Forza Horizon 6 im Test: Events, Spielwelt und Nebenaufträge

Test Michael Grünwald
Forza Horizon 6 im Test: Events, Spielwelt und Nebenaufträge
Quelle: Xbox Game Studios

Forza Horizon 6 überzeugt in unserem Test in Sachen Umfang und Spielwelt. Japan passt als Setting perfekt und ist liebevoll umgesetzt,

Eine riesige Spielwiese

Mit Teil sechs versuchen die Entwickler, das kritisierte Fortschrittssystem wieder umzubauen. In Forza Horizon 5 wurden wir von Anfang an mit Fahrzeugen überschüttet und konnten bereits nach kurzer Zeit mit den Supersportwagen von Lamborghini, Porsche und Co. antreten.

In Forza Horizon 6 sieht das zumindest ein bisschen anders aus, wir fahren zunächst mit weniger hochmotorisierten Wagen um die Wette und arbeiten uns einen Weg durch die verschiedenen Klassen nach oben. An manchen Events dürfen wir mit schnellen Rennwagen schlichtweg nicht teilnehmen.

Bei allen anderen gibt es aber keine Restriktionen, womit das Fortschrittsgefühl auch schon wieder verschwunden wäre. Nachdem wir weiterhin nach jedem Rennen mit mindestens einem Auto belohnt werden, entwickelt sich kaum Liebe zu einer bestimmten Karre. Insgesamt bleibt die Reihe damit ihrem Weg treu, die Spieler mit Fahrzeugen zu überhäufen und den Automobil-Entdeckerdrang zu fördern.

Die Marke Ferrari ist in Forza Horizon zahlreich vertreten. Von Klassikern bis zu modernen Supersportwagen gibt es alles, was das Herz begehrt. Quelle: PC Games Die Marke Ferrari ist in Forza Horizon zahlreich vertreten. Von Klassikern bis zu modernen Supersportwagen gibt es alles, was das Herz begehrt. Das ist auf der einen Seite die übliche Horizon-Art, und geht auch in Ordnung, auf der anderen Seite kann es auch als recht anspruchslos bezeichnet werden. Es wird nach Release bei den Spielern mit Sicherheit beide Lager geben.

Komplett positiv fällt dagegen der Abwechslungsreichtum der verschiedenen Events auf. Im Vergleich zum direkten Vorgänger kommen nochmal einige Wettbewerbe obendrauf. Nach wie vor nehmen wir an Straßenrennen, Offroad- und Querfeldein-Veranstaltungen sowie Drag- und Drift-Events teil, dazu stoßen nun unter anderem noch die typisch japanischen Touge-Battles. In 1-gegen-1-Duellen fahren wir auf bergigen, kurvenreichen Straßen darum, wer als Erster die Ziellinie überquert.

Alle Symbole der unterschiedlichen Rennen können wir auch auf der Map im Pausenmenü entdecken und, sobald die Karte erkundet ist, dorthin schnellreisen oder sie ganz einfach markieren, um selbst zum Startpunkt der Events zu düsen.

Für die Navigation haben wir wieder unsere Bord-KI ANNA am Start, die uns nach jedem Rennen auch weitere Wettbewerbe in der Nähe vorschlägt. Das ist praktisch und hilft uns dabei, schneller zu den abschließenden Rush-Events zu kommen. Über die gelangen wir schließlich an neue Armbänder, die das nächste Kapitel unserer Reise freischalten.

Die Rush-Wettbewerbe sind ein absolutes Spektakel. Sprünge, hohe Geschwindigkeiten und enge Kurvenfahrten stehen dabei auf der Tagesordnung. Quelle: PC Games Die Rush-Wettbewerbe sind ein absolutes Spektakel. Sprünge, hohe Geschwindigkeiten und enge Kurvenfahrten stehen dabei auf der Tagesordnung. Die Rush-Rennen sind gescriptete Abschnitte, in denen wir besondere Herausforderungen bewältigen müssen, um am Ende eine vorgegebene Zeit zu erreichen. Es ist kein Muss, das Drei-Sterne-Zeitlimit zu schaffen, aber dem Ehrgeiz schadet das Ziel nicht.

