Forza Horizon 4 in der E3-Hands-on-Preview: Fahrspaß für alle!
Special
Der König der Arcade-Racer ist zurück! Auf der E3 2018 in Los Angeles wurde Forza Horizon 4 der Öffentlichkeit präsentiert und bereits Anfang Oktober dürft ihr am Steuer Platz nehmen. Wir haben Microsofts exklusiven Open-World-Spaß-Raser im Rahmen der Messe gespielt und verraten euch in unserer Vorschau, warum der Titel wohl selbst das grandiose Forza Horizon 3 überholen wird.
Eigentlich waren sich alle Rennspiel-Freunde schon sicher, dass auf der diesjährigen E3 in Los Angeles ein vierter Teil der Forza-Horizon-Reihe vorgestellt wird, dementsprechend war die Präsentation auf der Microsoft-Pressekonferenz keine große Überraschung. Allerdings hatten sich die meisten Racing-Fans bei der Wahl des Settings ziemlich verschätzt. Südamerika, Skandinavien und Tokio gehörten zu den Favoriten der Fans bei der Wahl des Schauplatzes für Teil 4, doch letztendlich dürfen wir in FH4 "nur" durch Großbritannien düsen. Laut den Entwicklern soll die Spielwelt von Horizon 4 jedoch die bislang beste und authentischste der gesamten Reihe sein. Warum dies der Fall ist, verrieten sie uns im Rahmen einer Präsentation während der Messe. Und gespielt haben wir das neue Open-World-Forza natürlich auch. Sowohl mit dem Controller als auch stilecht im Racing-Seat.
Heimatliebe in vier Jahreszeiten
Die Entwickler von Playground Games erklären uns, dass Großbritannien anfangs gar nicht als Setting für Forza Horizon 4 vorgesehen war. Dies ergab sich erst daraus, dass das Londoner Studio unbedingt dynamische Jahreszeiten ins Spiel einbauen wollte und dem Team beim Grübeln über dem eigenen Konzept bewusst wurde, dass sich ihre Heimat für die Umsetzung dieses neuen Features perfekt anbieten würde. Großbritannien unterscheide sich in den vier Jahreszeiten so sehr, dass man die wechselnden Umstände im Spiel super darstellen könne, sagt man uns. Zudem sei es so möglich gewesen, die bislang authentischste Spielwelt der Horizon-Reihe zu entwickeln. Normalerweise sende man nur ein kleines Team in das Gebiet, das man im Spiel umsetzen möchte, um dort zu recherchieren, Bilder zu schießen und ein Gefühl für Land und Leute zu entwickeln. Nun sei es aber möglich gewesen, dass komplette Studio dafür zu nutzen, sie quer durch ganz Großbritannien zu schicken und sich natürlich auf deren Heimatkenntnis zu stützen.
So konnte man das neue Seasons-Feature perfekt ins Spiel einbauen. Die Jahreszeiten sollen das Spiel nicht nur optisch abwechslungsreicher machen, sondern auch für ein anderes Spielgefühl sorgen. Im Frühling regnet es viel, was sich natürlich auf die Straßenverhältnisse auswirkt. Im Herbst hingegen sind die Felder abgemäht, wodurch sich bei Offroad-Rennen andere Möglichkeiten ergeben als im Sommer. Und im Winter soll euch nicht nur der Schnee das Rennenfahren erschweren, sondern auch neue Aufgaben bieten: Seen und Flüsse sind zugefroren und laden zu einer Rutschpartie ein. Als wir Forza Horizon 4 (jetzt kaufen 167,39 € ) auf der E3 spielen dürfen, können wir uns selbst davon überzeugen, dass die Ansagen von Playground Games kein leeres PR-Geblubber sind.
Quelle: Microsoft
Forza Horizon 4 in der E3-Hands-on-Preview: Fahrspaß für alle! (4)
Die E3-Demo ist zwar kurz und knackig, lässt uns aber durch alle vier Jahreszeiten brausen und in unterschiedliche Vehikel steigen. Im fertigen Spiel sollt ihr übrigens aus über 450 Autos auswählen dürfen. In der FH4-Demo haben wir unterschiedliche Ziele pro Season. Mal sollen wir eine gewisse Geschwindigkeit erreichen, mal einfach nur das Rennen gewinnen. Die Steuerung ist genauso eingängig wie beim Vorgänger, vermittelt aber dennoch gut die Eigenheiten der verschiedenen Autos. Wir rasen über nassen Asphalt, trockene Wiesen, matschigen Waldboden sowie natürlich über Schnee und Eis. Je nach Jahreszeit, Streckenuntergrund und Witterungsbedingungen fährt sich Horizon 4 anders. Vor allem im Winter müssen wir vorsichtig das Gas dosieren, um nicht am nächsten Baum zu landen und das altbekannte Rückspul-Feature zu bemühen. Es ist beinahe erstaunlich, dass dem Titel trotz dieser Features, die man eigentlich eher von einer Simulation erwarten würde, nie der Arcade-Vibe verloren geht. Forza Horizon 4 macht unfassbar viel Spaß - so viel Spaß, dass wir die E3-Demo gleich mehrmals spielen.
