Final Fantasy 12: The Zodiac Age vor dem Test: Die 10 wichtigsten Änderungen im Hands-on-Special + Grafikvergleich-Video

Special Felix Schütz
Final Fantasy 12: The Zodiac Age vor dem Test: Die 10 wichtigsten Änderungen im Hands-on-Special + Grafikvergleich-Video
Quelle: Square Enix

Letzte Eindrücke vor dem Review: Welche Neuerungen bringt der Remaster? Zum Release von Final Fantasy 12: The Zodiac Age zeigen wir die grafischen Verbesserungen und stellen die neuen Features der PS4-Fassung vor. So erfahrt ihr schon jetzt, wie sich The Zodiac Age im Vergleich zum Original schlägt. Dazu gibt's ein Video mit vielen Vergleichsszenen der PS2- und PS4-Versionen.

Dank Turbomodus gehen das Erkunden und die Kämpfe blitzschnell von der Hand. Quelle: PC Games Dank Turbomodus gehen das Erkunden und die Kämpfe blitzschnell von der Hand. Fast elf Jahre hat es gedauert, bis Square Enix einen der am meisten unterschätzten Teile der Final Fantasy-Serie wiederbelebt: Mit dem neuen Untertitel "The Zodiac Age" versehen, kehrt Final Fantasy 12 am 11. Juli 2017 endlich in die Händlerregale zurück - diesmal als aufwändige Neuauflage exklusiv für Playstation 4! Wir haben das fertige Spiel bereits mehrere Stunden ausprobiert und berichten noch vor dem Test, in welchen Punkten sich der Remaster vom PS2-Original unterscheidet, wie gut die Grafik überarbeitet wurde und welche spielerischen Neuerungen auf euch warten. Beachtet auch unseren Video-Grafikvergleich, in dem wir viele neue PS4-Szenen aus den ersten Stunden des Rollenspiels mit der Originalfassung von 2006 vergleichen.

Und wo bleibt der Test?

Der ist bereits in Arbeit! Unser Test zu Final Fantasy 12: The Zodiac Age erscheint zum Release.

Final Fantasy 12: The Zodiac Age: Das sind die 10 wichtigsten Änderungen

Streng genommen ist Final Fantasy 12: The Zodiac Age gar kein Remaster des Originalspiels von 2006. Von dem gab es nämlich bereits eine überarbeitete Version namens "Final Fantasy 12 International Zodiac Job System", die 2007 veröffentlicht wurde - allerdings nur in Japan. Diese Version bot bereits viele Neuerungen, darunter das neue Klassensystem, Turbomodus, Prüfungsmodus und zahlreiche Balancing-Änderungen. Für Square Enix war es also nur logisch, dass diese verbesserte Version als Grundlage für den PS4-Remaster The Zodiac Age dient. Die wichtigsten Neuerungen findet ihr hier auf einen Blick.

Stark überarbeitete Grafik

Final Fantasy 12: The Zodiac Age ist kein Remake, sondern ein Remaster - also eine aufgefrischte Neuauflage des PS2-Originals von 2006. So kommen beispielsweise die gleichen 3D-Modelle zum Einsatz wie vor elf Jahren, auch der eher westliche Grafikstil bleibt identisch. Da Final Fantasy 12 seinerzeit eines der mit Abstand schönsten Spiele der späten PS2-Ära war, macht The Zodiac Age trotz seines hohen Alters einen hübschen Eindruck. Mehr noch: Dank hoher Auflösung kommen viele Details wie Haare oder Kleidung erst jetzt richtig zur Geltung. Die Entwickler haben für den Remaster viele Texturen geschärft oder mit einem Effekt versehen, der ihnen etwas mehr Struktur verleiht und sie etwas ansehnlicher macht. Charaktere werfen neue, detailreichere Schatten. Außerdem wurden die immer noch sehenswerten Rendervideos hochgerechnet und geschärft.Ein paar Kritikpunkte bleiben allerdings auch im Remaster: Manche Texturen (etwa bestimmte Teppiche in Geschäften) wirken immer noch arg verwaschen und auf Distanz blenden viele Charaktere und Objekte erst etwas verzögert ein. Auch an der Wasser- und Partikeldarstellung in den Wüstenlevels hat sich gefühlt nichts getan, hier hätte man optisch sicher noch mehr rausholen können. Im Vergleich mit anderen Rollenspielen der letzten Jahre kann The Zodiac Age darum nicht mithalten, aber für ein aufgehübschtes PS2-Spiel (man bedenke die alte Hardware!) ist Square Enix trotzdem ein schönes Ergebnis gelungen: Final Fantasy 12: The Zodiac Age ist grafisch zwar nicht mehr zeitgemäß, aber auch ohne Nostalgiebrille immer noch sehens- und spielenswert.