Wir sind in den Events zwar allein auf der Strecke, um uns herum bietet das Spiel aber Action. In einem Lauf düst beispielsweise ständig ein Transport-Flugzeug über unser Dach hinweg, in einem anderen liefern wir uns ein Rennen gegen einen riesigen Mech. Die Wettbewerbe in Forza Horizon 6 sind cool inszeniert und bringen noch mehr Abwechslung in das Geschehen. Die langen Rennen rund um die Spielwelt aus dem direkten Vorgänger fallen für die Rush-Veranstaltungen allerdings weg.

Tokyo Drift

Stichwort Spielwelt: Mit Japan geht ein langjähriger Wunsch der Fans in Erfüllung. Mit der Autokultur, der geographischen Lage und dem vorherrschenden Klima bietet sich das Setting aber auch optimal für die Reihe an. Die Umsetzung der Open World ist den Entwicklern fantastisch gelungen.

Nicht nur einmal sind wir am Straßenrand stehengeblieben und haben einfach nur die malerische Kulisse genossen. In der Ferne thront unter anderem der Mount Fuji, einer der heiligen Orte Japans. Befahren können wir den Berg genau aus diesem Grund aber nicht.

Mit der Hauptstadt Tokio gibt es außerdem die größte Stadt in der Geschichte der Forza-Horizon-Reihe. Wir düsen an Sehenswürdigkeiten wie dem Tokyo Tower, der Rainbow Bridge und der Shibuya-Kreuzung vorbei. Richtig bevölkert ist die Millionenmetropole aber nicht. Passanten verstecken sich meistens in Seitengassen oder hinter unzerstörbaren Absperrungen. Das sorgt dafür, dass sie nicht angefahren werden können, macht aber ebenfalls ein gutes Stück Immersion zunichte.

In kleinen Gassen und hinter Absperrungen entdecken wir in Tokio immer wieder herumstehende NPCs, damit die Stadt ein wenig lebendiger erscheint. Quelle: PC Games In kleinen Gassen und hinter Absperrungen entdecken wir in Tokio immer wieder herumstehende NPCs, damit die Stadt ein wenig lebendiger erscheint. Die Karte lädt auch außerhalb Tokios zur Erkundung ein. Wir finden in der Spielwelt wieder XP-Boost-Schilder und etliche PR-Stunts. Die sind zwar schon aus den vorherigen Teilen bekannt, runden das Spielerlebnis aber dennoch ab. Sprünge, Blitzer, Driftzonen, Trailblazer und Tempozonen gehören zum umfangreichen Gesamtbild einfach dazu.

Auch die Nebenstorys sind zurück. Dabei reihen sich kleinere Missionsabschnitte mit verschiedenen Charakteren aneinander und erzählen ihre eigenen Geschichten. Wir dürfen unter anderem entspannte Sightseeing-Touren durch Regionen auf uns nehmen oder müssen Fahrzeuge ohne Schäden für eine Parade abliefern. Während der Fahrten plaudern die anderen Figuren über Kultur, Bauwerke und die Autoindustrie in Japan.

Das Spiel setzt uns dabei in die unterschiedlichsten Fahrzeugklassen, und die kurzen Storys zu erleben, ist eines der Highlights in Forza Horizon 6. In der Spielwelt verteilt finden sich auch immer wieder Scheunen, die wir zunächst in einem bestimmten Radius aufspüren sollen. Haben wir den Eingang ins Gebäude gefunden, werden wir mit einem speziellen Fahrzeug belohnt, das erst restauriert werden muss. Die kleineren Aufträge gab es zwar schon in den Vorgängern, trotzdem möchten wir sie im neuen Teil nicht missen.

  1. Seite 1 Einstieg, Story und Umfang
  2. Seite 2 Events, Spielwelt und Nebenaufträge
  3. Seite 3 Schatzautos, Gameplay und Basisbau
  4. Seite 4 Jahreszeiten und KI
  5. Seite 5 Technik, Wertung und Fazit
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