Mein erstes Mal: Final Fantasy 6: Wie spielt sich der vermeintliche Kracher Jahre später?

Special Benedikt Plass-Fleßenkämper Maria Beyer-Fistrich
Mein erstes Mal: Final Fantasy 6: Wie spielt sich der vermeintliche Kracher Jahre später?
Quelle: Square Enix

Mit Final Fantasy 6 lieferte der japanische Entwickler Square 1994 einen der wichtigsten Titel für das Super Nintendo ab. Für viele Genre-Fans zählt es sogar zu den besten Konsolenrollenspielen aller Zeiten. Wie schlägt sich der Klassiker heute? Unser Autor Benedikt hat ihn zum ersten Mal gespielt.

Final Fantasy 6 (jetzt kaufen ), ursprünglich 1994 nur in Japan und den USA für das Super Nintendo veröffentlicht, ist ein Rollenspiel, das nicht wenige als das ultimative Genre-Meisterwerk bezeichnen, als den Höhepunkt der 16-Bit-Ära, als den Gipfel der Pixelkunst. Ich besaß 1994 zwar ein Super Nintendo, auf dem ich The Legend of Zelda: A Link to the Past und Super Mario World rauf und runter spielte, es war allerdings ein PAL-Gerät. Für eine Importkonsole plus Spiel fehlte mir damals das Geld; ich sparte lieber auf meinen Autoführerschein. Und auch als Final Fantasy 6 später dank Umsetzungen für die erste PlayStation-Konsole, den Game Boy Advance und die Wii (via Virtual Console) erhältlich war, habe ich es versäumt, und es blieb an der Spitze meiner immer länger werdenden "Spiele, die ich irgendwann mal nachholen werde"-Liste. (Die laut Meinung eines geschätzten Kollegen "völlig verhunzte" Mobile-Umsetzung für iOS und Android klammere ich an dieser Stelle übrigens bewusst aus.)

Über den Autor
 Benedikt Plass-Fleßenkämper, Jahrgang 1977, arbeitet seit über 20 Jahren als Spielejournalist und leitet seine eigene Medienagentur. Als vielbeschäftigter Mensch hat Benedikt neben seinem Beruf noch weitere Leidenschaften: Er ist nicht nur mehrfacher Vater, sondern auch begeisterter Langstreckenläufer und trainiert eine Jugendfußballmannschaft. Zudem war er Sänger, Gitarrist und Songwriter einer Indiepop-Band. Aufgrund seiner Zeitknappheit sind ihm leider so einige Spieleperlen durch die Lappen gegangen. Doch das wilde Bandleben ist vorbei, die Kinder sind aus dem Gröbsten raus, der nächste Marathon kann warten – und Benedikt hat nun endlich wieder mehr Zeit zum Spielen! In seiner Artikelreihe „Mein erstes Mal“ fühlt er unsterblichen Klassikern, großen Hits und angeblichen Meilensteinen auf den Zahn: Wie spielt sich der vermeintliche Kracher Jahre später für jemanden, der ihn damals verpasst hat und nun zum allerersten Mal erlebt?
 

Dabei ich habe durchaus schon reichlich Zeit mit der Final-Fantasy-Saga verbracht, die Teile sieben bis zehn allesamt zumindest angespielt und mich auch in den Online-Ablegern ausgetobt. Final Fantasy 7 gehört sogar zu meinen absoluten Lieblingstiteln auf der PlayStation, weshalb ich mich schon sehr auf das Remake freue. Mit Final Fantasy 8 verbindet mich indes eine Hassliebe, weil ich als junger Redakteur beim Magazin fun generation (R.I.P.) auf Basis der japanischen Version eine seitenlange Titelstory erstellen musste.

Dank des Super Nintendo Classic Mini , auf dem das Spiel als Final Fantasy 3 - so hieß die US-Version - vorinstalliert ist, kann man den Klassiker mittlerweile problemlos auf modernen 4K-Fernsehern spielen. Es ist ein Spiel, das auch 25 Jahre nach seiner Urveröffentlichung von seinen Fans kultisch verehrt wird. Nicht umsonst habe ich Final Fantasy 6 ausgewählt, um damit meine neue Artikelreihe zu eröffnen. Und nach über 30 Stunden Spielzeit kann ich sagen: Ja, der Hype ist gerechtfertigt - das Spiel ist in der Tat der Meilenstein, von dem ich so oft gelesen und gehört habe. Aber der Reihe nach.

