Fallout 76: Neue Infos - So funktionieren Survival-Elemente, Endgame, Perks, Charakterentwicklung und vieles mehr
Special 35,99 €
Mit seiner neuen Online-Ausrichtung wirft Fallout 76 jede Menge Fragen auf: Wird es Quests geben? Wie funktioniert die Charakterentwicklung? Wie sehen die Survival-Elemente aus? Und was erlebt man im Endgame? Eine Dokumentation liefert neue Einblicke in den ambitionierten Online-Titel. In diesem Special fassen wir einige wichtige Erkenntnisse für euch zusammen.
Mit gemischten Gefühlen haben Fallout-Fans die E3-Ankündigung des neuen Serienablegers Fallout 76 (jetzt kaufen / 35,99 € ) aufgenommen. Manche freuen sich riesig über die neue Ausrichtung auf ein Online-Survival-Erlebnis, andere hätten sich wohl eher ein traditionelles Singleplayer-Fallout im Stil der Vorgänger gewünscht. Vor allem aber sind nach Bethesdas E3-Pressekonferenz noch viele Fragen offen geblieben - man bekam schlichtweg kein klares Bild davon vermittelt, wie sich Fallout 76 spielt, was für eine Art Spiel es überhaupt sein will. Zum Glück wurde kurz danach die sehenswerte NoClip-Dokumentation "The Making of Fallout 76" veröffentlicht, dank der es etwas leichter fällt, sich das fertige Spiel vorzustellen. Vor allem zu Schwerpunkten wie dem Survival-Gameplay, der Charakterentwicklung und dem Endgame finden sich darin viele neue Infos. Hier fassen wir die wichtigsten Erkenntnisse zusammen.
Auf dieser Seite
- 1 Fallout 76: Keine NPCs - Ist das noch ein Rollenspiel?
- 2 Fallout 76: Charakterentwicklung - Wie S.P.E.C.I.A.L. wird Fallout 76?
- 3 Fallout 76: Wie wichtig ist das Crafting?
- 4 Fallout 76: Wie sehen die Survival-Elemente aus?
- 5 Fallout 76: Wie funktioniert PvP?
- 6 Fallout 76: Das Endgame - ein bombiger Spaß?
- 7 Weitere Erkenntnisse zu Fallout 76 im Überblick:
Fallout 76: Keine NPCs - Ist das noch ein Rollenspiel?
Für Fallout 76 hat sich Bethesda eine spannende Prämisse ausgesucht: Das Spiel ist vor allen anderen Fallout-Teilen - nämlich gerade mal 25 Jahre nach dem Atombombenkrieg - angesiedelt und rückt die Überlebenden aus Vault 76 in den Mittelpunkt. Die Bewohner der Vault sind die ersten Menschen aus der Vorkriegszeit, die sich wieder zurück ans Tageslicht trauen, sie finden die postnuklearen USA als ungezähmten Lebensraum vor. Das bedeutet: Es wird keine Banditencamps oder belebte Ortschaften à la Diamond City geben, denn vor uns hat schließlich noch niemand das Land besiedelt. Einzige Ausnahme: Die Scorched, eine Fraktion intelligenter Ghule, die in Fallout 76 die Rolle der Raider erfüllen und ähnlich wie Supermutanten in der Lage sind, Schusswaffen einzusetzen. Hinzu kommen natürlich jede Menge Mutanten und Monster, viele davon abgedrehter als in früheren Fallout-Titeln, was Bethesda mit der kurzen Zeitspanne seit dem Atomkrieg begründet. Freut euch auf ekelhafte Monster-Blutegel und überdimensionierte Killer-Faultiere!
Zwar wird es Quests und eine Geschichte geben, allerdings betont Todd Howard (Game Director), dass der Fokus auf dem Spieler selbst liegt. Man soll schlichtweg selbst entscheiden, was man gerade tun möchte, zum Beispiel: Die Welt erkunden, Ressourcen für das Crafting sammeln, einen Bossgegner töten, um einen besonders wertvollen Gegenstand zu erbeuten, ein Camp errichten oder einen öffentlichen Event gemeinsam mit anderen Spielern absolvieren.
