Farm Together 2: Beliebtes Farm-Spiel startet enttäuschend - Weniger Inhalt als der Vorgänger im Early Access

Special Christian Neumann Stefan Wilhelm
Farm Together 2: Beliebtes Farm-Spiel startet enttäuschend - Weniger Inhalt als der Vorgänger im Early Access
Quelle: Milkstone Studios

Farm Together begeistert seit 2018 seine treue Fan-Gemeinde. Der zweite Teil verspricht viele Neuerungen, beginnt seinen Early Access aber mit Problemen.

Dafür baut ihr schrittweise verschiedene Verkaufsorte in der Stadt. Hier tauscht ihr eure Ressourcen aus dem Inventar gegen Diamanten ein. Zurück auf der Farm könnt ihr mit denen verschiedene Gebäude und Dekorationen kaufen. Damit die Arbeit schneller von der Hand geht, schaltet ihr recht früh den Traktor frei. Mit dem könnt ihr statt eines Feldes neun auf einmal bewirtschaften.

Mobile-Game im Konsolengewand

Schon auf den ersten Blick schreit Farm Together 2 nach Mobile Game. Technisch ist die Grafik zwar hübsch, allerdings wirkt der Look des Spiels sehr verbraucht und charakterlos. Putzige Animationen wie bei Stardew Valley oder Animal Crossing sucht ihr hier vergebens. Egal ob ihr anbaut, erntet oder gießt - bei allen Aktionen hüpft der Traktor einfach nur kurz in die Luft.

Auch eine Geschichte bekommt ihr nicht. Warum sind wir auf der Farm? Woher kommen die Menschen in der Stadt? Das Spiel verrät es uns jedenfalls nicht. Das Layout der Spielwelt in Kacheln und der Artstyle erinnern an das Mobile-Spiel Hay Day. Dort hängen Bewohner Sammelaufträge für uns ans schwarze Brett, die wir in einer begrenzten Zeit erledigen müssen.

Ein Spieler steht neben seinen Schweinen. Quelle: Milkstone Studios Ähnlich fallen auch die Quests in Farm Together 2 aus. NPCs, zu denen wir keinerlei Bindung haben, belohnen uns für das Sammeln verschiedener Ressourcen. Zeitdruck gibt es dabei nicht. Es ist völlig egal, ob wir die Missionen in einer Stunde oder in zehn Tagen abschließen. Schließlich hat sich das Spiel auf die Fahne geschrieben, ein gemütliches Farmerlebnis zu sein.

Glücklicherweise gibt es im Early Access von Farm Together 2 keine Ingame-Käufe. So mancher ungeduldiger Mobile-Spieler würde sich die aber sogar wünschen.

Nach einigen Spielstunden wird der Spielfluss nämlich recht träge: Fortgeschrittene Pflanzen brauchen viele Stunden oder Tage zum Wachsen, das Inventar ist immer wieder voll und wir müssen zum Verkauf in die Stadt. Das Gameplay selbst geht aber gut von der Hand und lässt sich ohne Probleme mit Maus und Tastatur oder Controller spielen.

Wozu das Ganze?

Gerade, wenn ihr das Spiel nach einem Tag wieder startet und alle Felder aberntet, überflutet euch Farm Together 2 mit blinkenden Zahlen und Level-Ups. Habt ihr euch an die Reizüberflutung gewöhnt, fragt ihr euch aber recht schnell, was das Ziel des Spiels ist. Klar, ihr wollt alle Gebäude durch Level-Ups freischalten und eure Farm schrittweise vergrößern. Doch wirklich viel am Gameplay verändert das auch nicht. Mit Deko-Objekten die Farm aufzuhübschen, bietet allerdings eine nette Abwechslung.

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