Von Anfang an magisch

Nachdem ich die letzten Jahre vor allem in den offenen 3D-Welten eines Skyrim und in MMO-Shootern wie Destiny 1 und 2 verbracht habe, ist der Einstieg in Final Fantasy 6 mit seiner 2D-Pixeloptik ziemlich gewöhnungsbedürftig. Doch kaum ist das Intro gestartet, zieht mich die Atmosphäre in ihren Bann, bin ich von Story, Setting und Charakteren fasziniert. Final Fantasy 6 ist von der ersten Sekunde an großes Kino! Gut für mich: Wie bei den anderen Ablegern der Rollenspielreihe steht die Handlung für sich und erfordert keinerlei Kenntnisse der Vorgänger. Euer Abenteuer in Final Fantasy 6 beginnt in der Stadt Narshe, deren Einwohner sich dem bösen Imperium widersetzen. Zahlreiche Kurbeln, Antriebsräder und Dampföfen stimmen euch gebührend auf das Steampunk-Szenario des Rollenspiels ein. (1) Quelle: Moby Games Euer Abenteuer in Final Fantasy 6 beginnt in der Stadt Narshe, deren Einwohner sich dem bösen Imperium widersetzen. Zahlreiche Kurbeln, Antriebsräder und Dampföfen stimmen euch gebührend auf das Steampunk-Szenario des Rollenspiels ein. (1)

Die Story möglichst spoilerfrei und in aller Kürze: Im Kern handelt es sich um eine klassische "Rebellen gegen das böse Imperium"-Geschichte, die in einem Steampunk-Szenario angesiedelt ist und in Form der sogenannten Espers eine magische Komponente erhält. Die Espers sind magische Wesen, die aus einem Krieg zwischen drei Göttern hervorgegangen waren. Im Mittelpunkt der Story steht ein Mädchen, das wie das Erdkundebuch meines neunjährigen Sohns heißt: Terra. Sie verfügt über magische Fähigkeiten, was äußerst selten ist, gilt Magie doch seit dem großen Magi-Krieg zwischen den Menschen und eben jenen Espers vor 1000 Jahren als ausgestorben. Es entspinnt sich eine Story rund um eine aus Terra und ihren Freunden bestehende Rebellengruppe, die sich einem gewissen Imperator Gestahl und dessen fiesem Hofmagier Kefka entgegenstellt. Das Spiel ist in zwei etwa gleichlange Hälften unterteilt, wobei die erste recht linear abläuft. Die zweite gewährt euch hingegen mehr Freiheiten und ihr könnt größtenteils frei entscheiden, welche Aufgabe ihr als Nächstes angehen möchtet.

Charakterstarke Helden

Steuere ich zu Beginn noch Terra, wird schnell klar, dass Final Fantasy 6 weit mehr als nur eine Hauptfigur zu bieten hat: Nach und nach spiele ich viele weitere Charaktere, die allesamt eine eigene Hintergrundgeschichte und individuelle Beweggründe für den Kampf gegen das Imperium haben. Die meisten von ihnen schließe ich schnell ins Herz. Neben Terra allen voran den schlitzohrigen Locke, die Zwillingsbrüder Edgar und Sabin, die sensible Celes, den Samurai Cyan und den mysteriösen Shadow. Aber auch andere Figuren wie etwa den Wildling Gau oder den Luftschiff-Besitzer und Glücksspieler Setzer haben die Entwickler sind so interessant wie facettenreich gezeichnet. Nur mit einigen wenigen Charakteren werde ich nicht auf Anhieb warm. Alle 14 Figuren des Spiels - zwei versteckte und optional auffindbare Charaktere inklusive -aufzuzählen und im Detail zu erläutern, würde jeglichen Platzrahmen sprengen. Ich bin jedenfalls aufrichtig beeindruckt: Die Charaktervielfalt- und Tiefe von Final Fantasy 6 ist selbst nach heutigen Maßstäben bahnbrechend; hier trefft ihr auf echte Persönlichkeiten mit Gefühlen und Problemen. Die Zufallskämpfe erlebt ihr in einem von der Seite präsentierten Bildschirm. Die Gegnervielfalt ist enorm: Das Feindrepertoire reicht vom kleinen Getier über imperiale Maschinen, Geister und Zombies bis hin zu mächtigen Bossen. Quelle: Moby Games Die Zufallskämpfe erlebt ihr in einem von der Seite präsentierten Bildschirm. Die Gegnervielfalt ist enorm: Das Feindrepertoire reicht vom kleinen Getier über imperiale Maschinen, Geister und Zombies bis hin zu mächtigen Bossen.

