Test: Friends with Money

Test Patrick Köllner

Kein Geld, kein Sex, kein Glück: Vier Frauen erleben in diesem Ensemblestück ihre Midlife-Crisis auf höchst unterschiedliche Weise

Freundeskreis

David und Christine stocken ihr Eigenheim auf David und Christine stocken ihr Eigenheim auf In ihrem neuen Film stellt uns die New Yorker Regisseurin Nicole Holofcener ("Sex and the City") vier Freundinnen vor, die in ihrem Leben gerade verschiedene kritische Phasen durchmachen. Richtig schlimm scheint es um Olivia (Jennifer Aniston) zu stehen. Nicht nur, dass sie ihren Job als Lehrerin aufgab und jetzt als Putzfrau arbeiten muss, als Single lässt sie sich ausgerechnet mit dem Taugenichts Mike (Scott Caan) ein. Das Autorenpaar Christine (Catherine Keener) und David (Jason Isaacs) überdeckt seine Ehekrise mit einem Anbau an das Haus. Die reiche Jane (Frances McDormand) vermutet, dass ihr Gatte Aaron (Simon McBurney) eher homo- als heterosexuell sein könnte. Und dann sind da noch Franny (Joan Cusack) und Matt (Greg Germann), die ebenfalls mehr Probleme als nötig haben.

Katze im Sack

Ist Aaron (Simon McBurney, li.) schwul? Ist Aaron (Simon McBurney, li.) schwul? Im von Holofcener und Produzent Anthony Bregman gesprochenen Kommentar verrät die Regisseurin u.a., dass die Story aus einem sogenannten Blind Deal entstand. Das Studio ließ ihr freie Hand für ein Skript, das anschließend entweder verfilmt oder verworfen werden sollte.

In weiteren DVD-Specials erhaschen wir einen Blick hinter die Kulissen und erfahren aus dem Mund der Darsteller, wie sie zu dem Projekt kamen und was ihnen der Film bedeutet. Abschließend gibt es noch bewegte Bilder von den Premierenfeiern in Los Angeles und vom Sundance Film Festival, bei dem "Friends with Money" sogar die Ehre hatte, als Eröffnungsstreifen zu laufen. PK n

Fazit

Film-Check: Da das Hauptaugenmerk der episodenhaften, ohne Spektakel auskommenden Momentaufnahme einer gehobenen amerikanischen Mittelklassen-Clique auf den Problemen der Frauen liegt, bieten sich für weibliche Zuschauer auch die deutlich größeren Identifikationsmöglichkeiten. Männer sind damit als Zielgruppe aber nicht zwangsläufig ausgeschlossen.Ein großer Gewinn für die Story ist die Besetzung. Als Mittelpunkt fungiert der sympathische Superstar Jennifer Aniston, um den sich mit "Oscar"-Preisträgerin Frances McDormand, Catherine Keener und der wie gewohnt sehenswerten Joan Cusack echte Hochkaräter gruppieren.
DVD-Fazit: Die DVD folgt dem Motto: Anspruchsvolle Low-Budget-Produktion = weniger Bonusmaterial. Trotzdem stellen die Special Features zufrieden. Bild und Ton sind nicht gerade perfekt, genügen aber den Anforderungen.

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