Quantum Break in der Vorschau: Action-Adventure mit außergewöhnlicher Erzähltechnik
Special
Der wichtigste Xbox-One-Titel im ersten Halbjahr! Sechs Jahre nach Alan Wake will Remedy mit dem Action-Adventure Quantum Break erzählerisch wie spielerisch Maßstäbe setzen.
Wer händeringend nach Innovationen in der Spielewelt sucht, wird bei zig Millionen schweren Triple-A-Titeln selten fündig. Quantum Break stellt hier die große Ausnahme dar! Die Mischung aus Actionspiel und Ingame-TV-Serie ist einzigartig UND teuer: Entwickler Remedy hat bereits über vier Jahre Arbeit in Quantum Break gesteckt. Zuletzt wurden die Realszenen mit bekannten Darstellern wie Aidan Gillen (Petyr Baelish aus Game of Thrones ), Dominic Monaghan (Merry aus Der Herr der Ringe) und Lance Reddick (Philip Broyles aus The Fringe ) gedreht.
Eine ungewöhnliche Erzählweise
Quelle: Remedy
Storypower: Eure Entscheidungen in Quantum Break wirken sich auf den Fortgang der Handlung aus.
Die Erzählstruktur - Spiel- und Realdreh-Kapitel wechseln sich ab - gab es so noch nie. Umso reizvoller ist das Ganze, weil man in den Spielkapiteln den Helden Jack Joyce mimt, der nach einem fehlgeschlagenen Zeitreise-Experiment die Zeit manipulieren kann, während in den interaktiven (!) Folgen der Ingame-TV-Serie Gegenspieler Paul Serene im Mittelpunkt steht. Das Oberhaupt der mächtigen Monarch Corporation, die hinter dem Zeitreise-Experiment steckt, kann in die Zukunft blicken. In jeder Folge gibt es Situationen, in denen man in der Rolle von Serene eine wichtige Entscheidung treffen muss.
Serenes Visionen geben dem Spieler Hinweise, welche Auswirkungen die Entscheidung auf den Fortgang der Handlung - und auf Jacks Überlebenskampf - hat. Klingt reizvoll, aber auch riskant. Bislang konnte niemand außerhalb von Remedy und Microsoft Quantum Break länger spielen und so bleibt die Frage noch unbeantwortet, ob das Konzept aufgeht. Über vier Stunden Filmsequenzen soll es geben, neben den Realszenen auch viele Cutscenes in Spielegrafik. Wenn die Handlung nicht kickt, genügend Futter für Hirn und Herz liefert, dann kann das ganz schön langatmig werden. Aber mit Alan Wake hat Remedy schon bewiesen, dass sie gute Geschichten erzählen können.
Ach ja, das Gameplay
Quelle: Games Aktuell
Timepower: Mithilfe eurer Superkräfte, die natürlich nicht uneingeschränkt eingesetzt werden können, pflügt ihr euch durch die Monarch-Truppen. (Xbox One)
Die Handlung ist natürlich nur eine Seite der Medaille. Was das Gameplay anbelangt, setzt Remedy voll auf die Spezialfähigkeiten von Jack Joyce, der im Kampf gegen die Monarch-Truppen die Zeit anhalten, einen Energie-Schutzschild erschaffen, feindliche Kugeln einfrieren und zurückfeuern kann sowie noch einiges mehr. Das klingt nicht nur spektakulär, sondern sieht auch so aus: Spezialeffekte im Dutzend billiger, vor allem wenn die Zeitanomalien ins Spiel kommen. Dann friert plötzlich die Szenerie ein, um dann kurz in der Zeit nach vorn oder zurück zu zuckeln, während ihr eine Sprungpassage meistern sollt.
Meinung
Pro und Contra
+ Grafisch auf Top-Niveau und mit genialen Spezialeffekten
+ Gut besetzter Realszenen-Cast
+ Coole Superkräfte
+ Rätseln und Hüpfen bringt Vielfalt
- Action stellenweise arg hektisch
- Hat man wirklich genügend Entscheidungsfreiheit?
Wertungstendenz
80 - 95
Fazit
Mal ein wirklich innovativer Triple-A-Titel, der spielerisch und erzählerisch Maßstäbe setzen will.
