Fast Lane Carnage

Test

Wer nicht fahren kann, muss ballern: klassisches Action-Rennspiel mit kleinen Macken.

Erinnern Sie sich noch an Death Rally? Dieses nette kleine Rennspiel kam Mitte der 90er-Jahre von Apogee und spielt sich ganz ähnlich wie der erste Teil der Micro Machines-Serie. Allerdings konnten wir in Death Rally mit tödlichen Accessoires wie MG oder Raketenwerfer unsere Gegner von der Piste blasen.

Unhöfliche Menüs

Fast Lane Carnage schlägt in die gleiche Kerbe und versetzt uns in eine Zukunft, in der Rennsport ebenso viel mit Bleifuß wie mit Brutalität zu tun hat. Nachdem wir uns durch merkwürdig-unübersichtliche Menüs im Graffiti-Stil gekämpft haben (die uns mit Sprüchen wie »Sie fahren scheiße!« beleidigen), geht es in drei Ligen zur Sache.

Pro Saison stehen sechs Rennen an, wobei wir uns stets für eine von zwei Strecken entscheiden müssen. Für gute Platzierungen gibt es selbstverständlich Bares. Das geben Sie in der Garage fürs Tuning oder beim Waffenhändler für heftigere Knarren aus. Ein paar Mausklicks später geht es dann endlich auf die Strecke, die wir ganz klassisch von oben betrachten. Nicht nur die Perspektive, sondern auch die Steuerung erinnern stark an Death Rally. Die Autos reagieren direkt und rutschen mit der Handbremse spektakulär um Kurven. Eine Übersichtskarte gibt es nicht, und somit brauchen Sie gute Reflexe, wenn Sie nicht in einem der vielen Hindernisse (Lavaseen, Säuretümpel) enden wollen.

Schnell oder brutal?

Abgerechnet wird zum Schluss, und dabei zählen neben unserer Platzierung im Rennen auch unsere Abschüsse. Selbst wenn Sie also nie als Erster im Ziel angekommen, können Sie sich trotzdem an die Spitze der Liga manövrieren, sofern Sie genügend Gegner über die Klinge springen lassen.

Sascha Gliss

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