Eine freie Klassenauswahl gibt es nicht, dafür repräsentieren die Charaktere typische Rollenspielhelden und verfügen im Kampf jeweils über individuelle Spezialfähigkeiten: Locke ist beispielsweise der Dieb (auch wenn er vehement darauf besteht, nur ein "Schatzjäger" zu sein) und kann seinen Gegnern Objekte mopsen, Cyan verteilt als begnadeter Krieger mächtige Schwertattacken, der Blaumagier Strago nutzt die sogenannte Lore-Technik, mit deren Hilfe er sich feindliche Kampftechniken aneignet, Sabin greift mittels Blitzattacken an, und so weiter. Ich kann maximal vier Figuren gleichzeitig in meine Party packen, wobei euch das Spiel an vielen Stellen aber auch genau vorgibt, wen ihr gerade verkörpert und befehligt. Mal seid ihr alleine unterwegs, dann wiederum mit zwei bis vier Helden. Es gibt sogar Stellen, an denen eure Party in bis zu drei Gruppen aufgeteilt wird, die ihr gleichzeitig koordinieren müsst. Dann gilt es, die Teams sinnvoll zusammenzustellen und durch die Areale zu navigieren, um in den darauffolgenden Kämpfen eine Chance zu haben. Das fühlt sich für mich als bisherigen Nichtkenner des Spiels taufrisch an und ist teils recht herausfordernd.

Überhaupt ist die Charaktervielfalt von Final Fantasy 6 für mich eine große Umstellung, bin ich es doch aus Skyrim und Co. gewöhnt, mich voll und ganz aufs Aufleveln und Aufrüsten meines Alter Egos zu konzentrieren. Hier steigen eure Figuren zwar mit der Zeit ebenfalls stufenweise auf, bekommen immer bessere Ausrüstungsgegenstände und werden sukzessive mächtiger, ihr habt aber eben nicht die volle Kontrolle darüber, wann und wen ihr levelt.

Kämpfen bis der Esper kommt

Wenig verwunderlich: Die nicht wie der Rest des Spiels in isometrischer Vogelperspektive, sondern in einer seitlichen Ansicht dargestellten Zufallskämpfe von Final Fantasy 6 erinnern mich an jene aus Final Fantasy 7, denn hier kommt ebenfalls das ATB-System (Active Time Battle) zum Nicht ohne meinen Savepoint: Auf den Luxus des freien Speicherns muss man in Final Fantasy 6 verzichten, ihr könnt euren Fortschritt immer nur an bestimmten Punkten oder auf der Weltkarte sichern. Quelle: Moby Games Nicht ohne meinen Savepoint: Auf den Luxus des freien Speicherns muss man in Final Fantasy 6 verzichten, ihr könnt euren Fortschritt immer nur an bestimmten Punkten oder auf der Weltkarte sichern. Einsatz. Das Ganze funktioniert flott und unkompliziert: Hat sich der "Bereitschaftsbalken" eines Charakters aufgeladen, ist er an der Reihe und ich verteile Befehle wie "Fight", "Magic", "Item" oder nutze Spezialangriffe. Zudem kann ich pro Kampf eine besonders mächtige Fähigkeit einsetzen - nämlich die meines aktuell für den jeweiligen Charakter aktivierten Espers. Die Magiewesen sind quasi die Vorstufen der Guardian Forces und Bestias aus späteren Final-Fantasy-Teilen. Eine Besonderheit der Espers ist, dass meine Figuren durch sie allesamt Zaubersprüche lernen dürfen, solange sie mit ihnen verbunden sind. Allerdings kann es etwas nerven, die Espers zwischen den Helden hin- und herzuschieben. Und ist ein Charakter aus Story-Gründen gerade nicht Teil meiner Gruppe, hat von mir aber einen bestimmtem Esper zugewiesen bekommen, kann ich diesen vorerst nicht an eine andere Figur koppeln.

Apropos nervig: Ich habe echt vergessen, dass einem Zufallskämpfe, Pardon, doch hart auf den Sack gehen können! Die Kampffrequenz ist in Final Fantasy 6 enorm hoch, was streckenweise in einem sehr zähflüssigen Spielablauf resultiert. Mal eben einen Dungeon erkunden? Könnt ihr vergessen, denn hier werdet ihr garantiert alle paar Sekunden von - immerhin herrlich abwechslungsreich designten - Kreaturen und Monstern attackiert. Dann heißt es, mindestens bis zum nächsten Speicherpunkt durchzuhalten. Oder weiterzumachen, bis ihr wieder auf der Weltkarte unterwegs seid, wo man jederzeit frei abspeichern kann. Blick ins Spielmenü: Von hier aus habt ihr Zugriff auf Ausrüstung, Items, Magie- und Spezialangriffe, ausgerüstete Relikte sowie die Espers eurer aktuell aktiven Charaktere. Quelle: Moby Games Blick ins Spielmenü: Von hier aus habt ihr Zugriff auf Ausrüstung, Items, Magie- und Spezialangriffe, ausgerüstete Relikte sowie die Espers eurer aktuell aktiven Charaktere.

