trailer von The Man in the High Castle gesehen habe - die Absurdität einer riesigen Hakenkreuz-Fahne am Times Square - war mein Interesse geweckt. Auch ohne den Mystery-Aspekt hätte mir die mit großem Budget gedrehte Serie gut gefallen, aber die geheimnisvollen Geschehnisse - es tauchen weitere mysteriöse Filme auf - machen die zehn Folgen zu etwas Besonderem. Zumal es undurchschaubare Charaktere gibt und man nie genau weiß, wer wirklich zum Widerstand gehört und wer nur so tut, als ob. Dazu kommen emotionale Momente, die einen nicht kalt lassen.

Wo läuft die Serie

The Man in the High Castle wurde von Amazon Studios exklusiv für Mitglieder von Amazon Prime Video produziert. Ob man den Versandgiganten mag oder nicht, sei jedem selbst überlassen, aber mit 49 Euro pro Jahr ist Amazon Prime, verglichen mit anderen Video-Streaming-Anbietern wie Netflix, Maxdome (beide ab 96 Euro) oder Watchever (108 Euro), unschlagbar günstig. Als Appetitanreger steht die erste Folge von The Man in the High Castle auf Amazon.de auch für Nicht-Mitglieder zum kostenlosen Abruf bereit. Eine zweite Staffel ist für Ende 2016 angekündigt.

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