Fighter in the Wind

Test

Die (wahre) Geschichte eines Koreaners, der sich in die Einsamkeit zurückzog, um der beste Kämpfer aller Zeiten zu werden

Während des Zweiten Weltkriegs im besetzten Korea: Preisboxer Choi Bae-dal (Yang Dong-kun) wandert nach Japan aus, um Pilot zu werden, schafft es jedoch nur zum gewöhnlichen Soldaten. Weil er sich in den letzten Kriegstagen weigert, an einer Kamikaze-Mission teilzunehmen, wird er vom japanischen Offizier Kato (Masaya Kato) zum Kampf herausgefordert und dabei gnadenlos gedemütigt.

Bae-dal bleibt als armer Straßenhändler im Land und findet alte und neue Freunde unter weiteren Exil-Koreanern. Als sein alter Meister von einer Yakuza-Bande ermordet wird, beschließt er, sich in die Berge zurückzuziehen und der beste Karateka überhaupt zu werden. Nach mehreren Jahren Selbstkasteiung und knüppelharten Trainings setzt er unter dem Namen Masutatsu Oyama zum Siegeszug durch die Dojos Japans an, um an dessen Ende auf seinen einstigen Peiniger Kato zu treffen.

Legendäre Figur

"Fighter in the Wind" basiert lose auf einem in Korea sehr populären Comic, der wiederum auf der wahren Geschichte von Choi Bae-dal alias Masutatsu Oyama fußt. Oyama wurde u.a. dadurch berühmt, dass er Stiere mit bloßen Händen töten konnte. 1956 gründete er seine erste Kampfsport-Schule, mit der Eröffnung des Welthauptquartiers 1964 gab er seinem Stil den Namen "Kyokushin Karate", der heute in mehr als 120 Ländern von Millionen Anhängern ausgeübt wird.

Das auf der DVD enthaltene, dreiteilige "Hinter den Kulissen"-Special besteht zwar nur aus unkommentierten B-Roll-Aufnahmen, gewährt aber dennoch einen soliden, wenn auch kurzen Einblick in die Produktion. Gezeigt werden die Entstehung zweier Kampfszenen und der Dreh von Bae-Dals Schinderei in den Bergen. Außerdem interessant: Die Biografie des echten Masutatsu Oyama auf deutschen Texttafeln.TO n

Fazit

Film-Check: "Fighter in the Wind" ist nicht so ästhetisch wie "Hero" oder "Tiger & Dragon" und auch nicht so spektakulär wie "Ong Bak", vereint aber eine fesselnde -- allerdings nicht ganz klischeefrei erzählte -- Geschichte mit beeindruckenden Bildern, einer glaubhaften, tragischen Romanze und sehenswerten Kampfszenen.Die Actionsequenzen sind zwar insgesamt etwas kurz und im hektischen Stakkato-Stil geschnitten, dafür aber aus mitunter tollen Perspektiven eingefangen und ohne Drahtseilakrobatik ausgeführt. Die schauspielerischen Leistungen stimmen, vor allem Yang Dong-kun als koreanischer Volksheld und Masaya Kato als dessen Gegenspieler können überzeugen.
DVD-Fazit: Bild und Ton der DVD aus der "Cine Magic Asia"-Reihe liegen knapp über dem Durchschnitt und stellen somit weitgehend zufrieden. Nach dem Film hätte man sich aber noch weitere Infos zu Kampfkunst und Dreharbeiten gewünscht.

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