GTA 6: Wurden Mitarbeitende gefeuert, um eine Gewerkschaft zu unterbinden? - Gerücht

News Michael Miskulin
GTA 6: Wurden Mitarbeitende gefeuert, um eine Gewerkschaft zu unterbinden? - Gerücht
Quelle: Rockstar Games

Ein Bericht von Bloomberg behauptet, Rockstar Games habe dutzende Mitarbeiter entlassen, die sich in einem privaten Discord-Chat zur Gewerkschaftsgründung austauschten. Der Publisher aber weist die Vorwürfe entschieden zurück.

Rockstar Games steht erneut im Fokus - diesmal aber nicht wegen der in wenigen Monaten anstehenden Veröffentlichung von GTA 6, sondern wegen umstrittener Personalentscheidungen. Laut eines Berichts von Bloomberg hat das Studio zwischen 30 und 40 Mitarbeiter in Großbritannien und Kanada entlassen. Offiziell begründet wurden die Kündigungen mit "groben Fehlverhalten". Doch die Hintergründe werfen auch Fragen auf.

Entlassungen wegen eines Gewerkschafts-Chats?

Wie der Bericht ausführt, sollen die Betroffenen alle Teil eines privaten Discord-Kanals gewesen sein, in dem über eine mögliche Gewerkschaftsgründung diskutiert wurde. Ein Sprecher der Independent Workers Union of Great Britain (IWGB) bezeichnete die Vorgänge als "eine der eklatantesten und rücksichtslosesten Gewerkschaftsbekämpfungsmaßnahmen in der Geschichte der Spieleindustrie". Laut IWGB habe Rockstar mit den Entlassungen gezielt versucht, eine organisierte Arbeitnehmervertretung zu verhindern.

Rockstar Games selbst äußerte sich bislang nicht direkt zu den Vorwürfen. Die Muttergesellschaft Take-Two Interactive erklärte gegenüber Bloomberg, die Maßnahmen seien ausschließlich auf "grobes Fehlverhalten" zurückzuführen. Konkrete Details zu den angeblichen Vorfällen nannte das Unternehmen jedoch nicht.

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Die Situation wirft erneut ein Schlaglicht auf die immer wieder aufkommende Diskussion um Arbeitsbedingungen in der Spielebranche. Gerade große Studios geraten immer wieder wegen Crunch-Phasen und fehlender Arbeitnehmerrechte in die Kritik. Ironischerweise galt Rockstar bislang als eines der wenigen Studios, das größere Entlassungswellen vermeiden konnte.

Ob die Anschuldigungen rechtliche Folgen haben oder lediglich nur ein weiteres Kapitel in einer langen Debatte über Gewerkschaftsrechte in der Gaming-Industrie darstellen, bleibt also erst mal offen.

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Quelle: via Bloomberg

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