Fortnite Kapitel 2: Map, Boote, Verstecken, Battle-Pass - das neue Fortnite ausprobiert
Special
Nach einem großen Special-Event, bei dem das komplette Spieluniversum von Fortnite in einem schwarzen Loch verschwand und das Game rund eineinhalb Tage offline ging, ist der Battle-Royale-Shooter diesmal nicht nur in eine neue Staffel, sondern gleich in ein ganz neues Kapitel gestartet: Kapitel 2, Staffel 1. Damit einher gehen jede Menge Neuerungen und wohl am offensichtlichsten eine komplett neue Map. Wir haben das "neue" Fortnite ausprobiert.
Die wohl größte und wichtigste Veränderung betrifft die Spielwelt des Online-Shooters. Ganze zehn Seasons fanden auf der (nun) alten Insel statt. Die veränderte sich im Laufe der Zeit zwar immer wieder, teils auch stark und mitunter häufig in kurzer Zeit, aber in ihren Grundzügen blieb die Spielwelt zumindest immer gleich. Das ist nun zum allerersten Mal anders. Die neue Season 1 in Kapitel 2 findet auf einer ganz neuen Insel statt. Am Look hat sich dabei nicht wirklich viel verändert. Klar, die Landschaft ist völlig anders, die insgesamt 13 verschiedenen Orte sind alle neu, sämtliche Gebäude verändert und so weiter - aber das sieht alles immer noch nach Fortnite (jetzt kaufen 25,00 € ) aus, wie man es kennt. Nur die Orientierung gilt es nun neu zu finden sowie Orte, die sich gut für den Aufbau einer Festung oder beispielsweise zum Snipen eignen. Das ist auch gar nicht verwunderlich, hat sich doch am Grafikstil sowie Stil der Spielwelt nicht wirklich etwas verändert. Tatsächlich unterscheiden sich die speziellen Event-basierten Zonen wie zuletzt Gotham oder das Borderlands-Gebiet gefühlt mehr von der sonstigen Fortnite-Spielwelt, als es die neue Insel von der alten tut.
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Doch Aufbau, Look und Co. der Spielwelt sind nur ein Aspekt, mindestens genauso wichtig ist die Frage: Macht das Spielen auf der neuen Insel auch Spaß? Hier können wir beruhigen: ja, tut es. Natürlich vermissen wir manch liebgewonnene Ecken der alten Insel, zum Beispiel das gigantische Kaiju-Skelett inklusive überdimensionalem Schwert, das uns stets an eines der wohl beeindruckendsten Live-Events in Fortnite erinnerte. Doch der Neuanfang bietet nun natürlich die Möglichkeit, einen Schlussstrich zu setzen und damit zu beginnen, neue Erinnerungen zu sammeln. Denn sind wir doch mal ganz ehrlich: Auch wenn die alte Insel abwechslungsreich war und sich oft verändert hat, so haben wir sie doch bis dato schon unzählige Male aus allen Winkeln wieder und wieder zu Gesicht bekommen.
Die neue Map bringt frischen Wind in die Online-Matches in Fortnite. Und wie schon gesagt, ja, auch Spaß macht das Spielen darauf. Selbstverständlich haben die Jungs und Mädels bei Epic Games nicht einfach irgendeine beliebige Spielwelt erschaffen, sondern sich darum bemüht, Locations zu kreieren, auf denen das typische Fortnite-Gameplay funktioniert. Wo also zum Beispiel im Modus Gruppenkeile die Team-basierte Action mit bis zu 40 Spielern in zwei 20er-Gruppen weder beengt noch zerstreut wirkt, wenn die sichere Zone gegen Ende des Matches immer kleiner wird. Wo der erbitterte Kampf um den epischen Sieg in klassischen Battle-Royale-Modus Möglichkeiten zum taktischen Vorgehen bietet, egal, ob man nun eher Draufgänger oder Sniper aus dem Hinterhalt ist. Die neue Insel ist anders. Aber sie ist gut.
