Der Hammer ist gefallen: Mit einem Urteil muss Google jetzt eine Niederlage im Rechtsstreit gegen Epic Games hinnehmen.
In einem langjährigen Rechtsstreit zwischen Epic Games und Google ist früher als erwartet ein Urteil gefallen und Google musste jetzt eine satte Niederlage verzeichnen. Der Konzern wurde vom US-Berufungsgericht des 9. Bezirks eines Verstoßes gegen das Kartellrecht für schuldig befunden. Worum ging es in diesem Rechtsstreit und warum hat Epic Games gewonnen?
Langer Rechtsstreit endet früher als erwartet
Vor fünf Jahren gab es in der Gamingwelt einen Aufschrei der Empörung, da sowohl Apple als auch Google den ungemein beliebten Shooter Fortnite (jetzt kaufen 25,00 € ) aus ihren App-Stores entfernt haben. Weshalb? Epic hatte zuvor eine eigene Bezahlmethode in Fortnite implementiert, um die Transaktionsgebühren zu umgehen, die Google und Apple bei In-App-Käufen berechnen. Nach der Entfernung des Spiels zog Fortnite-Entwickler Epic gegen die beiden App-Store-Betreiber vor Gericht. Im Prozess gegen Apple unterlag der Spielekonzern.
Anders im Falle Google: Die Jury entschied in diesem Verfahren zugunsten von Epic und gab an, dass der Konzern Google den Wettbewerb aktiv unterdrückt und durch seine Verträge und seine Kontrolle über den App-Verkauf faktisch ein Monopol geschaffen hat. Doch lässt sich Google das gefallen?
Google ist in Berufung gegangen
Der Konzern Google war mit diesem Urteil natürlich nicht einverstanden und legte Berufung ein. Der Suchmaschinen-Gigant gibt unter anderem an, dass die Jury den Wettbewerb durch den großen Konkurrenten Apple nicht berücksichtigt habe. Das Gericht wies diese Klage mit der Begründung zurück, die Beweise für Googles wettbewerbswidriges Verhalten seien eindeutig und stichhaltig. Eine weitere satte Niederlage für Google.
Nun bleibt Google nur noch der Schritt vor den Obersten Gerichtshof. Sollte das Unternehmen diesen Schritt nicht unternehmen, wird es wohl gezwungen sein, umfangreiche Änderungen am Play Store vorzunehmen. Hierdurch wird es Entwicklern dann zukünftig ermöglicht, eigene Zahlungssysteme in ihren Apps und Spielen zu verwenden. Wir sind gespannt, wie es in dieser Angelegenheit weitergeht.
Quelle: gamereactor.eu
