Oscars: Regeländerungen in Hollywood - KI-generierte Drehbücher und Performances werden ausgeschlossen

News Marc Zander
Oscars: Regeländerungen in Hollywood - KI-generierte Drehbücher und Performances werden ausgeschlossen
Quelle: RDNE Stock project via Pexels - lizenzfreie Nutzung

Echte Menschen sollen bei den Oscarverleihungen mehr in den Vordergrund gerückt werden, während KI-generierte Inhalte ausgeschlossen werden sollen.

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) hat umfassende Regeländerungen für die kommende 99. Oscar-Verleihung Anfang 2027 genehmigt. Ein Punkt der neuen Bestimmungen ist der Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) in der Filmproduktion. Wie die Organisation offiziell bekannt gab, werden generative KI-Leistungen in den Kategorien Schauspiel und Drehbuch künftig strikt von einer Nominierung ausgeschlossen, menschliche Leistung soll in den Vordergrund rücken. Damit reagiert Hollywood auf die rasanten technologischen Entwicklungen und die Debatten um den Schutz menschlicher Kreativität.

Wer geht ab jetzt bei den Oscars leer aus und was könnte das für Spiele bedeuten?

Die Herausgeber des Academy Awards haben in einer Stellungnahme vor der 99. Verleihung der Oscars mehrere Vergaberegeln erneuert, ebenso wie Standards zu Inklusion und Werberichtlinien. Ins Auge fällt bei zwei der Regeln die konsequente Nennung der Begriffe "von Menschen", die sowohl für die Kategorie Schauspiel als auch für Drehbuch gelten sollen. Heißt im Klartext: Von der KI verfasste Drehbücher oder per KI generierte Schauspieler sind von der Vergabe ab sofort ausgeschlossen. KI-generierte Actionszenen etc. stellen weiterhin kein Problem dar.

  • In der Kategorie Schauspiel können Schauspieler für mehrere Darbietungen in derselben Kategorie nominiert werden, wenn diese Darbietungen zu den fünf besten Stimmen gehören, was mit den Leistungen in anderen Preiskategorien übereinstimmt. Darüber hinaus werden in der Kategorie Schauspiel nur Rollen berücksichtigt, die im Abspann des Films aufgeführt sind und nachweislich von Menschen mit deren Einverständnis gespielt wurden.
  • In den Kategorien für Drehbücher ist festgelegt, dass Drehbücher von Menschen verfasst sein müssen, um zugelassen zu werden.
    (Aktualisierte Oscar-Vergaberegeln, maschinell übersetzt)

Erinnern wir uns an die Entwickler von Clair Obscur: Expedition 33, die ihren Preis für das beste Indie-Spiel aufgrund von KI-generierten Inhalten zurückgeben mussten (wir haben hier darüber berichtet), könnten die Oscar-Änderungen Vorbild für Spiele-Preisverleihungen werden. Die Indie Game Awards vergeben bereits Auszeichnungen ausschließlich an Spiele, die ohne den Einsatz generativer KI entwickelt wurden. Doch wie steht es mit den BAFTA Games Awards oder den Game Awards von Geoff Keighley? Beide Veranstaltungen haben bis dato keine klaren Regeln, was KI bei der Spiele-Entwicklung angeht, und kürten Clair Obscur in mehreren Kategorien zum Sieger.

Wie steht ihr zu den Änderungen aufgrund Künstlicher Intelligenz? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Quelle: Academy of Motion Arts and Sciences

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk