Funny Games

Test

Ein wunderschönes Haus am See. Eine wohlhabende Familie trifft ein. Vater Georg (Ulrich Mühe), Mutter Anna (Susanne Lothar) und Sohn Georg freuen sich auf einen schönen Urlaub mit Segelboot und Golf. Doch daraus wird leider nichts. Schuld daran haben zwei junge Männer aus der Nachbarschaft, die sich Peter (Frank Giering) und Paul (Arno Frisch) nennen. Nachdem Paul dem Familienvater mit einem Golfschläger das Bein bricht und ihn so außer Gefecht setzt, beginnen die beiden Männer mit einem psychischen und physischen Terror, dessen Intensität kontinuierlich ansteigt.

Acht Jahre nach seinem Kinostart ist der umstrittene "Funny Games" immer noch eine hervorragende Ausgangsbasis für angeregte Diskussionen über Sinn und Zweck des Films. Das lag übrigens ganz im Sinne seines österreichischen Regisseurs Michael Haneke, der 1997 in Cannes für eine "Goldene Palme" nominiert war und drei internationale Preise gewann.

Einen intensiven Abriss seiner Intentionen gibt es im Interview (18:26) auf der DVD. Haneke steht hier dem französischen Filmkritiker Serge Toubiana in fließendem Französisch (dt. UT) Rede und Antwort. Zu den weiteren Extras zählen drei Trailer zu weiteren DVDs, Pressezitate und ein Internet-Link.PK n

Fazit

Film-Check: "Funny Games" ist als bitterböser Hinweis gedacht, wie sehr wir uns alle an den bedenkenlosen Konsum von Gewalt in den Medien gewöhnt haben. Dazu stellt Haneke Komödie (Täter) und Tragödie (Opfer) in ein ambivalentes Verhältnis.Das dabei erreichte Maß an Zynismus spaltet das Publikum in zwei Lager. Als Denkanstoß ist der Film somit fraglos gelungen.
DVD-Fazit: Soundfreaks und Klarsichtfanatiker werden an dieser DVD weniger Freude haben. Anhänger des Films genießen die Erläuterungen im Interview.

Artikel teilen

Per E-Mail versenden

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 08/2026 PCGH Magazin 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk