Femme Fatale

Test Patrick Köllner

Eine Femme Fatale ist eine schöne, gerissene und gefährliche Frau, die alle gegeneinander ausspielt. Meisterregisseur Brian De Palma fand in Rebecca Romijn-Stamos ("X-Men") die Idealbesetzung für seinen neuesten Thriller

Nach einem Schnitt komplizieren sich die Dinge. Paparazzo Nicolas (Antonio Banderas) beobachtet eine Frau, die in eine Kirche geht und von einem Ehepaar offensichtlich als deren Tochter Lily (ebenfalls Romijn-Stamos) identifiziert wird.

Sie flieht in ein Hotel und kommt bei einem Angriff durch einen Komplizen des Überfalls knapp mit dem Leben davon. Das Ehepaar versorgt die Diebin anschließend. Nach einem tragischen Zwischenfall nutzt Lily die Chance zur Flucht nach Amerika.

Sieben Jahre später erhält Nicolas den Auftrag, die Frau des neuen US-Botschafters in Frankreich zu knipsen, weil diese ein Geheimnis um ihre Vergangenheit macht. Gleichzeitig wird der auf Rache sinnende Anführer des Überfalls aus der Haft entlassen ...

Der interessanteste Zusatz auf der DVD ist das Making of "From Dream to Reality". In diesem gehen De Palma, Produzent Tarak Ammar, Kameramann Thierry Arbogast, Visual Consultant Bart De Palma, Komponist Ryuichi Sakamoto sowie die Darsteller Banderas, Romijn-Stamos, Peter Coyote, Rie Rasmussen und Gregg Henry etwas werbelastig, aber dennoch informativ auf den Film ein.

Vor dem Ansehen solten zwei Bedingungen erfüllt sein. Erstens sollten Sie den Film gesehen haben, da sehr viel verraten wird, zweitens sollten Sie des Englischen mächtig sein, da es keine deutschen Untertitel gibt.

Französischkenntnisse sind zu Beginn des Filmes angenehm. Helfen kann hier das Anwählen der ersten Untertitelspur (nicht im Menü angegeben), die allerdings nur die französischen Dialoge begleitet. Für die komplette Untertitelung müssen Sie im Einstellungsmenü auf "Deutsch für Hörgeschädigte" klicken.

Fazit

Film-Check: Altmeister De Palma zieht einmal mehr die Register seines Könnens. Er spielt mit der Kamera, die ständig in Bewegung ist, verwendet Splitscreen und Zeitlupen und schafft eine unwirkliche Atmosphäre, die in den Bann zieht. Die überraschende Wendung wird Sie entweder begeistern oder aber daran zweifeln lassen, ob De Palma noch alle Tassen im Schrank hat.
DVD-Fazit: Wie so viele Dinge im Leben kann man De Palmas Filme im Allgemeinen und "Femme Fatale" im Besonderen nur lieben oder hassen. Ignorieren kann man diesen Thriller jedoch kaum. Die Code 2-DVD liegt technisch im guten Mittelfeld, kann mit ihren spärlichen Extras aber nicht die gehobenen Ansprüche zufrieden stellen, die man mittlerweile an neue Scheiben stellt.

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