Koop-Funktionen, Nebenaktivitäten, Technik, offene Fragen, Fazit
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Vorschau zu Far Cry 5: Roy Moore kann einpacken: In Far Cry 5 ergreifen religiöse Fanatiker mit der Waffe in der Hand die Macht! Wir konnten mehrere Stunden lang in den Titel hineinspielen und ausführlich Eindrücke aus dem virtuellen Montana sammeln. In unserer Preview zu Far Cry 5 verraten wir, ob nur Serien-Kenner oder auch Neueinsteiger sich auf den Open-World-Shooter freuen können!
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Far Cry 5: Zusammen durch die USA
Quelle: PC Games
Unserer aktuellen Gun for Hire können wir Befehle zuweisen, wenn wir mit dem linken Trigger zielen. Wahlweise folgen sie uns oder begeben sich an bestimmte Punkte.
Doch widmen wir uns wieder dem Positiven - und hier sticht das serientypisch sehr angenehme Gunplay heraus. Mit einer breiten Palette an Maschinengewehren, Pistolen, Sniper-Gewehren, aber auch ungewöhnlicheren Geräten wie Pfeil und Bogen ziehen wir hier gegen unsere Widersacher in die Schlacht. Jede Waffe fühlt sich unterschiedlich an, das Treffer-Feedback ist gut und die Steuerung ist präzise. Hinzu kommen Spielzeuge wie Granaten, Molotowcocktails und Dynamit als weitere Argumentationshilfen gegen unsere Feinde. Ebenso gut fühlt sich das erwähnte Schleichen an - wenn man mit Pistole samt Schalldämpfer sowie Nahkampf-Kills eine ganze Feindes-Armada auseinandernimmt, ohne entdeckt zu werden, fühlt sich das ungemein befriedigend an. Was jedoch nervt und was schon in den Vorgängern ein Problem war: Wurde man erst einmal entdeckt beziehungsweise ist man in die gegnerischen Reihen gelaufen, so verfügen manche Feinde über eine fast schon übernatürliche Präzision - beziehungsweise ist es oftmals schwer auszumachen, aus welcher Richtung man angegriffen wird. Wenn man hinter einer von allen Seiten abgesicherten Position hockt und trotzdem durchgehend getroffen wird, sorgt das ab und an für Frust.
Quelle: PC Games
Unserer aktuellen Gun for Hire können wir Befehle zuweisen, wenn wir mit dem linken Trigger zielen. Wahlweise folgen sie uns oder begeben sich an bestimmte Punkte.
Quelle: PC Games
Dieser gute Mann ist ganz versessen darauf, das sogenannte Testicle Festival, kurz Testy Festy, zu veranstalten. Klingt schräg und dürfte eine der lustigeren Quest-Reihen im Spiel werden!
Zwar lernt man nach und nach, auch mit solchen Situationen umzugehen, hier würde etwas mehr Balancing dem Spiel aber gut tun; nicht zuletzt, da man sich nicht mehr wie in den Vorgängern unendlich oft heilen kann. Diesmal ist man auf Medipacks angewiesen und wenn die aufgebraucht sind, ist Schicht im Schacht. Die Schießereien entpuppen sich dadurch um einen ganzen Zacken kniffliger als bisher. Gut also, dass uns auf Wunsch die sogenannten Guns for Hire zur Seite stehen. Dabei handelt es sich um KI-gesteuerte Mitstreiter, die tatkräftig mitballern und denen wir simple Befehle wie "folgen" und "angreifen" geben können. Sehr viele NPCs im Spiel kommen dafür infrage und wenn es doch auch leichte Unterschiede bezüglich der Waffenvorlieben gibt, so ist ihr Einsatzzweck doch meist sehr ähnlich. Anders sieht es bei den Specialists for Hire aus, für die wir erst bestimmte Missionen absolvieren müssen, bevor sie sich uns anschließen.
Quelle: PC Games
Mit ihrem religiös-fanatischen Irrsinn haben „Vater“ Joseph Seed und seine Anhänger ganz Hope County unter ihre Kontrolle gebracht – was auch allerorten zu sehen ist.
Nick Rye, Grace und Boomer wurden ja schon zur Ankündigung von Far Cry 5 auf der E3 2017 präsentiert: Nick wirft mit seinem Flugzeug verheerende Bomben ab, Grace snipert alles weg, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, und Schäferhund Boomer markiert Feinde und kann auch ordentlich zubeißen. Die Specialists for Hire - allen voran Nick - wirken zwar teilweise etwas übermächtig, sie in den Gefechten einzusetzen, macht aber viel Laune! Zu guter Letzt existieren noch die Friends for Hire und dahinter versteckt sich der Koop-Modus des Abenteuers. Wer will, kann das komplette Spiel mit einem weiteren Freund absolvieren. Wir durften den Koop-Modus bereits ausprobieren und waren sehr angetan. Zwar werden die Schießereien im Duett leichter, der pure Spielspaß, der sich durch die Zusammenarbeit ergibt, ist aber wie schon in den Vorgängern gewaltig. Geregelt ist der Modus so, dass der Spielfortschritt und die Welt des Hosts als Grundlage genutzt werden und der erzielte Fortschritt auch dem jeweiligen Spieler angerechnet wird. Als Koop-Gast darf man aber alle gefunden Waffen, das gesammelte Geld und Fortschritts-Punkte für den obligatorischen Fähigkeitenbaum mit zurück in die eigene Version von Hope County nehmen.