Fallout 76 ist ein reines Online-Spiel. Jeder Überlebende - sprich jeder ehemalige Bewohner der Vault 76 - ist ein Spieler. Es soll keine menschlichen NPCs im Spiel geben. Man wird aber Roboter antreffen sowie Holotapes und Terminals finden. 24 Spieler sollen gleichzeitig die Spielwelt von West Virginia bevölkern, womöglich hebt Bethesda das Limit noch auf 32 Spieler an. Interessant: Man wird andere Spieler jederzeit auf der Karte sehen können.
Quelle: Bethesda
Die Online-Welt soll 24 Spieler pro Server unterstützen. NPCs im klassischen Sinne sind geplant.
Fallout 76: Charakterentwicklung - Wie S.P.E.C.I.A.L. wird Fallout 76?
Viele Elemente aus der Charakterentwicklung, die man wie gewohnt im Pip-Boy nachverfolgen kann, dürften Fallout-Kennern bekannt vorkommen. Die SPECIAL-Attribute (Stärke, Wahrnehmung, Charisma, usw...) sind nach wie vor enthalten, haben aber zum Teil neue Eigenschaften bekommen. Ein hoher Charisma-Wert sorgt beispielsweise dafür, dass man hochstufigere Perk-Karten (dazu gleich mehr!) teilen kann, außerdem erhält man bessere Belohnungen in Gruppenmissionen. Intelligenz bestimmt dagegen, wie effektiv man Computerterminals hacken kann, den Zustand und die Haltbarkeit von hergestellten Items sowie die Menge an Ressourcen, die man beim Zerlegen von Gegenständen zurückerhält.
Neu sind die sogenannten Perk Cards, von denen man sich bei jedem Levelaufstieg ein neues Exemplar aussuchen darf. Sie entsprechen im Grunde den Perks der Vorgängerspiele, allerdings dürfen in Fallout 76 nur eine bestimmte Anzahl von Karten davon gleichzeitig aktiv sein und können jederzweit ausgewechselt werden. Jede Karte hat unterschiedliche Ränge, dargestellt durch Sterne - je höher der Rang, desto besser der Bonus, ähnlich wie in Fallout 4. Bislang waren Karten mit 2, 3 und 4 Sternenrängen zu sehen, vielleicht gibt es aber auch noch hochstufigere Varianten.
Hier einige Beispiele für Perk-Karten:
- Inspirierend: Wenn du in einem Team unterwegs bist, erhalten du und deine Teammitglieder 5% mehr Erfahrungspunkte
- Einsamer Wanderer: Wenn du alleine unterwegs bist, nimmst du 10% weniger Schaden und deine AP regenerieren sich 10% schneller
- Vampir: Blutpakete stillen nun deinen Durst, verstrahlen dich nicht mehr und heilen zu 50% mehr
- Erste Hilfe: Stimpacks stellen 10% mehr Lebenspunkte wieder her
- Hacker: Erhöht dein Hacking-Talent +1
- Behelfsmäßiger Kämpfer: Nahkampfwaffen haben eine 30% geringere Chance zu brechen und sind einfacher zu reparieren
Bethesda hat angedeutet, dass man Perk-Karten womöglich tauschen oder handeln kann. Außerdem soll es im Gruppenspiel möglich sein, Perk-Karten mit anderen Teammitgliedern zu teilen, damit sich die Truppe besser aufeinander abstimmen kann. So übernimmt ein Spieler etwa die Rolle des Frontkämpfers, der andere kümmert sich um Heilung, ein anderer dagegen repariert Ausrüstung oder bastelt Gegenstände.
Fallout 76: Wie wichtig ist das Crafting?
Crafting soll ein zentraler Bestandteil von Fallout 76 sein. Spieler haben die Möglichkeit, selbst Mods, Munition, Waffen, Rüstung und mehr herzustellen. Dazu müssen sie jede Menge Rohstoffe in der Spielwelt finden, das Grundgerüst davon kennt man bereits aus Fallout 4. Das Gleiche gilt auch für den Basisbau: Ähnlich wie in Fallout 4 sollen sich die Spieler selbst ihre Stützpunkte und Behausungen basteln können. Anders als in Fallout 4 ist das nun fast überall in der Spielwelt erlaubt, ein mobiles Gerät namens C.A.M.P. (Construction and Assembly Mobile Platform) macht's möglich: Man stellt einfach sein Gerät in der Pampa auf und erschafft damit eine Bauzone, in der man wie in Fallout 4 aus verschiedensten Einzelteilen und Upgrades seine Behausung herstellen kann. Das klappt nun auch im Team.
