Fear

Test Andreas Szedlak

Blei im Körper, rote Spritzer an der Wand -- endlich gibt's wieder erstklassigen Nachschub für Shooter-Fans!

Schon viel zu lange müssen PC-Zocker aus Mangel an herausragenden Shootern ihre Schrotflinte im Schrank lassen. Das Dauergemetzel "Serious Sam 2" dürfte vielen zu stupide sein -- und über "Stalker" schwebt schon seit Längerem die Verschiebungswolke. Die Lösung könnte "F.E.A.R." lauten. Der Name steht für "First Encounter Assault Recon", was nach einem Taktik-Shooter klingt. In Wahrheit erwartet Sie aber brachiale Ego-Action in Einzelkämpfermanier.

STORY: Als Mitglied der Eliteeinheit F.E.A.R. werden Sie zu einem noch geheimen Auftrag beordert. Das auf Raumfahrttechnologie spezialisierte Forschungsunternehmen Armacham wurde von einer mysteriösen militärischen Gruppe eingenommen. Bei den Widersachern handelt es sich um genetisch verbesserte Supersoldaten, die von einem gewissen Paxton Fettle kommandiert werden -- per Telepathie.

Nachdem Fettle und seine Jungs Ihre Kollegen ausgelöscht haben, müssen Sie sich alleine den Weg durch 22 Levels ballern. Dabei werden Sie von seltsamen Visionen heimgesucht, in denen immer wieder ein geheimnisvolles Mädchen auftaucht. Lange Zeit bleiben die Zusammenhänge im Dunkeln, erst im letzten Viertel des Spiels wird die Story mit einem überraschenden Ende aufgelöst.

SPIEL: Löblicherweise hat Entwickler Monolith in "F.E.A.R." vorsorglich einige Frustbremsen eingebaut. So können Sie jederzeit zwischen den vier Schwierigkeitsgraden hin- und herschalten. In den unteren Stufen erhöht sich Ihre Lebensenergie automatisch, sobald Sie etwas Zeit zum Verschnaufen haben. Als größte Hilfe erweist sich das Slow-Motion-Feature.

Bei aktiviertem Reflex-Boost läuft das Spiel komplett in Zeitlupe ab -- vergleichbar mit der Bullet-Time von "Max Payne". Dann fällt das Zielen wesentlich leichter und Sie können feindlichen Geschossen elegant ausweichen. Der Boost ist zeitbegrenzt, lädt sich aber selbstständig wieder auf. Durch Upgrades können Sie das Zeitbudget verlängern.

Den größten Teil des Spiels nehmen grandiose Feuergefechte ein, vielschichtige Aufgaben oder knackige Rätsel sucht man vergebens. Ab und an mal einen Schalter umlegen oder einen Knopf drücken -- das war's. Scheint man in einer Sackgasse zu stecken, befindet sich garantiert ein Lüftungsschacht in der Nähe.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 08/2026 PCGH Magazin 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk