Final Fantasy 7 Remake: Im Osten was Neues? Alle Infos von der Tokyo Game Show
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Dass auf der Tokyo Game Show Final Fantasy 7 Remake nicht fehlen darf, ist selbstverständlich. Wir fassen alle neuen Erkenntnisse zusammen.
Auf der diesjährigen Tokyo Game Show gab es so einiges zu sehen für treue Playstation-Fans. Etwa die neuen Spielszenen zu Death Stranding. Oder aber neues Gameplay-Material zum Remake von Final Fantasy 7 - mit einer kleinen Überraschung, doch dazu später mehr. Wie mittlerweile jeder mitbekommen haben dürfte, erscheint der runderneuerte JRPG-Klassiker zunächst im Episoden-Format. So verwundert es nicht, dass auch die auf der TGS gezeigten Szenen ebenfalls in der Stadt Midgar spielten - der Midgar-Part ist schließlich alles, was in der ersten Episode enthalten ist. Zu sehen war beispielsweise erneut der Kampf gegen den Wachskorpion-Boss im Shinra-Reaktor, bei dem sich Cloud und Barret mit Nah- und Fernkampfattacken abwechseln.
Ebenfalls schön: Während die beiden durch die Fabrik hechten, tauschen sie immer wieder ein paar Worte aus, was für etwas mehr Flair und Ambiente sorgt. Erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde hingegen das Gefecht von Cloud, Tifa und Aerith mit dem Kanalisations-Monster Aps - wer sich erinnert: direkt unter dem Anwesen von Don Corneo. Auch eine Beschwörung - Ifrit - durften wir dabei erstmals bewundern. Der feurige Dämon haut euren Gegnern aber im Gegensatz zu früher nicht einfach nur einen Satz Flammen um die Ohren und verkrümelt sich dann wieder in die Hölle. Stattdessen bleibt er eine Weile als zusätzliches Party-Mitglied im Kampf und greift eure Gegner an. Direkt steuern könnt ihr den gehörnten Kollegen allerdings nicht, seine normalen Angriffe löst er also von selbst aus. Immerhin könnt ihr ihm dafür diverse Spezialattacken befehlen - die aber ebenfalls euren ATB-Balken auffressen. Ist der Beschwörungs-Timer in Gestalt eines violetten Balkens abgelaufen, zündet Ifrit noch einmal seine altbekannte Höllenfeuer-Attacke und verschwindet dann erst einmal wieder.
Quelle: Square Enix
lda, isch beschwör: Die Summons wie hier im Bild Ifrit nehmen nun für eine Weile am Kampf teil und lassen sich befehligen, bevor sie ihren Superangriff zünden.
Eine schicke Neuerung, denn so bringen die Beschwörungen eine größere taktische Komponente mit sich und sind nicht mehr nur glorifizierte Angriffs-Zauber. Übrigens: Wie FF-Mastermind Yoshinori Kitase während der Präsentation erklärte, lässt sich jede Waffe eurer Charaktere mit Beschwörungs-Materia bestücken. Gut so! Auch ein paar weitere versprochene Neuerungen konnten wir während der rund 45-minütigen Demo in Aktion sehen, etwa die zerstörbaren Level-Objekte. Anders als in der klassischen Version zertrümmert ihr so beispielsweise Fässer oder Kisten, um darin verborgene Gegenstände oder Knete einzusacken. Das dürfte für ein wenig mehr Dynamik in den ansonsten zugegeben sehr statischen Umgebungen sorgen - und Entdecker-Naturen noch etwas mehr fordern als das Urspiel.
Inactive Time Battle
Doch kommen wir nun zur angekündigten Überraschung: Final Fantasy 7 Remake verfügt neben dem normalen und einfachen Kampfmodus auch noch über einen Classic-Mode für alle Fans des ursprünglichen Kampfsystems. Doch so wirklich klassisch ist der wiederum auch nicht. Wir erinnern uns: Anstatt wie im ursprünglichen Final Fantasy 7 auf ein mehr oder minder rundenbasiertes Kampfsystem zu setzen, entschied sich Square Enix, für das Remake jenes aus Final Fantasy 15 zu adaptieren. Heißt: Die Gefechte laufen komplett in Echtzeit ab, ihr prügelt mit euren Waffen auf die Gegner ein, wechselt jederzeit zwischen allen am Kampf beteiligten Figuren und wartet darauf, dass sich eure ATB-Leisten nebenbei füllen. Ist das passiert, verlangsamt ihr das Geschehen, um Spezialattacken auszuwählen, Zauber zu sprechen oder Items zu benutzen - eine Änderung, die nicht allen Fans sonderlich gefiel. Im Classic-Modus ist das Ganze etwas entspannter, ein richtiger rundenbasierter Kampf entsteht so aber immer noch nicht.
Quelle: Square Enix
Menü des Tages: Die neue Benutzeroberfläche ist kein Vergleich mehr zu den zwar charmanten, aber auch extrem hässlichen Menüs des Urspiels.
Stattdessen übernimmt die KI euren Helden - Bewegung inklusive. Ihr schaut also zu, während eure Figur herumläuft, ausweicht, blockt und den Gegner mit Standard-Attacken beharkt. Sobald die nach wie vor vorhandene ATB-Leiste bei irgendeinem der Charaktere gefüllt ist, kommt euer Einsatz: Wie anno 1997 wählt ihr dann Skills und Items aus, pausiert wird dabei jedoch nach wie vor nicht, sondern ebenfalls nur verlangsamt. Danach schaut ihr wieder zu, bis die nächste Leiste voll ist. Nun ... ob das die Fan-Gemüter beruhigt, die sich nach dem alten Kampfgeschehen sehnen, bezweifeln wir. Aber immerhin müsst ihr euch nicht mit dem teilweise sehr hektischen FF15-Geprügel herumschlagen, wenn ihr das nicht wollt. Bis ihr das entscheiden müsst, vergeht aber ohnehin noch etwas Zeit: Am 3. März 2020 soll die erste Episode dann endlich erscheinen.
