Freeze Frame

Test

Big Brother is watching you -- für Sean Veil (Lee Evans) ist George Orwells düstere Vision der totalen Überwachung freiwillig Realität und überlebensnotwendig. Vor zehn Jahren geriet er unschuldig unter Verdacht, eine Familie getötet zu haben und wurde nur dank eines Verfahrensfehlers freigesprochen. Seither leidet er unter massiver Paranoia und hat sich in den eigenen vier Wänden seinen privaten Überwachungsstaat errichtet.

Sean zeichnet jede Sekunde seines Lebens auf Videobändern auf, um nie wieder in die Verlegenheit zu kommen, ohne Alibi dazustehen. Er rasiert sich alle Haare vom Körper und ist außerhalb seines Bunkers nur mit Handschuhen unterwegs, um nirgendwo Spuren zu hinterlassen, die ihn durch einen dummen Zufall mit einem Verbrechen in Verbindung bringen könnten. Dann will man ihm abermals eine Mordtat unterjubeln und ausgerechnet jene Aufnahmen, die seine Unschuld beweisen könnten, sind mysteriöserweise verschwunden. Aus dem Untergrund muss er den Fall auf eigene Faust lösen.

John Simpsons beeindruckendes Regiedebüt hätte mehr Boni verdient als nur unkommentierte Behind the Scenes, Trailer und Biografien. Wenigstens erscheint die DVD als attraktives SteelBook. SG n

Fazit

Film-Check: "Freeze Frame" ist trotz geringen Budgets perfekt durchgestylt und erzeugt mit seinen klaustrophobischen Kulissen in konsequent monochromer Inszenierung einen ähnlich bedrückend-düsteren Horror-Psycho-Alptraum wie Brad Andersons "The Machinist".Auch wenn das Finale deutlich zu konventionell ausfällt, wagen Mystery-Thriller-Fans auf jeden Fall mal einen Blick.
DVD-Fazit: Auch wenn Bild und Ton kein überragendes Niveau erreichen, passt die Technik der DVD sehr gut zur Atmosphäre des Films. Die Extras enttäuschen jedoch.

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