Fortnite im Test: Nintendo-Switch-Version, Early Access oder Free2Play, Mikrotransaktionen, Meinung, Wertung
Test
Im Zuge der E3 2018 haben die Entwickler von Epic Games den Battle-Royale-Modus von Fortnite überraschend für die Nintendo Switch veröffentlicht. Wir haben uns für euch erneut in den Überlebenskampf gestürzt, um herauszufinden, ob eines der derzeit erfolgreichsten Online-Games auch auf der japanischen Daddelkiste Laune macht.
Wir hatten es eingangs bereits erwähnt: Auf Playstation 4 sowie Xbox One ist Fortnite eingeschlagen wie eine Bombe. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis die Verantwortlichen bei Epic Games ihren Online-Hit auch auf der Nintendo Switch veröffentlichen würden. Womit wir nicht gerechnet hatten: Die Japaner kündigten die Portierung für die erfolgreiche Hybridkonsole während ihrer E3-Direct-Show nicht nur an, Fortnite stand noch am selben Tag zum Download bereit. Doch wie gut spielt sich der Shooter auf der Switch? Welche Inhalte stehen euch dort zur Verfügung? Und mit welchen Restriktionen müsst ihr leben? Wir haben im Folgenden unseren Fortnite-Test vom 02. April 2018 erweitert, um euch auf diese und weitere Fragen die Antworten zu liefern.
In diesem Artikel
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Seite 1
Fortnite im(Early-Access-)Test - Update für Nintendo-Switch-Version
- 1.1 Fortnite im Test: Rette die Welt
- 1.2 Fortnite im Test: Bauen, kämpfen, sammeln
- 1.3 Fortnite im Test: Mehr Power, stärkere Hüllen
- 1.4 Fortnite im Test: Koop-Spiel durch und durch
- 1.5 Fortnite im Test: Paradies für Sammler
- 1.6 Fortnite im Test: Hübsch erschlagend
- 1.7 Fortnite im Test: Battle Royale
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Seite 2
Fortnite im Test: Nintendo-Switch-Version, Early Access oder Free2Play, Mikrotransaktionen, Meinung, Wertung
- 2.1 Fortnite auf der Switch: Nur PvP, kein Crossplay mit PS4
- 2.2 Fortnite auf der Switch: Kompaktes Battle-Royale-Erlebnis
- 2.3 Fortnite auf der Switch: Technisch okay, mit Luft nach oben
- 2.4 Fortnite auf der Switch: Leider kein Gyroskop
- 2.5 Fortnite auf der Switch: Unser Fazit
- 2.6 Fortnite im Test: Early Access, Free2Play - was denn nun?
- 2.7 Fortnite im Test: Mikrotransaktionen - was gibt's fürs Geld?
- 2.8 Fortnite im Test: Epic Games im Interview
- Seite 3 Bildergalerie
Fortnite auf der Switch: Nur PvP, kein Crossplay mit PS4
Wer unseren Test bis hierhin gelesen hat, der weiß: Fortnite besteht eigentlich aus zwei Teilen: der kostenlosen Battle-Royale-Variante sowie dem (noch) kostenpflichtigen PvE-Modus "Rette die Welt". Wenn ihr das Spiel auf der Nintendo Switch installiert, erhaltet ihr - genau wie in der Mobile-Variante von Fortnite - einzig Zugriff auf erstgenannten PvP-Modus. Eine Umsetzung der Koop-Balgerei für die Switch ist laut der offiziellen FAQ nicht geplant.
Besitzt ihr bereits ein Epic-Games-Konto, müsst ihr dieses übrigens nur mit eurem Nintendo-Zugang verknüpfen, um Zugriff auf euren bisherigen Fortnite-Fortschritt zu erhalten. Es gibt jedoch eine Ausnahme: Falls ihr euer Fortnite-Konto bereits mit einer PS4 verbunden habt, müsst ihr euch für das Nintendo-Gerät ein neues Konto erstellen. Sony verweigert sich auch an dieser Stelle der eigentlich vorhandenen Crossplay-Funktion. Das bedeutet im Umkehrschluss natürlich auch, dass ihr auf der Switch "nur" auf Gleichgesinnte trefft, die Fortnite auf PC, Mac, der Xbox One oder Mobile erleben.