Far Cry 5: Entspannt durchs Land mit Rute in der Hand
Egal ob alleine oder zu zweit, der virtuelle Mensch lebt nicht nur von Arbeit alleine, weshalb es viele Aktivitäten geben soll, mit denen man sich in Far Cry 5 die Zeit wird vertreiben können. Das neue Angel-Feature wurde ja schon bisher gehörig beworben - und mit gutem Grund: Fischen in Hope County macht dank des simplen, aber gut umgesetzten Systems richtig viel Laune. Auf der Jagd nach der nächsten Fischart oder einem Fisch mit mehr Gewicht als der Letzte kann man sich schnell verlieren! Wer will, baut weiterhin seinen virtuellen Fuhrpark aus, streift einfach durch die toll gestaltete Landschaft - oder freut sich auf weitere nicht dem Kampf gegen Eden's Gate dienliche, aber nichtsdestoweniger unterhaltsame Aktivitäten, welche von den Entwicklern angedeutet, aber noch nicht präzisiert wurden. Mit einem in der Demo in einem Salon platzierten Retro-Arcade-Automat konnte dort zwar nicht interagiert werden, es würde uns aber nicht wundern, wenn das im fertigen Spiel anders ist - und auch am Billardtisch würden wir uns gerne vergnügen, auch im Koop-Modus.
Quelle: PC Games
Fallen wir oder fällt unser KI-Begleiter, so kann die getroffene Figur wiederbelebt werden, wenn man schnell genug ist. Das funktioniert auch ...
Far Cry 5: Schöne neue Welt
Quelle: PC Games
... im Koop-Modus. Aber aufgepasst: Was bei uns funktioniert, gilt auch für die Feinde, die sich im Notfall ebenfalls zur Hilfe eilen und regenerieren.
Überraschend groß erschien uns beim Anspielen auch der technische Schritt der Serie nach vorne. Klar, Far Cry war schon immer ganz hübsch, aber so gut wie diesmal sah es noch nie aus! In der von uns gespielten PS4-Pro-Fassung waren die Texturen knackig scharf, die Animationen von Freund und Feind flüssig und gut umgesetzt, die Weitsicht beeindruckend und noch dazu lief das Geschehen größtenteils sehr flüssig. Beeindruckend wie eh und je wurden zudem wieder einmal die Gesichter der Figuren samt Mimik umgesetzt. Da fällt es etwas leichter, die bis dato ellenlangen Ladezeiten des Spiels zu ertragen, die gerne mal eine Minute oder länger in Anspruch nehmen. Wir hoffen inständig, dass sich dieser Umstand bloß auf die Vorschau-Version beschränkt, denn ansonsten dürften Leute mit dünnem Geduldsfaden hier schnell an ihre Grenzen gelangen.
Quelle: PC Games
Die Waffenauswahl per Kreismenü funktionierte in der Demo noch etwas hakelig, ansonsten aber so, wie man es aus der Serie kennt. Die Auswahl an Wummen, Dynamit und Co. wirkt gelungen.
Far Cry 5: We built this land
Quelle: PC Games
Der Spielfortschritt wird primär dadurch erzielt, dass wir unseren Resistance-Wert in den diversen Arealen steigern – etwa, indem wir Quests von Figuren annehmen.
Doch es bleiben noch weitere Fragen offen, etwa jene nach einem kompetitiven Mehrspielermodus, den es in den meisten Vorgängern gab. Die schießwütigen USA in Far Cry 5 würden sich für kompetitive Schlachten zumindest gut anbieten. Ebenfalls noch nicht geklärt und damit in Zusammenhang stehend ist die Frage, ob es erneut einen Map Editor im Spiel gegen wird - mit Ausnahme von Far Cry: Primal war ein solcher in jedem Teil der Reihe vorhanden. Der Autor dieser Zeilen hat schon mehr Zeit damit verbracht, exotische Paradiese zu basteln, als er zugeben möchte - und diesmal stattdessen einen USA-Mikrokosmos zu erschaffen, klingt durchaus reizvoll. Die Entwickler deuteten auf unsere Nachfrage hin zwar weitere Ankündigungen bezüglich Map Editor und Mehrspielermodus in der kommenden Zeit an, bestätigen wollte man uns bisher aber noch nichts.
Far Cry 5: Vielversprechender USA-Trip
Quelle: PC Games
Wie auch in Assassin’s Creed: Origins gehört die Minimap der Vergangenheit an. Stattdessen gibt es Routen-Anzeigen und einen Kompass-Streifen zur Navigation.
Ob nun mit oder ohne weitere Spielmodi, Far Cry 5 wird dem guten Ruf der Serie wohl gerecht werden. Die Entwickler setzen dem bisherigen Anschein nach an wichtigen Stellen den Rotstift an und entschlacken das aufgeblasene Open-World-Konstrukt, welches viele Ubisoft-Spiele in den letzten Jahren geplagt hat. Wir hätten uns bloß gewünscht, dass man noch ein wenig drastischer vorgegangen wäre und etwa die undynamische Missionsstruktur aus dem Fenster geworfen hätte und uns auch während der Aufgaben frei die Welt hätte erforschen lassen. Dadurch hält das Abenteuer sich selbst zurück und vergeudet Potenzial. Die sehr spannende Spielwelt, das gute Gunplay, die interessante Story-Prämisse und die ansonsten vorbildhafte Entdecker-Freiheit lassen uns in der fertigen Fassung über diesen Makel hoffentlich hinwegsehen. Außerdem, positiv formuliert: Far Cry 5 ist nach wie vor eindeutig ein Far Cry-Ableger. Wer die Serie schon immer so mochte, wie sie ist, der wird auch diesmal definitiv seine Freude haben.
