Burnout mit Waffen? Jein. Full Auto ist nicht ganz so Adrenalin fördernd wie der EA-Racer, bietet aber Shotgun, MG und Rückspulfunktion!
F ür notorische Lichthupen-Drängler wird ein Traum wahr: Wenn die Schnarchnase vor Ihnen nicht sofort die Fahrbahn räumt, wird sie dafür mit MG-Salven bestraft!
UMFANG: Im Karriere-Modus warten 60 Events. Wie bei "Burnout" müssen für Gold-, Silber- und Bronze-Medaillen unterschiedliche Ziele erreicht werden. Meistens sollen Sie das Rennen gewinnen und gleichzeitig möglichst viel zerstören. Vereinzelt gibt es andere Aufgaben wie zum Beispiel das Plätten eines bestimmten Gegners.
Manchmal dürfen Sie sich Ihr Fahrzeug aussuchen, meistens ist es vorgegeben. Die Karossen sind nicht lizenziert, erinnern das geübte Auge aber an Ami-Schlitten der Gattung Cadillac, Mustang und Co. Auch robustere Kaliber wie ein Abschleppwagen oder ein Hummer-ähnlicher "Straßenpanzer" stehen bereit. Im Handbuch findet sich zwar eine (nicht weiter erwähnenswerte) Hintergrundgeschichte, das Spiel selbst ist aber frei von Story, Handlung oder Filmsequenzen.
SPIEL: Auffälligster Unterschied zu gängigen Action-Rasereien wie "Burnout Revenge" ist das bereits erwähnte Waffen-Feature. Die sieben Kontrahenten können zwar auch mit Schmackes weggerammt werden, mit Schrotflinte, MG oder Raketenwerfer auf der Motorhaube ist die Zerstörungsorgie aber gleich doppelt so stilvoll. Meistens befindet sich zudem eine Sekundärwaffe an Bord, die entweder zusätzlich auf die Haube montiert wird oder die nachfolgenden Gegner vom Heck aus auf Distanz halten soll.
Das Stadtbild, das dem Spektakel als Kulisse dient, wird von der Schießwut des Spielers in Mitleidenschaft gezogen. So gehen etwa Fensterscheiben zu Bruch und Tankstellen fliegen in die Luft. Je größer die Zerstörung, desto schneller lädt sich der so genannte Wreck-Balken auf. Dieses innovative Feature erlaubt es Ihnen, das Spiel ein paar Sekunden zurückzuspulen und anschließend (hoffentlich) besser durch die Kurve zu fahren. Mit coolen Drifts und weiten Sprüngen laden Sie einen Boost auf, um anschließend eine Zeit lang richtig loszuheizen.
FAZIT: Klarer Fall, in den ersten 30 Minuten ist "Full Auto" ein Brett! Gas geben, ballern, zerstören -- was will der Adrenalin-Junkie mehr? Abwechslung und Spieltiefe zum Beispiel. Und daran mangelt es diesem Action-Rennspiel gewaltig. Die meisten Events laufen identisch ab und es gibt nur mickrige sechs Strecken. Die Grafik ist schick, ruckelt aber auch regelmäßig. In solchen Situationen steuert sich "Full Auto" zäh wie Kaugummi.sz