Turbomodus macht den Helden Beine

Eine der besten Neuerungen in The Zodiac Age ist die Möglichkeit, per Druck auf die L1-Taste einen Turbomodus zu aktivieren. Dann läuft das Spiel wahlweise in doppelter oder sogar vierfacher Geschwindigkeit ab! Auf diese Weise rasen unsere Helden in Rekordzeit durch die weitläufigen Gebiete und Standardkämpfe sind binnen Sekunden erledigt. Das Feature war ursprünglich eine Debug-Funktion, welche Square Enix während der Entwicklung des Spiel genutzt hat. Später wurde der Turbomodus schon in der überarbeiteten Fassung "Final Fantasy 12 International Zodiac Job System" eingebaut.

Grafikvergleich: Originalspiel vs. Remaster

Remaster (PS4, 2017) Original (PS2, 2006)

Zodiac Job System bringt Klassen zurück

Das kann man gut finden oder nicht: In The Zodiac Age kommt ein neues Klassensystem zum Einsatz, das genau wie der Turbomodus auf der Japan-exklusiven Zweitauflage des Spiels beruht. So muss man nun für jeden Helden eine von zwölf Klassen wählen, darunter für Final Fantasy typische Varianten wie Krieger, Weißmagier, Waldläufer und so weiter. Für jede Klasse gibt es ein eigenes Lizenzbrett, auf dem man neue Fertigkeiten mit gesammelten Lizenzpunkten freischalten kann. Auch bestimmt die Klassenwahl, welche Waffen und Rüstungsteile ein Held verwenden darf. Im späteren Spielverlauf soll man außerdem noch eine Zweitklasse für jeden Helden auswählen dürfen.

Auf dem Lizenzbrett lernen die Helden neue Fähigkeiten. Jede Spielfigur darf zwei Klassen freischalten. Quelle: Square Enix Auf dem Lizenzbrett lernen die Helden neue Fähigkeiten. Jede Spielfigur darf zwei Klassen freischalten. Zum Vergleich: Im originalen Final Fantasy 12 gab es nur ein großes Brett, das für alle Spielfiguren identisch war. Dadurch konnte man sich mit genügend Zeit und Geduld eine Bande von Superhelden züchten, die praktisch alles konnten. In The Zodiac Age ist das nun nicht mehr möglich, stattdessen muss man für jeden Spielcharakter frühzeitig einen Schwerpunkt legen - ein Partymitglied kann also nicht gleichzeitig Heiler, Fernkampfmagier, Bogenschütze und Nahkampfexperte sein.

Ob man das nun als Bereicherung oder Einschränkung empfindet, ist eine Geschmacksfrage, uns hat das ursprüngliche System zumindest auf den ersten Blick ein wenig besser gefallen. Denn in The Zodiac Age muss man nun vor der Klassenwahl im Grunde zwölf unterschiedliche Lizenzbretter mit all ihren freischaltbaren Funktionen vorab studieren, um eine vernünftige Entscheidung zu treffen. Das war im Originalspiel nicht nötig, da spielte man einfach drauflos und spezialisierte sich im Laufe der Zeit.

Neue Kartenfunktion

Praktisch: Per L3-Taste blenden wir jederzeit eine halbtransparente Karte ein. Quelle: PC Games Praktisch: Per L3-Taste blenden wir jederzeit eine halbtransparente Karte ein. Extrem nützlich: Ein Druck auf die L3-Taste blendet nun eine große, halb transparente Gebietskarte ein. Man muss also nicht mehr umständlich die Hauptkarte (die es natürlich immer noch gibt) öffnen, sondern kann einen Blick auf die Karte werfen, ohne dazu die Action verlassen zu müssen. Eine Minimap wird zusätzlich jederzeit eingeblendet, genau wie im Originalspiel von 2006.

Angepasstes Balancing

Manchen Spielern war Final Fantasy 12 bei seinem Release zu knifflig. Darum hat Square Enix den Schwierigkeitsgrad ein wenig gesenkt, gerade zu Beginn kommt man nun mit weniger Heiltränken aus als früher, das erleichtert den Einstieg. Außerdem soll man nun deutlich früher nützliche Gambits freischalten können als im Originalspiel, wodurch sich das Partymanagement vereinfacht. Ein reines Kinderspiel soll's trotzdem nicht werden: Auch in dieser Fassung soll man noch so einigen Feinden begegnen, die eine unvorbereitete Gruppe blitzschnell aus den Latschen hauen kann.