Die Zukunft der Open-World-Rennspiele?
Quelle: Microsoft
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Im Gespräch haben uns die FH4-Entwickler noch eingies mehr verraten. Man habe mit Horizon 4 vor, das Spielgefühl der Reihe zu erweitern. Während sich die drei vorherigen Teilen anfühlten wie der Traumurlaub eines Rasers, möchte man mit dem vierten Teil das Traumleben eines Rennfahrers vermitteln. Man startet als Rookie im Horizon-Festival und lässt sich schließlich häuslich nieder. Ja, ihr dürft sogar eigene Häuser oder gar Schlösser kaufen und dort mit eurem Fuhrpark einziehen. Allerdings braucht ihr dafür natürlich auch Geld und das verdient ihr nicht nur mit Racing, sondern auch mit Jobs. Doch keine Sorge, ihr müsst euch nicht in einen Anzug zwängen und an einem Bankschalter herumvegetieren. Eure Arbeit hat selbstverständlich etwas mit Racing zu tun. So könnt ihr euch beispielsweise als Taxifahrer verdingen, Vehikel für ein Auto-Magazin testen oder als Stunt-Fahrer anheuern. Wer die Horizon-Serie kennt, hat wohl schon so eine Ahnung, dass diese Job-Missionen ziemlich verrückt und actionreich ausfallen dürften. Eure Abenteuer auf der Maloche werden in sogenannten Horizon-Storys erzählt und sollen eurem Avatar einen eigenen Charakter verleihen.
Quelle: Microsoft
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Die Open World ist nun übrigens eine geteilte Welt, in der auch andere Fahrer ihr Unwesen treiben. Wer wirklich nur alleine gegen Drivatare antreten möchte, kann dies jederzeit im Pausemenü einstellen, doch die Entwickler selbst sagen, dass einem so ein großer Teil des Fahrspaßes von Forza Horizon 4 entgehen würde. Man kann nun problemlos aus einem Menü PvE- oder PvP-Herausforderungen starten und annehmen. Für besonders kompetitive Spieler soll es sogar ein Ligen-System geben. Die Jungs von Playground Games sagen jedoch, dass sie auch um die Probleme einer solchen geteilten Welt wüssten und deshalb konsequent dagegen angehen würden. Man erklärt uns: "Ein paar Fahrer sind Arschlöcher und wollen anderen den Spaß versauen, indem sie diese rammen. Das ist bei uns aber nicht möglich." Sofern ihr nicht mit besagtem "Arschloch"-Fahrer im Koop-Modus zusammen unterwegs seid, ist dieser nur ein Ghost, der durch euch hindurchfährt, sollte er crashen wollen. Sollte er euch im Koop nerven, könnt ihr ihn ganz einfach blocken und er wird nie wieder in eurem Spiel auftauchen.
Ja, richtig gelesen: Es gibt einen Koop-Modus. Ihr dürft euch mit bis zu fünf anderen Fahrern zusammenschließen und das komplette Spiel mit allen Rennen und Herausforderungen gemeinsam erleben. Zudem gibt es einige Komfort-Funktionen in der geteilten Welt, die so zuvor bei Multiplayer-Open-World-Rennspielen nicht möglich waren. Beispielsweise könnt ihr trotzdem das Rückspul-Feature nutzen. Wer vom Gerede der Mitspieler genervt ist, darf auch in einem rudimentären Chat-Programm mit den anderen Fahrern interagieren. Sehr schön. Apropos schön: Auch technisch mach Forza Horizon 4 eine hervorragende Figur. Die Texturen sind knackscharf, die Wetter- und Lichteffekte wunderschön und das Geschwindigkeitsgefühl schlichtweg großartig. Auf der Xbox One X wird der Titel sogar mit 60 Bildern pro Sekunde laufen. Ein Novum (auf Konsolen) für die Horizon-Reihe.