Quelle: buffed
Fortnite im Test - Wer seinen Nintendo-Account mit dem Epic-Konto verknüpft, darf seine Fortschritte mit auf die Switch übernehmen.
Fortnite auf der Switch: Kompaktes Battle-Royale-Erlebnis
Positiv überrascht hat uns Fortnite bereits vor der ersten Partie: Mit etwa zwei Gigabyte zeigt sich die Switch-Umsetzung genügsam, die Verknüpfung der Konten geht schnell von der Hand und wenn wir uns mit Kumpels während der Partien unterhalten wollen, brauchen wir nur unser Headset in die Kopfhörerbuchse zu stecken - eine extra Smartphone-App wird nicht benötigt. Ansonsten erwartet uns auf der Switch das volle Battle-Royale-Programm, das wir derzeit auch auf PC und Co. geboten bekommen. Sprich: Wir klettern die Belohnungsleiter der aktuellen Saison 4 nach oben, profitieren von sämtlichen aktuellen Updates für den PvP-Modus und dürfen in der Mitte der Karte einen Krater unsicher machen, den Anfang Mai ein Meteor in die Oberfläche der Spielwelt gerissen hat. Mehr allgemeine Infos zum Battle-Royale-Modus findet ihr auf der ersten Seite unseres Tests.
Fortnite auf der Switch: Technisch okay, mit Luft nach oben
Mit Blick auf die Eigenheiten der Switch ist die wichtigste Frage natürlich, wie gut sich Fortnite auf der Nintendo-Konsole schlägt. Das Ergebnis geht in Ordnung, erreicht aber nicht die Qualität der anderen Fassungen (von Mobile abgesehen). Positiv hervorheben wollen wir die vertretbaren Ladezeiten sowie die kurzen Wartepausen von meist weniger als 30 Sekunden, die wir einlegen mussten, bis uns das Matchmaking eine Partie zugeteilt hat. Auch die Performance geht in Ordnung. Nur in Ausnahmefällen - etwa wenn wir uns beim frühestmöglichen Absprungpunkt in die erste Massenschlacht stürzen - stellt die Switch die Action in weniger als 30 Bildern pro Sekunde dar.
Den meist flüssigen Spielablauf erkauft sich die Konsole jedoch mit Einbußen bei der Grafikqualität. Die Auflösung skaliert dynamisch (auf dem Handeld teils sogar unter 480p), was für ein unruhiges Bild sorgt. Mangels optimaler Kantenglättung müsst ihr bei vielen Objekten und Modellen zudem mit Treppchenbildung leben, und auch in Sachen Weitsicht sind wir von den anderen Versionen besseres gewohnt, Pop-ups sind eher Regel denn Ausnahme.
Quelle: buffed
Fortnite im Test - Die Performance auf der Nintendo Switch geht in Ordnung, wird aber mit Einbußen bei der Grafikqualität erkauft.
Fortnite auf der Switch: Leider kein Gyroskop
Es ist zwar eine tolle Sache, Fortnite auf der Switch wirklich überall zocken zu können, doch müsst ihr bei der mobilen Variante nicht nur mit den technischen, sondern auch mit steuerungsspezifischen Defiziten leben. Die Bedienung geht zwar okay (auch wenn wir uns zumindest fürs Menü eine Touchscreen-Unterstützung gewünscht hätten, dafür gibt es nette HD-Rumble-Effekte und zig Anpassungsmöglichkeiten), doch wenn ihr in einem direkten Duell flink zwischen Baumodus und euren Waffen hin und her wechseln, Wände hochziehen und gleichzeitig euren wild durch die Gegend hüpfenden beziehungsweise bauenden Kontrahenten aufs Korn nehmen wollt, kommen die kleinen Sticks der Joycon an ihre Grenzen.