Grafikvergleich: Originalspiel vs. Remaster

Remaster (PS4, 2017) Original (PS2, 2006)

Autosave und kürzere Ladezeiten

Da die Rechenleistung der PS2 längst nicht ausgereicht hätte, um die wunderschöne Spielwelt am Stück zu berechnen, wurden die Levels in viele kleinere Abschnitte unterteilt. Beim Übergang von einem Levelbereich zum nächsten gibt's dabei jedes Mal eine kleine Ladezeit, die im PS4-Remaster aber zum Glück mit wenigen Sekunden sehr kurz ausfällt. Neu dagegen ist der automatische Speichervorgang, der nach jeder Ladezeit erfolgt. Ihr müsst euer Spiel also nicht jedes Mal umständlich über einen Speicherkristall sichern und bei einem Bildschirmtod ist es auch nicht nötig, dass ihr euch nochmal durch ein komplettes Gebiet kämpft. Das sorgt für mehr Spielkomfort.

Neuer Prüfungen-Spielmodus

Wer befürchtet, das Hauptspiel sei durch das neue Balancing etwas zu leicht geraten, darf sich in den Prüfungen-Modus stürzen, der bereits Teil der japanischen Zweitauflage "Final Fantasy 12 International Zodiac Job System" war. Dieser Modus wird direkt über das Hauptmenü gestartet und lässt unsere Heldentruppe einen Kampf nach dem nächsten bestreiten, natürlich mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad. Nett: Ihr spielt mit keiner vorgefertigten Party, sondern dürft eure selbst hochgelevelten Helden aus der Hauptkampagne verwenden.

Neuer orchestraler Soundtrack

Im Optionsmenü können wir auch den originalen Soundtrack und japanische Sprachausgabe wählen. Quelle: PC Games Im Optionsmenü können wir auch den originalen Soundtrack und japanische Sprachausgabe wählen. Klasse: Der ohnehin sehr gute Soundtrack aus der Feder von Hitoshi Sakimoto wurde für Final Fantasy 12: The Zodiac Age komplett neu von einem Orchester eingespielt. Das Ergebnis ist eine enorme Verbesserung gegenüber dem Original und sorgt für noch mehr Atmosphäre. Wer will, kann übrigens jederzeit selbst vergleichen: Im Optionsmenü lässt sich bequem zwischen der originalen Musikuntermalung und der orchestralen Tonspur des Remasters umschalten. Außerdem wurde der Ton nun 7.1 Surround abgemischt.

Ein paar Detailverbesserungen: Steuerung, Trophäen, Gäste

Wer zuletzt versucht hat, Final Fantasy 12 auf PS2 (oder einer abwärtskompatiblen PS3) zu spielen, ist vielleicht an der Kamerasteuerung verzweifelt: Das Bewegungsverhalten des rechten Analogsticks ließ sich früher nämlich nicht umbelegen. Im Remaster dagegen kein Problem, hier können wir die horizontale und vertikale Kamerabewegungen auf Wunsch invertieren. Ebenfalls neu ist die Vielzahl an Trophäen, die wir nun im Spiel verdienen können. Das Piratennest aus dem PS2-Original, das als eine Art spieleigener Ersatz für ein richtiges Trophäensystem zum Einsatz kam, gibt es darum nicht mehr. Ebenfalls neu im Remaster: Gäste-Charaktere, die vorübergehend zu unserer Party stoßen, lassen sich nun kontrollieren und auch ihre Gambits dürfen wir vollständig anpassen.

Grafikvergleich: Originalspiel vs. Remaster

Remaster (PS4, 2017) Original (PS2, 2006)

Japanische Sprachausgabe auf Wunsch

Super für Fernost-Liebhaber: Wer mag, kann im Optionsmenü nun jederzeit auch die originale japanische Sprachausgabe einstellen. Standardmäßig bietet das Spiel natürlich auch englische Sprachausgabe. Die Bildschirmtexte und Untertitel kann man leider nicht direkt im Spiel ändern, denn sie richten sich nach der gewählten Systemsprache der PS4. Wer also das System auf Deutsch betreibt, erhält auch deutsche Bildschirmtexte. Wer dagegen lieber alles auf Englisch haben will, ändert dafür einfach schnell die Systemsprache.

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