Insgesamt machen mir die Kämpfe dennoch viel Spaß - nicht zuletzt, weil ihr es immer wieder mit fantasievollen Bossgegnern (Ultros! Ultima Weapon!) zu tun bekommt und die Spezialfähigkeiten spielerisch teils ziemlich genial gelöst oder einfach cool inszeniert sind: Um etwa Sabins Blitzattacken einsetzen zu können, muss ich bisweilen recht knifflige Gamepad-Kombos in Street-Fighter-Manier eingeben. Oder siehe Setzers Slot-Specials, Cyans Schwertangriffe, Edgars Tool-Angriffe etcpp. - ihr schöpft hier aus einem gigantischen Magie- und Fähigkeitenfundus.

Voll von denkwürdigen Momenten

Letztlich ist Final Fantasy 6 nach all den Jahren aber vor allem wegen einem immer noch so großartig: seiner Story. Kaum zu glauben, was die Kreativköpfe von Square damals alles in das 24-MBit-Modul gequetscht haben! Und umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass die An einigen Stellen des Spiels müsst ihr drei Partys gleichzeitig navigieren. Dann kommt eine Prise Strategie ins Spiel. Quelle: Moby Games An einigen Stellen des Spiels müsst ihr drei Partys gleichzeitig navigieren. Dann kommt eine Prise Strategie ins Spiel. Entwicklung des Spiels nur ein Jahr dauerte . Die Handlung ist voller Überraschungen und Wendungen, wird immer wieder aus mehreren Perspektiven erzählt und enthält zahlreiche Mini-Storys für die einzelnen Hauptfiguren. Immer wieder gibt es auch spielbare Rückblenden, in denen ihr dann mehr über die Vergangenheit der jeweiligen Figur erfahrt. Das Ganze ist in teils atemberaubender Geschwindigkeit und mit hoher Dynamik inszeniert, sodass nie Langeweile aufkommt. Die Macher schreckten dabei auch nicht vor ernsten Themen wie Folter, Sklaverei, Liebe, Trauer, Selbstmoral oder Völkermord zurück. Das war anno 1994 schon extrem mutig - und lässt mich auch heute noch oft nachdenklich vor dem Fernseher zurück. Dass es damals noch keine Sprachausgabe gab, war letztlich ein Glücksfall für das Spiel, denn die in Textboxen ablaufenden Dialoge sind meist pointiert und gut geschrieben.

Insbesondere in den denkwürdigen Momenten des Spiels, etwa der ikonischen Opernsequenz oder in der Cyan-Szene nach der Fahrt in einem Geisterzug , erwischt mich der Klassiker eiskalt. Doch bitte nicht falsch verstehen, Final Fantasy 6 ist deshalb noch lange kein durch und durch ernstes Spiel; trotz allem Pathos wird hier auch reichlich Humor geboten. Ob in den launigen Dialogen oder dank der oft witzigen Animationen, ich habe mehr als einmal schmunzelnd vor dem SNES Classic Mini gesessen.

Ein audiovisuelles Kunstwerk

Die Storytiefe und die einmalige Atmosphäre von Final Fantasy 6 sind zum großen Teil der grandiosen Präsentation des Spiels geschuldet. Über den fantastischen Soundrack aus der Feder von Nobuo Uematsu wurden schon ganz Bücher geschrieben, deshalb spare ich mir an dieser Stelle weitere Huldigungen. Okay, ganz komme ich nicht drum herum: Ohne seine traumhafte Musik wäre Final Fantasy 6 ganz sicher nicht das Spiel, das es ist. Jeder wichtige Charaktere hat seine eigene kleine Melodie, jede Szene ist musikalisch perfekt untermalt, jeder Ton und jedes Instrument sind von seinem Komponisten mit Bedacht gewählt worden. Mir gefällt der Soundtrack so gut, dass ich ihn - Apple Music sei Dank - sogar in meine Jogging-Playlist gepackt habe. "Terra's Theme" kann ich mittlerweile in- und auswendig pfeifen! Im Spielverlauf bekommt ihr Zugriff auf ein Luftschiff, mit dem ihr die Welt von Final Fantasy 6 deutlich schneller bereisen könnt. Quelle: Moby Games Im Spielverlauf bekommt ihr Zugriff auf ein Luftschiff, mit dem ihr die Welt von Final Fantasy 6 deutlich schneller bereisen könnt.