Schade, dass Fortnite keinen Gyroskop-Support anbietet, wie es etwa bei Splatoon oder Doom der Fall ist. So könnte man mit leichten Bewegungen des Handhelds leicht Zielkorrekturen vornehmen. Mit dem Pro Controller geht Fortnite übrigens deutlich besser von der Hand, so gut wie auf dem PC oder mit den Controllern der PS4 oder Xbox One fühlen sich die Schusswechsel aber auch hier nicht an.
Quelle: buffed
Fortnite im Test - Mit den Sticks der Joycon hatten wir in den hektischen Kämpfen so unsere Probleme. Schade, dass es keinen Gyroskop-Support gibt.
Fortnite auf der Switch: Unser Fazit
Ja, Fortnite: Battle Royale macht auch auf der Nintendo Switch Laune. Allein die Möglichkeit, den Online-Shooter in der mobilen Variante überall und jederzeit in solider Qualität zocken zu können, dürfte für viele bereits den kostenlosen Download rechtfertigen. In Sachen Umfang (Stichwort: Rette die Welt), Technik und Steuerung haben wir es hier jedoch mit der klar schwächsten Version nach der mobilen Variante zu tun. Wer Fortnite auf jeden Fall auf einem großen Bildschirm genießen will und die Möglichkeit hat, greift zur PC-, PS4- oder Xbox-One-Fassung.
Fortnite im Test: Early Access, Free2Play - was denn nun?
Ein Spiel, zwei Versionen, unterschiedliche Regeln - Epic Games sorgt mit Fortnite für epische Verwirrung. Wir bringen Licht ins Dunkel.
Wer die PvE-Kampagne von Fortnite namens "Rette die Welt", zocken will, muss sich den Early-Access-Zugang derzeit noch mit dem Kauf eines Gründerpakets freischalten. Bis zu 150 Euro könnt ihr in so ein Paket investieren, die günstigste Variante kostet knapp 40 Euro. Bevor ihr die Scheine zückt, solltet ihr jedoch wissen, dass Fortnite im Laufe des Jahres die Frühzugang-Phase verlassen und auf ein Free2Play-Modell wechseln wird. Ab wann ihr euch für lau in die Koop-Kämpfe stürzen dürft, ist nicht bekannt. Ganz anders sieht es beim Battle-Royale-Modus von Fortnite aus, den ihr bereits seit September 2017 kostenlos unsicher machen könnt. Zumindest auf PC, Nintendo Switch und Playstation 4. Besitzer einer Xbox One planen für Battle Royale zumindest die Kosten einer Xbox-Live-Gold-Mitgliedschaft ein. Das Microsoft-Abo benötigt ihr auch für die kostenpflichtige Early-Access-Variante.
Fortnite im Test: Mikrotransaktionen - was gibt's fürs Geld?
Fortnite ist im Kern ein Free2Play-Spiel, rechnet also mit einem Ingame-Shop, in dem ihr jede Menge Geld lassen könnt. Doch wie fair ist das Angebot?
Die Early-Access-Phase von Fortnite mag kostenpflichtig sein, doch habt ihr es hier dennoch mit einem waschechten Free2Play-Titel zu tun, Ingame-Shop und Mikrotransaktionen inklusive. Im PvE-Modus sowie in Battle Royale habt ihr im Reiter "Shop" die Möglichkeit, sogenannte V-Bucks zu kaufen. 1.000 Einheiten der Währung gibt es für 9,99 Euro, für 2.800 zahlt ihr knapp 25 Euro, 7.500 schlagen mit etwa 60 Euro zu Buche und für 13.500 V-Bucks werden auf einen Schlag 99,99 Euro fällig. Im Gegensatz zu allen anderen Währungen, Ressourcen und Gegenständen könnt ihr erworbene oder erspielte V-Bucks in beiden Fortnite-Varianten nutzen.
Quelle: buffed
Fortnite im Test - Das kennt ihr auch aus anderen Free2Play-Spielen: Ihr erhaltet für das tägliche Einloggen extra Schmankerl wie Lootboxen oder Skizzen.
