Das Leben ist manchmal kurioser als jedes Drehbuch -- doch beruht der Coen-Thriller wahrhaftig auf Tatsachen?
Um die oben gestellte Frage gleich zu be-antworten: Nein! Inzwischen hat sich herausgestellt, dass die mit einem "Oscar"-prämierte Story (Bestes Originaldrehbuch) von "Fargo" ungeachtet der Einblendung zu Beginn des Films "Dies ist eine wahre Geschichte ..." tatsächlich eine Erfindung der Gebrüder Joel und Ethan Coen ("The Big Lebowski") ist. Dafür spricht auch der Hinweis am Ende des Abspanns: "Die in diesem Film gezeigten Personen und Namen sind frei erfunden ...". Nichtsdestotrotz ist die Geschichte so verrückt, dass sie auch hätte wahr sein können.
Film Noir in Weiß
Der frustrierte Autoverkäufer Jerry Lundegaard (William H. Macy) steckt in der Klemme. Er braucht dringend Geld. In seiner Verzweiflung heuert er zwei Schmalspurganoven an, die seine Frau entführen sollen. Auf diese Weise will Jerry seinen schwerreichen Schwiegervater Wade Gustafson (Harve Presnell) dazu bringen, ein Lösegeld von einer Million Dollar zu zahlen. Damit wäre Jerry aus dem Gröbsten raus. Doch die Kidnapper Carl Showalter (Steve Buscemi) und sein verschwiegener Komplize Gaer Grimsrud (Peter Stormare) erweisen sich als totale Amateure.
Auf der Flucht erschießt der skrupellose Gaer auf dem verschneiten Highway erst einen Polizisten und dann zwei Zeugen. Das ruft natürlich die Ordnungshüter der nächsten Kleinstadt auf den Plan. Die schwangere Polizistin Marge Gunderson (Frances McDormand) nimmt die Ermittlungen auf und stellt schon bald einen Zusammenhang zwischen den Kidnappern und Jerry Lundegaard her. Als sie den nervösen Ehemann befragt, verstrickt sich dieser in Widersprüche ...
Die dritte Auflage enthält den schrägen Coen-Streifen erstmals im Original-Kinoformat 1.85:1 (16:9) und hat neben den deutschen Soundformaten in 5.1 und dts endlich auch die Original-Tonspur (dt. UT) in 5.1 mit an Bord. Beim Bonusmaterial gefallen insbesondere die beiden Featurettes über die Dreharbeiten. MK n