Wenn man den Server wechselt, wird die eigene Basis übernommen. Sollte der Standort auf dem neuen Server allerdings schon von einer anderen Spielerbasis belegt sein (unwahrscheinlich, da die Welt etwa 4x so groß ausfallen soll wie die von Fallout 4!), wird die Basis komplett als Bauplan gespeichert und kann so per C.A.M.P.-Modul einfach an einem anderen Ort "ausgepackt" werden. Man muss also nicht jedes Mal alles neu bauen.
Quelle: Bethesda
Obwohl man viele Inhalte alleine spielen kann, dürfte einige Inhalte von Fallout 76 nur 4er-Teams vorenthalten sein.
Fallout 76: Wie sehen die Survival-Elemente aus?
Quelle: Bethesda
Survial light: Ihr müsst regelmäßig euren Hunger und Durst stillen.
Schon in ersten Spielszenen waren sie zu sehen: Zwei kleine Balken im Pip-Boy-Menü, die den Hunger und Durst der Spielfigur anzeigen. Und tatsächlich: In Fallout 76 müsst ihr regelmäßig Essen und Trinken. Außerdem wird Nahrung mit der Zeit verderben, es sei denn, ihr habt fleißig aufgelevelt, entsprechende Perks gelernt und seid in der Lage zu kochen, dadurch werden Nahrungsmittel haltbarer und effizienter. Auch andere Gegenstände verlieren mit der Zeit an Haltbarkeit, Waffen nutzen sich etwa durch Benutzung ab und müssen repariert werden - damit bringt Bethesda ein Element aus Fallout 3 zurück.
Das ist neu: Wird der Spieler verstrahlt, kann er sich nicht nur verschiedene Krankheiten mit negativen Effekten einfangen, sondern auf hohen RAD-Werten auch eine Mutation entwickeln. Dahinter verbergen sich im Grunde Traits, also besondere Eigenschaften mit Vor- und Nachteilen, wie man sie aus einigen früheren Fallout-Teilen kennt. Mutationen kann man behandeln, allerdings haben manche von ihnen auch so lohnenswerte Eigenschaften, dass man sie im Endgame auch als dauerhaften Bonus verdienen kann. Die meisten Mutationen wirken sich nur auf die Charaktereigenschaften aus, manche allerdings werden auch am Spieler sichtbar sein.
Fallout 76: Wie funktioniert PvP?
Quelle: Bethesda
Auch Team-Deathmatch (12 vs. 12) ist geplant.
Über Details zum PvP schweigt sich Bethesda noch aus. Sicher ist aber, dass alle Spieler jederzeit auf der Map sichtbar sein sollen, außerdem sollen besonders aggressive Spieler mit einer Art Fahndungsstufe markiert werden. Sollte man sterben, zeigt sich Fallout 76 zahm: Es gibt keine nennenswerte Strafe, der Spieler wird einfach in der Nähe wiederbelebt. Allerdings hütet sich Bethesda davor, die PvP-Spielerfahrung von Anfang zu stark einschränken, vielmehr will man den Spielern bis zu einem gewissen Grad durchaus erlauben, sich gegenseitig auf den Keks zu gehen. Sollte das zu unfairen Situationen führen oder den Spielspaß beeinträchtigen, will Bethesda hier lieber im Nachhinein nachbessern und Anpassungen vornehmen, als die Freiheiten der Spieler voreilig zu beschränken. Todd Howard erklärt seine Philosophie dahinter so: "Für mich steckt hier [in der Interaktion zwischen den Spielern] jede Menge Drama. Also lasst die Spieler ruhig aufeinander los! Es wird für eine kurze Weile chaotisch sein. Aber das kriegen wir hin. Es ist mir so lieber, als wenn wir von Anfang an bei allem auf Nummer sicher gehen, das wäre langweilig."
Sicher ist außerdem, dass das Spiel nicht nur für Solo-Spieler und 4er-Gruppen designt ist. Ein Team-Deathmatch-Modus mit 12 vs. 12 Spielern scheint bereits fest geplant zu sein.
Fallout 76: Das Endgame - ein bombiger Spaß?
Quelle: Bethesda
Im Endgame von Fallout 76 erkundet ihr Bunker auf der Suche nach Atomsprengköpfen.