Battle Royale mit Battle Pass und Shop
Im Shop des kostenlosen PvP-Modus dürft ihr euch für die Bucks ausschließlich kosmetische Angebote wie Outfits, alternative Erntewerkzeuge, neue Hängegleiter oder Emotes kaufen. Darüber hinaus gibt es noch zwei Versionen des sogenannten Battle Pass, über den ihr euch im Laufe einer Saison durch Stufenaufstiege weitere meist kosmetische Belohnungen verdient. Neben Rücken-Accessoires, Bannersymbolen oder Konzeptzeichnungen warten hier aber auch V-Bucks auf euch. Der Unterschied zwischen der kostenlosen und kostenpflichtigen Stufenleiter: In Letztgenannter gibt es bei jedem Level-Aufstieg eine Belohnung, außerdem sammelt ihr pro Partie deutlich mehr Erfahrungspunkte ein. Bleibt ihr bei der Free-Pass-Variante, geben sich die Entwickler in allen Belangen sehr viel geiziger.
PvE-Modus mit Gründerpaketen und Shop
Die Gründerpakete für die PvE-Kampagne von Fortnite gibt es in vier Varianten; je mehr Geld ihr investiert, desto mehr Ingame-Items wie Waffen, Helden oder Verteidiger beziehungsweise Boni für XP-Boosts oder euer Lagerinventar erwarten euch. Die im Shop gekauften oder in den Missionen verdienten V-Bucks investiert ihr wiederum in Lamas, die sich wie eine Piñata aufschlagen lassen und so mehrere zufällige Belohnungen zum Vorschein bringen. Wer also während der Rettung der Welt Geld in V-Bucks steckt, kommt unterm Strich schneller an seine Wunschhelden, -Waffen- und Fallen-Schemata oder -Helfer. Ein Selbstläufer wird die umfangreiche Kampagne dadurch jedoch nicht.
Fortnite im Test: Epic Games im Interview
Die Entwickler haben mit uns über den aktuellen Erfolg sowie über die Zukunft von Fortnite gesprochen.
Frage: Habt ihr mit dem Erfolg von Fortnite gerechnet? Wie wollt ihr die Community langfristig ans Spiel binden?
Epic Games: Uns hat die Reaktion auf Battle Royale umgehauen. Wir dachten zwar, dass es Spaß machen könnte, das Bausystem von Fortnite mit einem 100-Spieler-Battle-Royale zu verbinden, doch wussten wir nicht, was die Spieler davon halten würden. Wir sind sehr dankbar für das großartige Feedback. Nun heißt es für uns, zuzuhören und mit den Spielern zu interagieren. Das ist sehr wichtig für uns und wir wollen das auch in Zukunft auf Reddit, in den Foren und anderen Online- Bereichen tun.
Quelle: buffed
Fortnite im Test - Die Lama-Lootboxen sind eure wichtigste Quelle für neue Helden, Skizzen, Überlebende, Verteidiger und einiges mehr.
Frage: War der Battle-Royale-Modus von Anfang an Teil eurer Pläne und könnt ihr euch weitere Spielmodi im Fortnite-Universum vorstellen?
Epic Games: Unser Fokus lag bei Fortnite zu Beginn klar auf der PvE-Kampagne. Mit der Entwicklung von Battle Royale haben wir erst letzten Sommer begonnen. Was neue Spielmodi betrifft, wollen wir weiterhin zeitlich begrenzte Events bieten, die auf spaßige Art die bekannte Battle-Royale-Formel verändern.
Games Aktuell: Habt ihr das Gefühl, dass sich die beiden sehr unterschiedlichen Spielmodi gegenseitig befruchten?
Epic Games: Es ist toll zu sehen, wenn Battle-Royale-Spieler irgendwann Rette die Welt ausprobieren oder andersherum. Aber wir finden es auch toll, dass Fortnite komplett unterschiedliche Spielertypen anspricht. Vom Entwickler-Standpunkt aus profitieren PvP und PvE ebenfalls voneinander. Wir nutzen häufig Inhalte, die wir für einen Modus entwickelt haben, später auch im anderen. Gleiches gilt natürlich auch für Gameplay-Verbesserungen.
Games Aktuell: Gibt es einen konkreten Zeitraum für das Ende der Early-Access-Phase von Fortnite?
Epic Games: Wir planen weiterhin mit 2018.
