Flying Red Barrel: The Diary of a Little Aviator: Der Geheimtipp endlich für Steam
Test
Mit dem Shoot 'em Up Flying Red Barrel erscheint kein neues Spiel, denn der Titel wurde bereits 2007 in Japan veröffentlicht und 2009 schließlich auf Englisch übersetzt. Trotz der Tatsache, dass man gar nicht so einfach an den Titel rankam, bildete sich eine wachsende Community. Der Wunsch vieler Spieler, dass der Titel endlich auf Steam erhältlich sei, wird am 19. Juni 2020 erfüllt.
Mit Flying Red Barrel findet ein eigentlich schon altes Shoot 'em Up seinen Weg auf Steam. Die englische Version des Spiels erschien bereits 2009 und waberte mit zwei verschiedenen Übersetzungen durch das Internet. Über zehn Jahre später erfüllt man nun den Wunsch der Community, den Titel in seine Steam-Bibliothek packen zu können.
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Mit der neuen Version gehen nur sehr kleine Änderungen einher. Die Kapitelüberschriften wurden leicht überarbeitet und einige Tasten bekommen neue Funktionen, die außerhalb von Japan gebräuchlich sind. So kann man nun mit der Escape-Taste das Spiel pausieren, was in der alten Version ausschließlich durch Drücken von "T" möglich war. Davon abgesehen bleibt es bei der englischen Sprachversion des Spiels.
Aller Anfang wirkt einfach
Mit charmanter Comicgrafik und teilweise recht aufdringlichem Soundtrack wirkt das Shoot 'em Up, wie ein leichter Zeitvertreib mit niedlichen Figuren und witzigen Dialogen. Sobald man im Menü die Steuerung nachschaut hat und sich ins Spiel stürzt, wird man schnell eines Besseren belehrt. Nicht ohne Grund verdient sich der Titel den Genre-Beinamen "Bullet Hell".
Quelle: PC Games
Während des Spiels tauchen am Rand unseres Bildschirms Dialoge auf. Sie erzählen die Geschichte des Spiels, die auf 18 mögliche Enden hinauslaufen kann.
Eine Mischung aus Münzen, Kugeln, Raketen und Gegnern kreuzt unseren Bildschirm und schnell verlieren wir den Überblick und unsere drei Leben. Insgesamt kann das dreimal passieren, bevor wir auf den Titelbildschirm zurückgeworfen werden. Wieder im Menü, machen wir die Münzen transparent und unsere Hitbox sichtbar und siehe da, schon klappt das Ganze viel besser.
Allerdings bekommen wir den Bogen erst nach einigen Stunden raus. Ohne eine Anleitung oder eine Ahnung, wie das Punktesystem funktioniert, ist man in Flying Red Barrel nämlich ganz schön aufgeschmissen. Mit Maschinengewehrfeuer und maximal fünf Raketen schießen wir mit unserem kleinen Flugzeug alles vom Himmel, was sich treffen lässt. Jeder Gegner lässt Münzen zurück, die unsere Raketen nachladen und unseren Punktestand auffüllen. Jede Rakete erhöht zudem den Punktemultiplikator, der sich wahnsinnig schnell wieder zurücksetzt. Erst als wir anfangen, mit besagten Raketen hektisch um uns zu schmeißen, sehen wir Land und erhalte sogar Extraleben von zufälligen Münzen.
Mehr Story, als man denkt
Quelle: PC Games
Zwischen Münzen, Raketen und Kugelhagel verliert man schnell den Überblick. Weiß man nicht, wie groß die eigene Hitbox ist, wird das schnell zum K.O-Kriterium.
Einfach wird das Shoot 'em Up dadurch aber noch lange nicht. Der Zwang zum aggressiven Vorgehen und der andauernde Goldregen haben aber etwas ungemein Befriedigendes. Was die Kugelhölle aber genial macht, ist die Geschichte dahinter. Während das Spiel lädt, erfahren wir, dass Menschen erst vor kurzem Flugzeuge erfunden haben und wir als Teil "der Gilde" versuchen, den Himmel von Piraten zu befreien. Dabei stoßen wir auf viele Hindernisse. Denn als junges Mädchen mit einem sehr kleinen, rundlichen Flugzeug will uns niemand so recht ernst nehmen. Die Story entwickelt sich über Gespräche, die am Rand unseres Bildschirmes auftauchen. Geschieht dies in einem hektischen Moment, verpassen wir leider Teile der Dialoge. Ist das Spiel geschafft, gibt es keinen Grund, aufzuhören, denn auf uns warten 18 verschiedene Enden und allerlei geheime Bosskämpfe. Die schalten wir beispielsweise frei, indem wir Gegner auf bestimmte Weise besiegen - oder davonziehen lassen.
In der halben Stunde, die man für einen Durchgang braucht, erlebt man im besten Falle also immer etwas Neues. Mit drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden, die unter anderem die Taktiken der Bosse beeinflussen, kann man sich über zu wenig Herausforderung auf jeden Fall nicht beklagen.