Obwohl Fallout 76 in etwa den vierfachen Umfang von Fallout 4 bieten soll, werden die Spieler irgendwann alle Inhalte erledigt haben. Danach soll man sich ins Endgame stürzen, das sich vor allem um den Einsatz von Atomsprengköpfen dreht. Die Spielwelt ist unterteilt in sechs Zonen: Toxic Valley, The Forest, Ash Heap, Savage Divide, The Mire und Cranberry Bog. In jeder Zone befindet sich ein Atombunker, den man allerdings nur mit einem speziellen Code betreten kann. Dieser mehrteilige Code lässt sich am besten im Team erarbeiten, beispielsweise müssen dafür mehrere Rätsel gelöst oder Gegner besiegt werden. Hat man den Code endlich beisammen, darf man die Bombe abfeuern . Hier hat man dann beispielsweise die Möglichkeit, ein feindliches Spielercamp einzuäschern, oder aber man zerstört einen Nistplatz der sogenannten Scorch Beasts - das sind riesige geflügelte Bestien, die aus Erdlöchern gekrochen kommen und die Spielercamps attackieren.
Nach dem Einsatz einer Atombombe ist das Einschlagsgebiet in großem Radius verstrahlt. Dadurch mutieren Flora und Faune in der Umgebung, oder anders ausgedrückt: Die Zone levelt auf und wird zu einem High-End-Gebiet. Neue Bedrohungen und Mutationen sowie hohe Strahlungswerte sollen für Spannung sorgen und hochstufige Spielergruppen fordern - wir vermuten, dass eine gut ausgestattete Power Armor spätestens hier Pflicht sein dürfte! Wer den neuen Gegnern und der verstrahlten Umgebung trotzt, kann dort besonders hochwertige Ressourcen, kostbare Baupläne und legendäre Waffen erbeuten. Nach einer Weile lässt die Strahlung dann wieder nach und die Highlevel-Zone kehrt zu ihrem Normalzustand zurück. Danach haben die Spieler die Möglichkeit, sich auf die Suche nach dem nächsten Atomsprengkopf zu machen.
Weitere Erkenntnisse zu Fallout 76 im Überblick:
- Fallout 76 basiert auf einem ursprünglichen Multiplayer-Designentwurf für Fallout 4. Damals entpuppte sich das Konzept jedoch als zu aufwendig und wurde zugungsten des Singleplayer-Parts von Fallout 4 zunächst auf Eis gelegt.
- Die Engine wurde stark überarbeitet, sie unterstützt nun Subsurface Scattering, ein neues Beleuchtungsmodell und dynamische, schicke Wettereffekte
- Ein Fotomodus, Emotes und Voice Chat sind ebenso an Bord wie ein Kreis-Menü, über das man mit anderen Spielern interagieren und handeln kann.
- Fallout 76 wird ein Vollpreisspiel ohne Online-Gebühren. Es soll nach Release über viele Jahre mit großen und vielen kleineren Updates erweitert und am Leben gehalten werden.
- Der V.A.T.S.-Kampfmodus ist wieder enthalten, diesmal allerdings in Echtzeit. Mehr Infos dazu findet ihr hier.
- Mikrotransaktionen gibt es nur in Form von rein kosmetischen Gegenständen. Diese kann man man allerdings auch durch fleißiges Spielen erhalten.
- Später nach Release soll es auch möglich sein, Fallout 76 auf einem privaten Server zu spielen. Auf diesen Servern wird man das Spiel auch nach Herzenslust modden können, der Mod-Support nach Release wurde damit bestätigt.
- Fallout 76 wird von drei Studios entwickelt: Bethesda Game Studios in Rockville, Maryland sowie zwei Außenteams in Austin, Texas und im kanadischen Montreal. Nach dem Launch wird sich primär das Team in Austin um die Entwicklung neuer Inhalte und den Support des Spiels kümmern, die beiden anderen Studios widmen sich danach vollumfänglich der Entwicklung von Starfield. Hierzu gibt's in Kürze noch eine eigene Meldung.
- Die Power-Armor-Sonderedition des Spiels ist bereits nach wenigen Tagen vielerorts ausverkauf t.
- Vor Release am 14. November 2018 wird es eine Beta geben, mehr Infos dazu hier.
Eine Zusammenfassung aller bekannten Infos zu Fallout 76 findet ihr auf unserer Themenseite!
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