Verstecken und Explosionen
Aber nicht nur die Insel hat sich verändert, sondern auch andere Teile der Spielwelt. So ist es nun möglich, sich in bestimmten Gegenständen zu verstecken, beispielsweise in Heuballen im neuen Farm-Gebiet oder in Müllcontainern in eher städtischen Gegenden der Insel 2.0. Man könnte nun sagen: wurde aber auch Zeit. Warum das ganze zehn Seasons lang nicht möglich war, ist schon zumindest fragwürdig. Man könnte aber auch wohlwollender sein und sagen: Ja, das Verstecken bietet taktisch neue Möglichkeiten im Gefecht, sehr gut! Ähnliches gilt für die neuen Explosionen. So fliegen beispielsweise explosive Gaskanister und Ölfässer nun in die Luft und richten in ihrem Umfeld Schaden an. Auch das kennt man aus anderen Shootern teils seit Jahrzehnten und doch, bisher war das in Fortnite nicht möglich. Auch in diesem Punkt sind wir einfach mal wohlwollend und freuen uns darüber, auch diese Möglichkeit nun in unsere Taktik mit einzubeziehen und unsere Gegner, wenn es sich ergibt, dadurch auszuschalten, dass wir auf das Ölfass neben sie schießen.
Quelle: PC Games
Fortnite Kapitel 2: Map, Boote, Verstecken, Battle-Pass - das "neue" Fortnite ausprobiert (6)
Wasser-Gameplay
Ebenso neu ist Wasser-Gameplay und zwar auf gleich drei Arten. Erstens kann unsere Spielfigur in Fortnite nun endlich schwimmen! Um diese Möglichkeit zu bieten, hat auch schon die GTA-Reihe viel zu lang gebraucht. Vielleicht erinnert ihr euch: Noch in GTA Vice City ertrank man in Windeseile, wenn man ins Wasser fiel. Das änderte sich dann erst später mit GTA San Andreas. Auch bei Fortnite war es bis zum Relaunch nicht möglich zu schwimmen. Das bedeutet aber auch, dass ihr nun euren Gegnern hilflos ausgeliefert seid, wenn ihr durch einen Fluss oder See schwimmt, weil ihr dann keine Waffen einsetzen könnt, selbst aber ein offensichtliches und nicht allzu flottes Ziel für die Widersacher seid. Ohne das Schwimmen-Feature war es bisher ja so, dass die Gewässer alle nur knietief waren und euch beim Durchqueren nur verlangsamten, ihr konntet aber eure Waffen stets noch einsetzen. Das ist nun anders und beeinflusst ohne Frage die Taktik beim Durchstreifen der Spielwelt.
Dadurch ergeben sich aber auch zwei neue Möglichkeiten in Form ebenfalls neuer Features. So könnt ihr nun die Angelrute auswerfen und neben Fischen (welche eure Lebensenergie regenerieren) auf diesem Weg auch Waffen und Munition aus dem kühlen Nass ziehen. Angeln finden ihr nebst allen anderen Waffen zum Beispiel in Loot-Kisten, auswerfen könnt ihr sie in jedes Gewässer. An manchen Stellen, kenntlich gemacht durch sichtbare Fische, stehen eure Chancen auf guten Loot aber höher. Zuletzt umfasst das neue Wasser-Gameplay auch Motorboote. Die könnt ihr nicht nur alleine steuern, sondern zusammen mit eurer Squad nutzen, um auf Wasser schnell voranzukommen und von Bord auf eure Gegner zu schießen. Das Motorboot verfügt zudem über einen recht schlagkräftigen Raketenwerfer, mit dem sich vor allem gegnerische Konstrukte ziemlich effizient zerstören lassen. Speziell im Gruppenkeile-Modus bereiten die Motorboote viel Spaß.
