Final Fantasy 14: A Realm Reborn: Test der PS4-Version: So alt und doch so neu

Test Matthias Dammes Maria Beyer-Fistrich
Final Fantasy 14: A Realm Reborn - Test der PS4-Version.
Quelle: PC Games

Square Enix' MMORPG-Flaggschiff segelt zu neuen Ufern. Nachdem Final Fantasy 14: A Realm Reborn bereits auf PC und PS3 erschienen ist, steht das Online-Rollenspiel nun auch für die PS4 zur Verfügung. Wir haben die Next-Gen-Version getestet und klären die Unterschiede zur PS3- und PC-Version.

Final Fantasy 14: A Realm Reborn im Test der PS4-Version: Dass MMOGs auch auf Konsolen funktionieren, zeigte Square Enix bereits vor mehr als zehn Jahren mit Final Fantasy XI für die Playstation 2. Die Steuerung lief auch mit dem Dual-Shock-Gamepad, der im Gegensatz zum neuen PS4-Controller etwas eingeschränkter in seinen Möglichkeiten war, reibungslos – sagen zumindest die japanischen Spieler des elften Serienteiles, auf den Fans hierzulande aufgrund der nie veröffentlichten 40-GB-Festplatte für die Playstation 2 verzichten mussten. Entsagen war gestern, denn in Final Fantasy XIV hat man sogar die Qual der Wahl – PS3- oder PS4-Version? Nach einer ausführlichen Spiel-Session auf beiden Systemen ist sicher, dass Final Fantasy XIV: A Realm Reborn auf der Next-Gen-Konsole mehr Spaß macht und dazu auch besser ausschaut.

Eyecandy

Die gesteigerte Bildrate und höhere Auflösung sorgt auf der PS4 für weniger Frust in Schlachtzügen, in denen man sich als Playstation-3-Spieler zuweilen wie der Besucher einer Diashow vorkam. Allerdings erreichen Bildwiederholrate, Qualität der Texturen und die Schattendarstellung nicht die grafische Brillanz der PC-Version, die der Konsolenvariante in allen Belangen einen Schritt voraus ist. Etwa bei der Steuerung, die zwar dank der intelligenten Einbindung des Dual-Shock-Touchpads und genialer Umschalt-Funktion der Aktionsleisten nach kurzer Eingewöhnungszeit sogar besser als auf der PS3 funktioniert, aber nach wie vor in Sachen Chatten und Anvisieren von Gegnern ihre Schwächen hat.

Da wünscht man sich die Maus und Tastatur zurück – wie gut, dass sich beides ohne Funktionseinbußen an die Playstation 4 anschließen lässt. Ein weiteres nützliches Feature ist Remote Play über die Playstation Vita. Sofern der Fernseher durch ein Familienmitglied belegt ist, daddelt es sich so dank Streaming gemütlich weiter. Jedoch ist der Bildschirm des Handhelds so klein, dass große Schlachtzüge und gemeinsames Spielen in Gruppen nicht unbedingt empfehlenswert sind, weil die Übersicht zu stark leidet. Für Handwerkstätigkeiten wie das Sammeln von Erzen oder Fischen ist Remote Play per PS-Vita jedoch geeignet.

Gemeinsam stark

Spieler der PS4-Version von Final Fantasy XIV spielen ebenfalls auf denselben internationalen Servern wie ihre Kollegen auf der PS3 oder auf dem PC, was es für Neueinsteiger oder Umsteiger einfach macht, auch weiterhin mit Freunden etwas in Eorzea zu unternehmen. Übrigens bietet der Entwickler Square Enix noch bis Ende des Jahres einen besonderen Service an. Wer das Online-Rollenspiel aktuell auf der Playstation 3 spielt, wechselt kostenlos zur Next-Gen-Variante.

Charaktere und Fortschritte werden übernommen. Allerdings gibt's kein Zurück mehr und die Lizenz der PS3-Version verfällt. Besitzer der PC-Fassung haben ebenfalls die Chance, umzusteigen oder auf beiden Systemen weiterzuspielen – dafür verknüpft man lediglich den aktiven Square-Enix-Dienst-Account mit dem Playstation-Network-Zugang, auf dem die PS4-Fassung des Spiels registriert ist.

Soll ich?

Um FF XIV: A Realm Reborn auf der Konsole zu spielen, ist kein Playstation-Plus-Abonnement nötig. Für das monatliche Standard-Abo liegt die Gebühr bei 12,99 Euro, die bequem per Bankeinzug entrichtet wird. Sind die Hürden der immer noch verbesserungswürdigen Account-Verwaltung auf der Homepage genommen, steht dem Erkunden der Spielwelt Eorzea nichts im Wege. Dank Tutorials und vielen Erklärungen haben Neulinge im Genre keine Probleme mit dem Spieleinstieg. Wer eine PS4 sein Eigen nennt und Lust auf ein Online-Rollenspiel hat, sollte der Konsolen-Referenz des MMOG-Genres Final Fantasy XIV:A Realm Reborn eine Chancegeben.

Was gibt's denn eigentlich alles zu tun in Eorzea?

Mit Druide, Thaumaturg, Hermetiker, Pikenier, Marodeur, Faustkämpfer, Gladiator und Waldläufer stehen acht Kampfklassen zur Verfügung, die sich im Spielverlauf noch weiter in sogenannte Jobs spezialisieren lassen. Des Weiteren gibt's acht Handwerksausrichtungen und drei Sammelberufe, die Materialien in der Spielwelt schürfen, hacken oder angeln. Zu tun hat man in Eorzea mit jeder Klasse eine Menge: Neben Miniaufträgen, Story-Quests, Gildenmissionen und Events, Gruppen-Instanzen, Schlachtzügen und der PvP-Arena warten zahlreiche andere Unternehmungen auf neue Abenteurer. Auch ein sehr zeitintensives Handwerk gehört zum Repertoire. Zum Spielen auf der Playstation 4 ist nur ein normales Monatsabo notwendig. Eine Playstation-Plus-Mitgliedschaft ist nicht vonnöten.

Wertung zu Final Fantasy 14: A Realm Reborn (PS4)

Wertung:

8.1 /10
Pro & Contra
Grafik und Soundtrack wunderschönViele Inhalte für jeden SpielertypSteuerung mit Gamepad gelungenTolle Rollenspiel-Elemente
Endgame-Instanzen brutal schwerSehr zeitintensives Handwerk

Meinung

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