Tiefer, breiter, schneller. Die tuningverrückte Wörthersee-Fraktion dürfte an GTI Racing ihre Freude haben.
Mit dem Golf V GTI haben die Wolfsburger erfolgreich den Mythos GTI wiederbelebt. Passend zur gelungenen Reanimation kommt jetzt mit GTI Racing das Spiel zum legendären Motorsport-Kürzel.
Die Action-lastige Benzinverschwendung orientiert sich am großen Markenrennspiel-Vorbild Need for Speed Porsche. Wir starten mit ein paar Kröten und einer leeren Garage unsere Rennfahrerkarriere. Mit guten Platzierungen schalten wir neue Serien frei und stocken gleichzeitig unser Konto auf. Wer genügend Geld verdient hat, darf sich neue Autos zulegen oder im Tuningshop dem Kaufrausch verfallen. Hier gibt es von Turboladern über Sportfahrwerke und Rundum-Verspoilerung alles, was das Herz des Speedfreaks begehrt.
Zeitreise nach WOB
Die Objekte der Begierde (insgesamt 31 Autos) kommen zwar allesamt aus Wolfsburg, allerdings stehen nicht nur Fahrzeuge mit dem GTI-Zeichen im virtuellen Fuhrpark. So starten wir etwa unsere Laufbahn mit einem bescheidenen Käfer oder Golf I LS. Später können wir dann heiße Geräte vom Kaliber eines Golf IV R32 oder New Beetle RSi erwerben und tunen. Insgesamt 72 Rennen gilt es zu bewältigen, wobei wir in den meisten gegen drei KI-Gegner über eine Rundstrecke heizen müssen. In einigen Events treten wir zu Beschleunigungswettbewerben an oder müssen möglichst spektakulär um die Kurven rutschen.
Berühmtes Vorbild
Auch fahrerisch erinnert GTI Racing stark an ältere Need for Speed-Titel. Die Autos steuern sich unkompliziert, jedoch rollen sie nicht wie auf Schienen um die Kurven. Die Fahrphysik ist gut, bewältigt allerdings den Spagat zwischen Realismus und Zugänglichkeit nicht ganz. Erfreulicherweise wirken sich Tuning- und Setup-Maßnahmen spürbar auf der Strecke aus. Per maximalem Motortuning können wir auch lahme Enten in heißblütige Vollblutrenner verwandeln, und Veränderungen am Fahrwerk sind in den Kurven deutlich fühlbar.
Sascha Gliss