Quelle: PC Games
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Aufrüstbank und mehr
Was gibt es sonst noch neues? Nun, noch ein paar weitere Dinge. Mit der Bandagen-Bazooka könnt ihr eure Squad-Mitglieder schnell und effizient unterstützen, indem ihr sie heilt. Auch neue Gruppen-Emotes sollen das Zusammengehörigkeitsgefühl bestärken. Das Waffenarsenal wurde verkleinert, um "zurück zu den Ursprüngen" zu gehen, wie es Epic Games selbst auf der Fortnite-Website bezeichnet. Wir finden: gut so. Das macht die Gefechte übersichtlicher und die Chancen stehen niedriger, sich in zu vielen Details zu verlieren. Neu ist auch die Aufrüstbank, die ihr an verschiedenen Stellen auf der Map findet, zum Beispiel in einer Scheune im neuen Farm-Gebiet. Dort könnt ihr eure Waffen verbessern, in dem ihr eure Ressourcen einsetzt, also Holz, Stein und Stahl. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten, war es doch bisher ausschließlich möglich, bessere Varianten einer Waffe zu bekommen, indem ihr sie aufsammelt. Sei es nun aus einer Loot-Kiste oder von einem erledigten Gegner. Nun eben könnt ihr das Ganze auch selbst in die Hand nehmen statt es dem Zufall zu überlassen. Sehr schön!
Weniger grinden!
Eine vielleicht zunächst gar nicht so wichtig erscheinende, aber tatsächlich relevante Neuerung gibt es auch beim Battle-Pass und XP-System. So erhaltet ihr nun viel häufiger Erfahrungspunkte und somit letztlich Pass-Aufstiege inklusive Belohnungen für Herausforderungen, die ihr während des normalen Gameplays ohnehin erledigt. Zum Beispiel für das Entdecken der verschiedenen Gebiete oder für das Anrichten einer bestimmten Gesamtschadenssumme mit einer spezifischen Waffe. Dadurch ist weniger Grinden nötig, um aufzusteigen und Belohnungen zu sammeln, sei es nun im Free- oder Battle-Pass. Auch diese Neuerung dürfte vielen Spielern entgegenkommen. Davon ab steckt auch der neue Battle-Pass zu Kapitel 2 Staffel 1 voll mit Belohnungen, insgesamt über 100 davon. Neue Outfits, Waffen-Lackierungen, Gleiter, Moves und Emotes, Hacken-Styles, Rucksäcke, Ladebildschirme und bis zu 1500 V-Bucks könnt ihr einheimsen.
Neu beim Kreativmodus
Zu guter Letzt hat auch der Kreativmodus einige Neuerungen erfahren. Im neuen "Vorgestelltes Zentrum" präsentiert ihr eure Kreationen. Für diese könnt ihr auf neue Schlüssel-Schloss-Systeme zurückgreifen, es gibt neue Vorlageinseln, Spukhaus-Fertigobjekte passend zu Halloween, entsprechen Galerien im Spukhaus-Stil, die neuen Inseln Grashügelzentrum und Küsteninsel, außerdem wurden Fehler behoben, die Geräte-Systeme angepasst sowie Verbesserungen und Änderungen an der Benutzeroberfläche vorgenommen.
Quelle: PC Games
Fortnite Kapitel 2: Map, Boote, Verstecken, Battle-Pass - das "neue" Fortnite ausprobiert (4)
Alles anders?
Also alles anders beim "neuen" Fortnite? Nein, mitnichten. Das erfolgreichste Battle Royale der Welt behält seine alten Stärken, besinnt sich teilweise sogar wieder stärker auf diese zurück und entwickelt sich mit dem Kapitel 2 weiter. Wasser-Gameplay, Verstecke, Explosionen und die Aufrüstbank waren lange überfällig und bieten echten Mehrwert sowie neue taktischen Möglichkeiten. Die neue Karte macht einen guten ersten Eindruck, bietet das gleiche Qualitätsniveau wie die alte, muss aber noch zeigen, ob sie genauso wandlungsfähig ist wie ihre Vorgängerin. Die neuen Squad-Features erweitern die Zusammenarbeit mit dem Team und die Änderungen am XP-System sowie Battle-Pass verringern den Grind für Belohnungen - gut so! Auch alle anderen Verbesserungen und Anpassungen hieven Fortnite im Online-Modus auf ein höheres Level und vergrößern den Spielspaß. Wer dem Spiel schon länger den Rücken gekehrt hat, findet jetzt wohl einen guten Zeitpunkt vor, mal wieder reinzuschauen.