In puncto grafischer Gestaltung haben die Entwickler das Super Nintendo seinerzeit ebenfalls voll ausgereizt haben. Das vom Japaner Yoshitaka Amano entworfene Image- und Charakterdesign ist so liebevoll detailliert wie künstlerisch wertvoll: Ob die zahlreichen Feinde, die mal kunterbunten, mal düsteren Städte und Dungeons oder die perfekt gezeichneten und wunderschön animierten Charaktere - ich bin von Anfang an in den Look des Spiels verliebt. Klar, wenn man nicht mit 2D-Games groß geworden ist, dürfte man erst einmal einen kleinen Kulturschock erleben. Zitat meines Sohnes, der mir gelegentlich beim Spielen über die Schulter geschaut hat: "Das sieht aus wie Minecraft, es ist nur alles so platt!". Und dennoch: Die Grafik ist in der Tat ganz, ganz große Pixelkunst.

Die zwei großen Weltenkarten des Spiels - aus Spoilergründen möchte ich inhaltlich nicht näher darauf eingehen - sind an manchen Stellen zwar etwas arg grobkörnig ausgefallen, dennoch fühle ich mich hier schnell heimisch, ziehe wie früher in Final Fantasy 7 mit meiner Gruppe von Ort zu Ort und darf im Spielverlauf - typisch Final Fantasy! - auch per Luftschiff oder Chocobo reisen. Letztgenannte Sequenzen präsentiert das Spiel in rasanten Mode-7-Kamerafahrten samt 3D-Effekt.

Mein Fazit: Ein Meisterwerk für die Ewigkeit

Ursprünglich wollte ich nur einen kurzen Bericht über meine Erlebnisse mit Final Fantasy 6 verfassen. Doch ich bin so tief in den Klassiker eingetaucht Neue Ausrüstung für eure Helden besorgt ihr euch vor allem auf Einkaufstouren in städtischen Shops. Aber auch bestimmte Gegner und versteckte Schatzkisten enthalten wertvolle Beute. Quelle: Moby Games Neue Ausrüstung für eure Helden besorgt ihr euch vor allem auf Einkaufstouren in städtischen Shops. Aber auch bestimmte Gegner und versteckte Schatzkisten enthalten wertvolle Beute. und es gibt darüber so unglaublich viel zu erzählen, dass es nun doch deutlich mehr geworden ist. Wie ihr schon unschwer feststellen konntet, bin ich hin und weg von diesem SNES-Meilenstein - sämtliche Lobgesänge sind absolut gerechtfertigt! Die brillante Pixelgrafik, die fantastische Musik, die tollen Charaktere, die genialen Antagonisten, das fluffige Kampfsystem und allen voran die unfassbar gute Story fügen sich zu einem wahrhaft epischen Rollenspielerlebnis zusammen.

Da kann ich auch über meinen größten Kritikpunkt hinwegsehen - die bisweilen nervigen Zufallskämpfe. Auch wenn ich jetzt wieder mehr Zeit zum Spielen habe, bremsen sie doch immer wieder meinen Entdeckerdrang aus. Manchmal wünsche ich mir, einfach nur in der Story voranzukommen, doch dann muss ich eben erst einmal kämpfen, kämpfen und nochmals kämpfen. Einige Passagen (Stichwort "The Floating Continent"), die manchmal auch noch mit einem knackigen Zeitlimit versehen sind, haben mich doch einige Nerven gekostet. Ihr braucht also wirklich Zeit, um dieses Spiel in vollem Maße genießen zu können. Zumal es voller Gimmicks und Magische Angriffe und Esper-Spezialattacken sind grafisch besonders aufwendig inszeniert. Hier zu sehen: der mächtige Ultima-Zauber von Relm. Quelle: Moby Games Magische Angriffe und Esper-Spezialattacken sind grafisch besonders aufwendig inszeniert. Hier zu sehen: der mächtige Ultima-Zauber von Relm. Geheimnisse steckt, die ich noch lange nicht alle erforscht habe. Wer allein sämtliche Charaktere mit den besten Zaubersprüchen des Spiels ausstatten will, kann sich hiermit wochenlang beschäftigen.

Eigentlich wollte ich Final Fantasy 6 für diesen Artikel auf Biegen und Brechen komplett durchspielen, nach einem kurzen Blick auf eine Komplettlösung habe ich aber festgestellt, dass ich noch etwa ein Drittel vor mir habe. Und dieses werde ich nun in aller Ruhe genießen, frei von jeglichen Artikel-Zwängen. Ich freu mich drauf!

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